Donnerstag, 22. September 2016

Herbstelse aus Jaquard

It's Elsetime of the year. Frau Schneidernmeistern hat zum Elsenherbst geladen und alle kommen. 
Zumindest ist mein Instafeed in den letzten Wochen voller Einblicke, Ausschnitte und schon fertiger Herbstelsen gewesen.
Wer Else ist? Die Else ist eine, wenn nicht die eierlegende Wollmilchsau unter den Damenschnitten. Man kann aus ihr vom Shirt über einen Hoodie bis hin zum lässigen Kleid mit Tunnelzug oder wahlweise dem eleganten kleinen Schwarzen so ziemlich alles nähen was man sich gerade so vorstellt oder wünscht. Als der Schnitt vor zwei Jahren erschien habe ich ihn mir gleich gekauft und aus unerfindlichen Gründen bis zu diesem Sommer auf der Festplatte warm gehalten. 
Aber jetzt ist auch meine Elsenzeit gekommen und ich reihe mich in die illustre Runde der Elsenschwestern mit ein. Schon mein Sommerkleid beim Nähmob vor einigen Wochen war eine Else und da hatte ich ja bereits geschrieben, dass ich mir gern eine Herbstelse nähen wollte. Monikas Aufruf zum Elsenherbst war da eigentlich nur noch der Tritt in den Hintern, das Projekt auch wirklich durchzuziehen.
Als Stoff habe ich einen der neuen Jaquards von Lillestoff verwendet. Diese Stoffe sind wahnsinnig angenehm auf der Haut, man spürt die gute Qualität, finde ich. Und für ein Herbstkleid ist es das ideale Material, da es warm hält aber durch die Baumwolle trotzdem atmungsaktiv ist. Das Muster hat mich gleich angesprochen, als ich es in den Vorschaubildern entdeckt hatte.
Ob das nun meine Signatureelse ist? Schwer zu sagen. Dazu müsste ich mir erst mal selbst im Klaren sein, was meinen Signaturelook so ausmacht. Als ich mir diesbezüglich in den letzten Tagen Gedanken machte, kam ich zu dem Schluss, dass meine Kleidung vor allen Dingen unkompliziert sein muss. Denn mal ehrlich, ich habe vier Kinder und somit anderes zu tun, als ausgiebig über meine Garderobe nachzudenken. Dazu habe ich die Sachen auch gern in vertrauten, meist eher unauffälligen Farben. Allerdings mag ich schon auch ein bisschen das Besondere. Alltagstauglich muss es sein, aber durchaus auch einen gewissen Chic haben. Ihr merkt schon, da wären wir schon wieder bei der eierlegenden Wollmilchsau: praktisches, lässiges, chices und gewisses Etwas. Zumindest habe ich da mit der Else schon mal den passenden Schnitt, denn Kleider trage ich in den letzten Jahren immer mehr auch im Alltag. Und eigentlich passt auch dieses spezielle Kleid sehr gut zu mir. Klassisch schwarz-weiß, mit der farbigen Strumpfhose aber doch irgendwie besonders und zumindest nicht langweilig. Alltagstauglich ist es auch, mit ein paar anderen Kombipartnern kann ich es mir auch zu festlichen Anlässen vorstellen. Also eigentlich bin das schon ich und ich finde, diese Else passt gut zu mir. 
 Die Entstehungsgeschichte der Bilder zum heutigen Post jedenfalls entspricht definitiv meinem Signaturestyle. Zuerst hatte ich nämlich am Dienstagabend meinen Mann fotografieren lassen. Ein Teil der Fotos war auch ganz nett, auf dem Großteil fand ich mich allerdings eher unvorteilhaft getroffen. Also zog ich am Mittwochmorgen mit Stativ in den Garten und schoss selbst noch eine Runde Bilder. Und auch wenn ich mir größte Mühe gab, das Stativ gerade auszurichten und mich korrekt in Position zu werfen, gelang es mir einfach nicht immer. Und so sind die Bilder heute wie so oft bei mir perfekt unperfekt. Mal zu viel Licht, mal zu viel Schatten, mal bin ich nur halb drauf (ausgerechnet dann, als ich eine gute Pose und einen schönen Gesichtsausdruck hatte...) und mal mache ich komische Sachen mit meinem Fuß... Aber das bin ich, so ist das meistens, wenn wir für den Blog fotografieren und insofern ist das wohl ziemlich genau mein Signaturestyle. :D
 
 Mal sehen, wie viele Herbstelsen sich heute so bei Rums tummeln...  Und mal sehen wie viele Herbstelsen sich ab morgen zum Elsenherbst bei Schneidernmeistern einfinden.

