Mittwoch, 7. Dezember 2016

#simplifyourweihnachtsbäckerei Rezepte 2

Weiter geht es mit meinen einfachen Plätzchenrezepten.

Heute zeige ich euch zwei Rezepte, die ich letztes Jahr in dem wunderbaren Buch "Meine kreative Kekswerkstatt" von Jenni vom Blog Monsieurmuffin entdeckt habe. Dieses Buch kann ich euch ehrlich ans Herz legen. Es enthält eine ganze Reihe toller und frischer Rezepte. Und das beste daran ist, dass viele davon alle meine easy-peasy Kriterien erfüllen, aber überhaupt nicht danach aussehen.


Die Dark Chocolate Kisses musste ich letztes Jahr einfach probieren, denn ich liebe liebe liebe dunkle Schokolade. Mein Geschmack hat sich in sehr vielen Dingen seit meiner Kindheit grundlegend gewandelt, aber dunkle Schokolade mochte ich schon als kleines Kind am liebsten und so ist es bis heute. Diese Schokoküsschen jedenfalls kommen aus der Kategorie 'Kugeln rollen'. Sie werden eigentlich nach dem gleichen Prinzip wie die Engelsaugen hergestellt, nur dass es eben ein Schokoteig ist und die Plätzchen erst nach dem Backen mit Kuvertüre gefüllt werden. In den Teig kommen laut Rezept Kakaonibs. Die sind natürlich schon toll und geben auch den besonderen Crunch dazu, aber man kann sie im Sinne des Simplifying durchaus weglassen. Ihr müsst das Rezept aber auf jeden Fall ausprobieren. Der Teig wird so wunderbar mürb, er zergeht auf der Zunge und der herbe Schokoladengeschmack ist genau richtig. Für mich sind sie ziemlich perfekt. Das Rezept findet ihr bei Jenni auf dem Blog. Dort lohnt sich das Stöbern unbedingt.
Meine absoluten Lieblinge sind die Granatapfeltaler. Himmel, wer bitte schön kommt denn auf die Idee Granatapfelkerne in Plätzchenteig zu drücken? Jenni tat es und es war wunderbar! So einfach, aber so genial. Der helle Mürbteig ist natürlich recht fix hergestellt, dann werden daraus mal wieder Kugeln gerollt, diese plattgedrückt und anschließend in jedes Plätzchen ein paar Kerne gedrückt. Da dauert es ehrlich gesagt länger, den Granatapfel zu entkernen, als die Plätzchen an sich zu machen. Mein Tipp für die Granatapfelgeschichte ist übrigens, das Ganze unter Wasser zu erledigen. D.h. ich nehme mir eine große Schüssel mit kaltem Wasser, halbiere den Apfel und löse dann in der Wasserschüssel mit den Fingern die Kerne aus. Das verhindert zumindest die Sauerei. Am Ende kann man dann nämlich das Wasser durch ein Sieb abgießen und hat die Kerne schön sauber übrig. :-)

Granatapfeltaler 
aus dem Buch "Meine kreative Kekswerkstatt"

für ca. 36 Stück
- 280g Mehl
- 80g Speisestärke
- 50g gemahlene Haselnüsse
- 250g weiche Butter
- 80g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- Mark einer Vanilleschote (ich verwende immer fertige gemahlene Vanille)
- 1 Ei
- 1 Granatapfel

Das Mehl mit der Speisestärke und den Nüssen in eine Schüssel geben und vermischen.
Butter, Puderzucker, Salz und Vanille mit dem Schneebesen eines Handrührgeräts verrühren. Das Ei hinzugeben und unterrühren.
Die Mehlmischung hinzufügen und das Ganze erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 3 Stunden mit Frischhaltefolie abgedeckt kalt stellen.
Den Granatapfel entkernen und die Kerne auf einem Küchentuch etwas trockentupfen. Den Backofen auf 175°C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.
Den Teig zu walnussgroßen Kugeln formen, jeweils einige Granatapfelkerne unterkneten. Die Kugeln auf ein Backblech mit 2 Lagen Backpapier legen und etwas flachdrücken. In jeden Keks 3-4 Granatapfelkerne drücken und ca. 20 Minuten backen.
Ich habe diesmal die Kugeln etwas kleiner geformt und einfach nur einige Kerne auf die Oberfläche der Kekse gedrückt.

Habt ihr denn schon viele Plätzchen gebacken dieses Jahr? Ich merke gerade, dass ich unsere Vorräte durch meine Reihe hier schon mal gut auffülle, was toll ist, weil wir so wenigstens ein paar Plätzchen haben werden, selbst wenn ich im restlichen Advent nicht mehr zum Backen kommen sollte. Läuft also.

Macht's gut,
Catharina

Dienstag, 6. Dezember 2016

#simplifyyourweihnachtsbäckerei - Rezepte 1

Der Schwierigkeitsgrad, der von mir gebackenen Plätzchen sank im Laufe der Jahre indirekt proportional zur Anzahl meiner Kinder.

Was das konkret bedeutet, habe ich gestern versucht zu beschreiben. Heute soll es also losgehen mit den ersten Rezepten.
Einmal sind da die Nutellaplätzchen von Backgaudi. Die sind ein super Einstieg ins Easy-Backen, denn sie kommen mit lediglich 4 Zutaten aus: Nutella, Ei, Mehl und Backpulver. That's it. Man rührt den Teig zusammen und lässt die Kinder Kugeln rollen. Die Zweijährigen machen eher Würste draus, das sieht mit dem Schokoteig nicht sooo appetitlich aus, aber ich sehe das nicht so eng. (Und sobald die Zweijährige sich umdreht, räche ich mich für das Fingerprintmuster (siehe Post von gestern) und rolle die Würste zu schönen Kugeln... Ha!!!) Sind sie gebacken, kommt einfach Puderzucker drauf und dann muss man die Plätzchen entweder gut verstecken, sofern man an Weihnachten noch welche haben will, oder man backt einfach alle zwei Tage neue. Denn die sind schneller weg als man gucken kann.
Mein zweiter Tipp für heute sind Engelsaugen oder Husarenkrapfen. Das ist zwar ein klassisches Rezept, das aber trotzdem ganz einfach umzusetzen ist. Es wird ein Mürbteig geknetet, der in Kugeln gerollt wird. Dahinein sticht man mit einem Kochlöffelstiel Löcher, die mit Gelee gefüllt werden. Dazu gibt es 1001 verschiedene Rezepte. Allein den Mürbteig kann man natürlich ganz unterschiedlich zubereiten und dann kann die Füllung variiert werden. Meine Variante mache ich jedenfalls mit reinem Gelee. Es gibt Rezepte, da wird Marmelade genommen, erwärmt, durch ein Sieb gestrichen, mit Likör abgeschmeckt, usw. Das spare ich mir und verwende Gelee, das ich für zwanzig Sekunden in die Mikrowelle stelle. Mit einem Teelöffel fülle ich es in die Vertiefungen, fertig. Ein wichtiger Tipp für die Optik ist, dass man die gebackenen Plätzchen noch einmal mit flüssigem Gelee auffüllt. Das sorgt für einen schöneren Glanz.

Morgen habe ich die nächsten beiden Rezepte für euch. Bis dahin könnt ihr schon mal auf meiner Pinterest-Plätzchen-Pinnwand (Alliterationsalarm!) umschauen. :-)

Macht's gut,
Catharina

Montag, 5. Dezember 2016

#simplifyyourweihnachtsbäckerei Teil 1

Ich glaube, ich habe ein Plätzchentrauma. Denke ich an Plätzchen, denke ich an meine Kindheit, als meine Oma spätestens am Wochenende vor dem ersten Advent mit dem Plätzchenbacken begonnen hat. Sie hatte ein festes Repertoire an Rezepten, die sie alle in großer Stückzahl buk. Natürlich waren diese Plätzchenrezepte nicht aus der Kategorie 'Einfach backen', nein, da wurde gebacken, gefüllt, verziert und bestreut. Spätestens am 2. Advent stapelten sich dann schon in den kühlen Ecken des Hauses die Dosen. Selbstredend wurden diese Dosen vor Weihnachten nicht wirklich angerührt (außer man schlich sich heimlich hin und stibitzte schon mal eins oder zwei...). Es gab die unterschiedlichsten Sorten, es war quasi für jeden Geschmack etwas dabei und wir Kinder hatten alle unsere Lieblingsplätzchen.
Sowohl in Bezug auf die Quantität als auch auf die Qualität wurde ich dadurch sehr geprägt. Als ich anfing selbst Plätzchen zu backen, liebte ich aufwändige Rezepte. Ich verbrachte den Großteil der Adventswochenenden backend, probierte neue, ausgefallene Sorten aus und sammelte über die Jahre einen Karton voller Rezepte. So besitze ich alle Plätzchen Extra-Hefte der Brigitte seit 2003. Dazu kommen einzelne entsprechende Ausgaben der Freundin, Für Sie und diverser anderer Magazine. Ergänzt werden die Hefte von einigen Büchern und einer Loseblattsammlung. (Und nein, ich finde das nicht übertrieben. Irgendwann, eines Tages, kommt der Moment, an dem ich 3000 Plätzchenrezepte parat haben muss und dann werde ich bereit sein! :D ) Jedenfalls hatte ich offenbar Zeit zum und ganz bestimmt großen Spaß am Plätzchenbacken und ich konnte regelmäßig an Weihnachten Teller um Teller damit füllen.