Macht's gut,
Catharina

Donnerstag, 15. September 2016

Mein Outfit für Lillestoff Nr.3 oder wie ich mir einmal ein Kleid schön schlief

Aller guten Dinge sind drei, oder?! Diese Woche auf jeden Fall, denn hier ist das dritte meiner Lille-Outfits für das Lillestofffestival am Wochenende.
Als Bubbles erschien, wollte ich ihn unbedingt haben, denn mir gefiel das Design sehr. Außerdem hatte ich ziemlich schnell den konkreten Plan daraus ein Wickelkleid zu nähen. Ich habe bereits ähnliche gekaufte Wickelkleider, also welche mit größeren Mustern und war überzeugt, dass das ein tolles Kleid werden würde. Außerdem ist die Qualität des Stoffes prädestiniert für solch ein Kleid, es ist ein wahnsinnig weicher, schön fließender Modal, der sich beim Tragen sehr gut anfühlt.
Als Schnitt wollte ich das Rachel Wrapdress von Maria Denmark nehmen. Ich hatte bereits vor einiger Zeit mal einen anderen Wickelkleidschnitt ausprobiert, der mich allerdings nicht wirklich überzeugt hat. Die Schnittführung des Rachels entspricht aber ziemlich genau den Kleidern, die ich hier schon im Schrank hatte, also war ich mir sehr sicher, dass es mir gut passen würde.
Letzte Woche dann machte ich mich ans Nähen. Schon beim Zuschneiden verfluchte ich in Gedanken (und auch laut) meinen Plan, dieses Kleid aus diesem Stoff zu nähen, denn so schön die Haptik des Stoffs ist, zum Zuschneiden ist er ziemlich schwierig, weil er sehr flutschig ist. Außerdem sind die Schnittteile des Kleides sehr groß und ich musste auf dem Boden zuschneiden, was ich überhaupt nicht mag. Aber ich quälte mich durch und nach ein bisschen Puzzlearbeit hatte ich am Ende alle Teile zugeschnitten. Das Nähen ging dann wieder sehr gut und sogar recht schnell. Total euphorisch zog ich das Kleid an, trat den Gang vor den Spiegel an ... und war entsetzt. Es sah eher aus als trüge ich einen extravaganten Morgenmantel. Der Schnitt gefiel mir plötzlich nicht mehr und das Muster war mir viel zu wild. Ich wechselte die Vorderteile, also wickelte andersherum, das half etwas, aber ich war grenzenlos enttäuscht. Dazu muss gesagt werden, dass es ziemlich spät am Abend und ich durch vorherige Nähabende sehr müde war...
Am nächsten Morgen schlüpfte ich noch einmal in das Kleid und tatsächlich war es besser. Es brauchte auch dann noch einen zweiten und dritten Blick in den Spiegel, aber dann war alles gut. Ich sah das Kleid, das ich die ganze Zeit über schon vor Augen hatte. Das Kleid, das ich nähen wollte. Sehr erleichtert, dass eine Nacht voll Schlaf dieses (Luxus-)Problem gelöst hatte, verdonnerte ich direkt den M zum Fotografieren. (Beim nächsten Mal warte ich lieber wieder auf den Mann, aber ich war so froh, dass mir das Kleid dann doch noch gefiel...)
Nachdem bei Instagram so viele das Kleid schön fanden und Sonntags beim Festival sein werden, habe ich beschlossen, das Kleid dann zu tragen. Das erleichtert hoffentlich auch das ins-Gespräch-kommen. :-) Ich muss ja zugeben, dass das nicht unbedingt meine große Stärke ist, von daher baue ich jetzt einfach mal darauf, dass das Kleid mir dabei hilft. Also: wer mich sieht und Lust zum Quatschen hat, spreche mich bitte an! Ich freue mich!