Tja, es hätte alles so schön weitergehen können, wenn ich nicht eines Tages Kinder bekommen hätte. Denn - sind wir mal ehrlich - Plätzchen backen mit Kindern ist das reinste Nervenvernichtungsunternehmen. Sofern einem auch nur ein bisschen was am achtsamen Umgang mit Lebensmitteln liegt, müsste man das Ganze eigentlich schon an dem Punkt abbrechen, an dem die lieben Kleinen beim Teigkneten helfen wollen. Wenn so eine Vierjährige dann auch noch fachmännisch und selbstbestimmt den Teig ausrollt (grundsätzlich so, dass die eine Seite transparentpapierähnlich wird, die andere Seite noch ca. 1,5cm hoch ist), aussticht (grundsätzlich erst mal mit der falschen Seite des Ausstechers unten, mit zu wenig Mehl und immer zwei Motive überlappend) und die ausgestochenen Plätzchen im Anschluss liebevoll von der Arbeitsfläche kratzt, um sie auf dem Backblech zu platzieren, ist das nichts, bei dem ich gelassen zuschauen kann. Zumal es bei mir ja so ist, dass es nicht nur die eine Vierjährige gibt, sondern auch noch die Zweijährige, die, sobald man sich umdreht, lustige 3D-Fingerprintmuster auf den bereits ausgestochenen Plätzchenrohlingen hinterlässt; außerdem sind da auch die größeren Geschwister, die natürlich ebenfalls helfen wollen und es ohne größere Umstände schaffen, sich in kürzester Zeit um das Nudelholz, die coolsten Ausstechförmchen (ja, das ist der Realität entnommen...) und den besten Arbeitsplatz am Küchentisch zu zanken. Währenddessen ist Herr Zuckowski auf der CD, die ich, naiv-optimistisch wie ich bin, anfangs aufgelegt hatte, um uns in Stimmung zu bringen, von der Weihnachtsbäckerei zu Gloria (Hört ihr wie die Engel singen) gelangt, und ja, ich höre wie die Engel singen. Zumindest bilde ich es mir ein. 
Diese Ausstechplätzchenbackaktionen mache ich in jeder Adventszeit ein Mal. Meist ziemlich am Anfang, wenn ich entweder vergessen verdrängt habe, wie es wirklich ist, oder mal wieder so naiv-optimistisch bin, dass ich mir sage: "Ach, sie sind doch jetzt schon wieder ein Jahr älter. Das wird dieses Jahr alles schon viel besser funktionieren...!". Tut es natürlich nicht. Deshalb mache ich das immer nur ein Mal. Und danach kommt das Easy-baking!

Neben dem Arsenal an ausgefallenen "ordentlichen" Plätzchenrezepten habe ich inzwischen einige einfache Rezepte im Repertoire, die zwar einfach in der Herstellung sind, aber trotzdem was hermachen. Denn die Sache ist ja, dass ich natürlich meine Kinder mit einbeziehen möchte, weil ich weiß, wie gern sie backen. Außerdem - und da kommt wieder mein Plätzchentrauma ins Spiel - geht es bei mir einfach nicht ohne Plätzchenbacken. Das Backen an sich hat ja mitunter schon so was schöpferisch-meditatives wie das Nähen (vorausgesetzt man hat Ruhe dazu), das mache ich einfach gern. Und an Weihnachten gehören für mich volle Plätzchenteller auch dazu. Also mache ich eben Abstriche an manchen Stellen, wie beispielsweise der Aufwändigkeit, der Detailverliebtheit oder der Außergewöhnlichkeit der Zutaten, und backe so einfach wie nötig, so sorgfältig und liebevoll wie möglich.

Ich habe zum Teil Rezepte, die ganz einfach sind, damit die Kinder dabei viel selbst machen können und ich trotzdem nicht im Minutentakt Schnappatmung bekommen muss. Das heißt, die meisten Teige werden dabei schlicht zu Kugeln oder Stangen gerollt oder ausgerollt und in Streifen geschnitten. Das schaffen eigentlich auch die Kleinsten meistens ganz gut.
Dann habe ich noch einige Rezepte, die ähnlich einfach umzusetzen sind, wie die oben Beschriebenen, aber vielleicht doch ein paar besondere Zutaten brauchen oder mit ein bisschen mehr als Puderzuckerstaub verziert werden. Das sind dann die Plätzchen, die ich allein backe, vormittags oder abends. Denn was mir, neben Geduld und Gelassenheit bei der Kinderweihnachtsbäckerei, fehlt ist Zeit, all die aufwändigen Rezepte umzusetzen. Und so wird es eben bis auf weiteres mehr so die einfachen und dennoch raffinierten Plätzchen bei uns geben. Könnte schlimmer sein.

Jedenfalls startet hiermit die Woche des #simplifyyourweihnachtsbäckerei. Ab morgen stelle ich euch jeden Tag ein paar der Rezepte vor, die ich so backe. Teilweise sind es Rezepte, die ich schon oft gebacken habe. Es werden aber auch Rezepte dabei sein, die ich erst vor kurzem gefunden und dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiert habe. 
Nachdem sich bei Instagram eine große Nachfrage zu dieser Art von Rezepten zeigte, dachte ich mir, dass so eine Übersicht vielleicht ganz gut sei. Ich hoffe, euch gefällt die Reihe auch und ihr probiert das ein oder andere Rezept dann auch aus.
Falls ihr schon mal ein bisschen stöbern möchtet, empfehle ich euch mein Pinterestboard zum Thema. Dort sammle ich alle möglichen Plätzchenrezepte und werde versuchen auch alle Rezepte, die ich im Laufe der Woche hier zeige, dort zu verlinken, sofern ich sie nicht hier aufschreibe.

Macht's gut,
Catharina

Sonntag, 4. Dezember 2016

Adventsverlosung Teil 2

Letzte Woche habe ich es euch versprochen und hier ist er nun: der zweite Teil meiner Adventsverlosung.

Auch heute gibt es wieder Materialpakete zu gewinnen, diesmal nämlich für mein Freebook zum Filz-Haarschmuck.

Letzte Woche war einer meiner absoluten Lieblingsstoffshops Sponsor der Pakete. Für die heutigen Gewinne haben Farbenmix und ByGraziela sozusagen zusammengelegt. Beide haben eigentlich unmittelbar etwas mit meinem Filz-Haarschmuck zu tun. Mit dem Blättersweat von ByGraziela fing  alles an. Als ich der C letztes Jahr ein Kleid aus dem Blättersweat nähte, hatte ich die Idee ein passendes Haarband aus einzelnen applizierten Blättern und Herzen zu gestalten. In den Wochen danach entstanden immer mehr Haarspangen, -gummis und -bänder. Und seitdem gibt es immer mal wieder neue Teile, sobald ich eben einen passenden Stoff in den Fingern habe.
Nun ja und Sabine von Farbenmix (eigentlich ein toller Adelstitel, oder?! :D) hat die Enstehungsgeschichte meines Tutorials bei Instagram mitbekommen und mir immer wieder gute Tipps gegeben. Schlussendlich hat sie sogar das Freebook in den Farbenmixshop mitaufgenommen, was mich riesig freut. Farbenmix-Freebooks waren mit die ersten Anleitungen, nach denen ich genäht habe, umso mehr habe ich mich darüber natürlich gefreut, dass da jetzt auch eins von mir dabei ist.

Da die beiden so großzügig waren, kann ich dieses Mal gleich 6 Materialpakete verlosen. 2 könnt ihr hier gewinnen, 2 bei Facebook und 2 bei Instagram.
Ein Paket enthält Filz in verschiedenen Farben, Stoffstücke aus der ByGraziela Herz-Fuchs-Bär-Kollektion, Webband und Haarspangen und -gummis. Zusammen mit etwas Vliesofix, Bügeleisen, Nähmaschine und Heißklebepistole könnt ihr dann direkt loslegen und Filz-Haarschmuck zaubern. Ich finde, die Sachen eignen sich super als Weihnachtsgeschenke.
Für Haarspangen mit Webbändern gibt es übrigens bei Regenbogenbuntes ein tolles Tutorial. Und ich habe demnächst auch noch ein Tutorial für Haarbänder für euch, bei denen ihr die Webbänder verwenden könnt.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was ihr euch mit den Sachen so einfallen lasst.
Noch ist übrigens die Linksammlung zum Filz-Haarschmuck geöffnet. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch eintragt.