Macht's gut und vielleicht bis zum Wochenende,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Mittwoch, 14. September 2016

Mein Outfit für Lillestoff Nr.2 oder wie ich einmal ein Schnittmuster hackte

Am Wochenende ist das Lillestofffestival und ich fahre hin. Ehrensache, dass ich etwas Genähtes aus Lillestoffen anziehen möchte. Gestern habe ich euch schon mein erstes Stück gezeigt: eine Marigoldbluse aus dem Charlotta Purple Jersey.
Heute kommt mein zweites Outfit: ein Lisbon-Cardigan.
Ja, er hat nur wenig Ähnlichkeit mit dem Cardigan, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, beruht aber tatsächlich auf dem gleichen Schnitt.
Als wir gerade dabei waren, die Designbeispiele für Nähconnection zu nähen, kam meine Bestellung mit den Jaquards an. Die Stoffe gefielen mir auf Anhieb so gut, dass ich wenigstens einen umgehend vernähen wollte. Gesagt getan, ich schnitt ihn zu, hackte aber das Schnittmuster ein bisschen. Ich habe nämlich nur die Ärmel, das Rückteil und die Vorderteile zugeschnitten und vernäht, wobei ich die Vorderteile jeweils um 10cm zur Mitte hin verlängert habe. Die Belege und Knopfleisten habe ich komplett weggelassen. Anstatt zu säumen habe ich die Kanten einfach nur mit der Overlock versäubert.
Der Jaquard hat eine tolle Qualität, fühlt sich wahnsinnig weich an und das Muster gefällt mir total gut. Ich bin sehr froh, dass ich neulich etwas davon ergattern konnte. Ein anderes Motiv habe ich auch noch gekauft, daraus soll ein Kleid werden. Ich bin wild entschlossen, diesen Herbst und Winter jede Menge Kleider zu tragen. (Und hoffe sehr, dass ich die Zeit finde mir genug zu nähen, bis der Herbst dann auch wirklich da ist.)
Habt ihr's erkannt? Unter dem Cardigan trage ich meine Bellah vom Sewalong. Passt perfekt, finde ich.
Einpacken werde ich meinen gehackten Lisbon Cardigan auf jeden Fall. Ob es dann auch kalt genug ist, dass ich ihn beim Festival am Wochenende tragen kann, weiß ich noch nicht.
Morgen habe ich dann noch das letzte Teil zu zeigen: ein Rachel Wrapdress. Das erste dieser Art, das ich genäht habe, aber sicher nicht das letzte. Definitiv ein neues Lieblingsteil im Schrank, auch wenn es erst etwas anders aussah. Mehr dazu dann morgen.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim AfterWorkSewing

Dienstag, 13. September 2016

Mein Outfit für Lillestoff Nr.1 oder wie ich einmal aus Spaß Ernst machte

Wow, zwei Posts an einem Tag! Aber besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. ;-)
Besondere Zeiten? Ja, denn am Wochenende ist das Lillestofffestival und ich fahre hin!!! 

Yay! Das ist sooo cool. Diese Möglichkeit verdanke ich Christine von Lecker&Nähen, die leider nicht zum Festival fahren kann und deshalb ihre Karten verlost hat. Und ich war die Glückliche, die ihr Ticket übernehmen durfte. Vielen lieben Dank noch mal, Christine! Du hast mir damit eine riesengroße Freude gemacht.
Meine Liebe zu den Lillestoffen ist ja in den letzten Monaten stark gewachsen. Und so habe ich jetzt ganze drei Outfits aus und mit Lillestoffen, die ich zum Festival mitnehmen werde. Hier ist das Erste.