Jetzt aber mal zu den Teilnahmebedingungen:
  • Hinterlasse mir hier einen Kommentar und verrate mir, für wen du den Filz-Haarschmuck machen willst.
  • Ich freue mich, wenn du meinem Blog bei Bloglovin oder Google folgst.
  • Das Gewinnspiel startet jetzt und endet morgen, 5.12.2016 um 8 Uhr.
  • Anschließend werden unter allen Kommentaren zwei Gewinner ausgelost und per Mail benachrichtigt. Bei anonymen Kommentaren ist es also wichtig, dass ihr eine E-mail-Adresse hinterlasst. 
  • Teilnahmeberechtigt sind alle über 18 mit einer Postadresse in Deutschland.
  • Die Gewinner bekommen ihre Pakete dann im Lauf der Woche zugesendet.
  • Veranstalter des Gewinnspiels ist Madame Blanc - Catharina Weiß, vgl. Impressum
Wie gesagt, gibt es bei Facebook und Instagram auch jeweils zwei Pakete zu gewinnen. Es ist ausdrücklich erlaubt, überall mitzumachen. ;-) 
Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch viel Glück! 

Edit: Gewonnen haben: Schöne Dinge von Sonnenblume und Birgit Zischka 
Herzlichen Glückwunsch! Bitte schreibt mir eine Mail mit euren Adressen!

Macht's gut,
Catharina

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Ich will aber...

"Kinder geben einem ja so viel." Jetzt, wo gerade die Norovirus-Epidemie von der Grippewelle abgelöst wird, wissen die meisten Eltern um die tiefere Bedeutung dieses Satzes. :D Aber natürlich gibt es auch ernsthaft schöne Momente und Erlebnisse mit den Kindern, die einen wirklich bereichern.
Was ich von meinen Kindern definitiv gelernt habe, ist das "Ich will aber...!". Und ich meine nicht das "Ich will aber...!" des Zweijährigen, bei dem ein Überraschungsei an der Supermarktkasse die zentrale Rolle spielt. Sondern das "Ich will aber...!" der Vier- bis Achtjährigen, die damit einen Entschluss, eine Idee oder einen Wunsch umsetzen wollen. Meistens handelt es sich dabei um Dinge, die einem im ersten Moment idiotisch, wahnsinnig, unrealistisch also schlichtweg indiskutabel erscheinen.
Mein "Ach menno..."-Gesicht. (Das "Ich will aber...!"-Gesicht erspare ich euch... :D)
Im zweiten (oder auch dritten oder vierten) Moment entpuppen sich diese "Ich will aber...!"s oft als gar nicht so schlecht/schlimm/verwerflich oder stellen sich einfach als harmlos heraus. Sehr oft sogar entstehen daraus sogar schöne Erlebnisse, wenn man nämlich mal etwas macht, was man noch nie zuvor gemacht hat. Oder wenn man einfach mal etwas anders macht als sonst immer.
(Und ja, es gibt natürlich manches, das auch beim achten Mal drüber Nachdenken genauso idiotisch ist wie am Anfang und was man bitter bereut, wenn man sich doch hat dazu bequatschen lassen und was dann einer dieser "Hab ich's dir nicht gesagt...?"-Fälle ist. Aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte.)
Ich jedenfalls habe mir von dem "Ich will aber...!" ein bisschen was abgeschaut. Und ich meine damit jetzt nicht, dass ich mich bäuchlings auf den Boden werfe, wenn ein spontaner Kaufimpuls meinerseits nicht umgesetzt werden kann. Aber sich ab und zu ein "Ich will aber...!" oder auch ein "Warum eigentlich nicht...?" zuzugestehen, wenn man ansonsten eher nach Schema F verfährt, finde ich mittlerweile gar nicht schlecht. Zugegebenermaßen musste ich mich da erst ein bisschen herantasten. Und richtig gefährliche Sachen unternehme ich ja nun ohnehin nicht. Das Verwegenste, was ich in der letzten Zeit getan habe, war es wohl, diesen Rock zu nähen. (Jetzt bitte nicht lachen...) Und das kam so:
Den Anfang hatte das Shirt gemacht. Der Stoff ist eine Eigenproduktion von Hummelhonig, ein Albstoffe-Jaquard. Bei Stephie hatte ich den Stoff in hellgrau zuerst gesehen und bin dadurch auf Hummelhonig aufmerksam geworden. Eine wunderbare Seite voller Inspirationen: Schnittmuster, Tutorials und Freebies, fertige Bügelbilder, Stoffe und Bastelanleitungen. Geht unbedingt mal stöbern. Jedenfalls habe ich mich so ein bisschen in diese dunkelblauen CozyDots verknallt und bestellte kurzentschlossen. Genäht habe ich ein Jerseyshirt mit U-boot-Ausschnitt. Nachdem ich mein Kleid nach dem Schnitt so gern mag, wollte ich auch noch so ein Shirt haben.
Mein triumphales "Strike! Tschakka! Ätschbätsch! - Gesicht", wenn das "Ich will aber...!" zu einem guten Ende geführt hat.
Und dann, als das Shirt fertig war, machte ich mir Gedanken, wie ich es fotografieren wollte. Zuerst dachte ich an die Kombi mit einer Jeans, aber dann fand ich plötzlich einen Rock besser. Bei Mottenfrosch hatte ich kurz zuvor einen tollen leichten Jeans bestellt, ursprünglich für ein anderes Projekt. Aber dann fiel mir Frau Lilia von Hedi näht ein. Als der Schnitt im Sommer erschien, hatte ich ihn mir direkt gekauft, bis dahin aber nicht geschafft ihn zu nähen. Und plötzlich fand ich beide zusammen ideal: den schönen Jeans als lässigen Hüftrock. Aber würde das gehen? Also klar, natürlich würde es gehen, aber wäre es sinnvoll jetzt, wo schon fast Winter ist, einen Sommerrock zu nähen? Tatsächlich überlegte ich ein bisschen hin und her und an der Stelle kam dann das "Ich will aber...!" dazu, das mich diesen Sommerrock einfach nähen ließ. Das mir sagte: "Warum denn nicht? Mit einer warmen Strumpfhose und Stiefeln und Strümpfen geht das schon. Und irgendwann wird's auch wieder warm und dann trägst du ihn ohne Strumpfhose. Na los!" Et voilà! Da isser.


Am Ende bin ich also mal wieder sehr zufrieden mit meinen neu genähten Sachen. Das Shirt trägt sich toll und wird mich sicher durch den Winter begleiten.  Und der Rock darf definitiv an allen "Ich will aber...!"-Tagen ran und spätestens im Frühling wird er im Dauereinsatz sein. Denn ich mag ihn: seine Form, die Taschen, den Sitz. 

Wie ist das bei euch? Näht ihr nur vernünftig? Oder habt ihr auch so eure Trotzphasen?

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS




Sonntag, 27. November 2016

Adventsverlosung Teil1

Na, habt ihr alle schon die erste Kerze am Adventskranz angezündet? Ich habe es immerhin geschafft, auf den letzten Drücker gestern den Kranz, den ich vorgestern gekauft hatte, mit Kerzen und einem Minimum an Deko zu versehen. So steht einem stimmungsvollen ersten Advent nichts mehr entgegen. Hoffe ich zumindest. ;-) 

Allerdings muss ich gestehen, dass mir selbst noch ein bisschen die Adventsstimmung fehlt. Einerseits ist es ja noch November, andererseits rast die Zeit gerade mal wieder so schnell dahin, dass es mir vorkommt, als wäre gestern erst St. Martin gewesen. Dazu kommt noch Freizeitstress in Form von unzähligen Terminen der Kinder, meine Nähprojekte, die ich gern noch umsetzen möchte und dann sind da noch ein paar Aufträge. All das mache ich gern. Ich merke immer wieder, wie gern ich nähe und wie gut es mir tut. Aber - sind wir mal ehrlich - Weihnachtsstimmung oder Besinnlichkeit bringt es jetzt nicht gerade mit sich. (Außer vielleicht man hört dabei Bing Crosby und näht einen Tischläufer aus LebkuchenmännerStoff oder so...)

Aber unweigerlich fängt man ja im Advent auch schon ein bisschen an, das Jahr Revue passieren zu lassen. Und da ist bei mir, gerade was den Blog betrifft, viel passiert. Es gab etliche Herzensprojekte, ich habe Erfahrungen im Probenähen gesammelt und Bloggerfreundschaften geschlossen. Ich hatte jede Menge tolle Erlebnisse, online und offline. Und so habe ich mir gedacht, ich möchte euch ein bisschen was Schönes, Gutes zurückgeben:


um euch die Adventszeit zu versüßen, wird es an jedem Adventssonntag bei mir etwas zu gewinnen geben. Ich wollte gern nicht einfach nur eine Verlosung veranstalten, sondern das Ganze auch ein bisschen persönlicher machen und so haben alle Gewinne etwas mit meinen Herzensprojekten, meinen Freebooks, zu tun. Die Gewinne kommen zum Teil von mir selbst und wurden mir zum anderen Teil zur Verfügung gestellt von Partnern, mit denen mich etwas verbindet.
Den Anfang macht heute die Kindertasche. Auf Instagram könnt ihr zwei Materialpakete (eins für Jungs und eins für Mädchen) dafür gewinnen, die mir freundlicherweise von Kikilino zur Verfügung gestellt worden sind. Also schaut doch mal dort vorbei.
Heute findet das Gewinnspiel nur auf Insta statt, an den nächsten Sonntagen wird es aber auch hier und auf Facebook Teilnahmemöglichkeiten geben.  
Falls ihr noch eine Kindertasche nähen möchtet (z.B. als Weihnachtsgeschenk), findet ihr das Freebook hier.
 
Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit!
Macht's gut,
Catharina


Mittwoch, 23. November 2016

Frau Vilma

Ich bin hemmungsloser Optimist. Meinen Optimismus könnte man manchmal schon für Naivität halten. Natürlich kann ich nicht die Augen vor der Realität verschließen und - ganz im Gegenteil - mein Kopfkino rattert mit Vorliebe dann, wenn gerade alles gut scheint und spinnt sich alle möglichen Horrorszenarien zusammen. Aber am Ende, ja, am Ende da wird doch immer alles gut. Oder?! 
Zumindest mit diesem Stoff hier, Gina&Greg, gab es ein Happy End. Er war im Sommer in meinem Überraschungspaket von Lillestoff, das ich bei den LilleLiebLinks gewonnen hatte. Und im ersten Moment (und auch im zweiten und dritten, um ehrlich zu sein) konnte ich mit ihm nichts anfangen. Ich fand die Farben seien nichts für mich und ich tat mir mit dem Material schwer. Also kam er erst mal in die Ablage. ;-)
Modal ist ein sehr weicher und fließender Stoff. Er ist wahnsinnig angenehm beim Tragen und fühlt sich toll an. Allerdings ist er nicht unbedingt ein Figurschmeichler, da sich quasi alles darunter abzeichnet. Das bedeutet, man muss Schnitte finden, die dem entgegenwirken und die lockere, fließende Gewebe brauchen, um gut zu sitzen. So ein Schnitt war schon das Wickelkleid, das ich aus dem Bubbles genäht habe.
Und nun kam der richtige Schnitt für Gina&Greg vor einigen Wochen heraus und ich wusste, dass die beiden zusammengehörten. Nachdem der Stoff also ein paar Monate lang gut abgelagert wurde, hat er endlich seine Bestimmung gefunden. Happy End, wie gesagt. :-) 
Frau Vilma ist ein wunderbarer Schnitt. Er könnte neben Frau Fannie zu einem meiner Favoriten werden. Genäht ist das Kleid relativ schnell, durch die gedoppelten Vorderteile ist der Stoffverbrauch allerdings recht happig, so dass mir das Stück aus dem Überraschungspaket haarscharf gereicht hat. (Das ist auch der Grund, warum die Ärmel so knapp sind...) Laut Anleitung soll man an die Vorderteile einen Druckknopf anbringen, um zu verhindern, dass sie zu weit auseinanderfallen. In Ermangelung geeigneter Druckknöpfe habe ich die beiden Teile mit ein paar Stichen aneinander genäht. Da der Ausschnitt ja weit genug ist, ist das auch kein Problem.

Ich hoffe eigentlich, dass mir schon bald mal wieder ein anderer passender Stoff für Frau Vilma über den Weg läuft.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim AfterWorkSewing
Stoff: Gina&Greg
Schnitt: FrauVilma
Schmuck: H&M, Glück&Seligkeit