Noch nie war ich bei so einem großen Treffen wie dem Lille-Festival dabei und habe so eine Sammlung der talentiertesten und kreativsten Nähblogger getroffen. Allein schon, dass ich endlich mal einige der Nähconnection-Mädels treffen werde, macht mich nervös und total aufgeregt. Denn diese Crew ist schon ein ganz besonderer Haufen, im allerbesten Sinne wohlgemerkt. :-)
Sie haben mich auch auf die Idee gebracht, eine Marigold aus Jersey zu nähen. Marigold hatte ich ja im Rahmen des Wild and Beautiful Schnittpakets im Frühsommer genäht und mich ein kleines bisschen in den Schnitt verliebt. Er ist wahnsinnig vielseitig (kann als Kleid in verschiedenen Längen, Rock oder Bluse genäht werden) und ein totaler Figurschmeichler. Genäht hatten ihn fast alle aus dem Nähconnectionteam und so wurde gleich der Vorschlag ausgesprochen, dass wir uns auf dem Lillestofffestival mit unseren Marigolds treffen. Ausgelegt ist Marigold allerdings für Webware, aber irgendwie packte mich der Ehrgeiz, denn ich dachte, es müsse doch auch eine Lillestoff-Marigold geben. Ja, natürlich hat Lillestoff auch ein paar schöne Webware-Designs im Angebot, aber ich wollte ungern neuen Stoff ordern, sondern lieber den Lagerbestand etwas verkleinern. ;-) Außerdem hat es mich einfach gereizt, zu testen, ob Marigold auch aus Jersey funktionieren würde.
Und ich kann stolz verkünden: das tut es. Ich habe (auch weil die Stoffmenge nicht gereicht hätte) kein Kleid, sondern die Bluse genäht. Dabei habe ich eine Größe kleiner zugeschnitten, ansonsten aber alles wie in der Anleitung genäht. Die Knopfleiste habe ich mit Bügeleinlage verstärkt, beim Kragen habe ich das leider vergessen. 
Überhaupt, der Kragen. Als ich zu nähen begann dachte ich, dass ich ja noch andere Änderungen als lediglich ein Ignorieren der Stoffempfehlung vornehmen könnte. Mit Kathrins superchicer Version vor Augen schnitt ich beherzt den Ausschnitt etwas größer zu und fasste ihn mit einem Jerseystreifen ein. Das Ergebnis war ernüchternd, es mutete mehr wie ein Schlafanzug an als eine Bluse. Also trennte ich die Einfassung wieder auf und setzte doch noch den Kragen an. Dabei vergaß ich eben die Einlage, was allerdings nicht ganz so schlimm ist, wie ich meine. Trotzdem würde ich bei einer nächsten Bluse doch wieder Einlage verwenden. Sie gibt dem Kragen einfach mehr Stand, lässt ihn sichtbarer werden.
Ich bin jedenfalls sehr glücklich mit meiner Bluse. Das Lila des Charlotta-Jerseys ist toll. Schön kräftig, aber durch das ton-in-ton-Muster nicht zu aufdringlich. Eigentlich eine perfekte Herbstfarbe. Diese Marigold ist quasi schon in den Koffer für Langenhagen eingepackt. Ich denke, ich werde sie gleich am Samstag tragen. Wer von euch wird denn auch dort sein? Schreibt mir doch einfach kurz einen Kommentar. Ich fände es toll, mit möglichst vielen mal 'in echt' zu reden. 

Morgen und übermorgen zeige ich euch meine nächsten Sachen fürs Festival. Ich würde mich freuen, wenn ihr noch mal vorbeischaut. :-)

Machts gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge


Schultüte

Endlich ist der große Tag da. Heute wird der L eingeschult.
So lange hat er darauf gewartet und sich gefreut. Ich habe bereits den ersten Elternabend hinter mir und bin vor allem gespannt auf die nächsten aufregenden Tage und Wochen.

Zuerst bin ich jetzt aber gespannt, ob dem L seine Schultüte gefällt. Traditionell (zumindest bei uns...) habe ich sie passend zum Schulranzen gestaltet.
was kommt in die Schultüte?
Als Schnittmuster habe ich das Freebie von Pattydoo verwendet. Vielen Dank dafür! Die Schnittteile habe ich etwas verändert, indem ich die Trennungslinie nach unten verlegt habe. Diese Aufteilung gefiel mir besser.
Anfangs fand ich es etwas schwierig, einen passenden Musterstoff zu finden. Dann lachte mich aber im Stoffgeschäft der CrissCross aus der Kamehameha-Serie von Hamburger Liebe an, der tatsächlich erstaunlich gut dem Muster auf dem Ranzen entsprach.  Ein einfarbiger marineblauer Kombistoff drängte sich quasi auf, also war das schon mal klar. 
Als weiteres Element sollte natürlich der Name auf die Tüte und ich wollte das Motiv des Ranzens, den BMX-Fahrer, aufgreifen. Mein eigentlicher Plan war es, das Originalmotiv in eine Plotterdatei umzuwandeln. Dies wollte mir allerdings nicht so recht gelingen, also wich ich auf ein anderes Bild aus, das ich dann in verschiedenen Größen plottete. Um dem Ranzenmotiv wieder etwas zu entsprechen plottete ich noch einen Klecks aus neongrüner Flockfolie als Grundlage für den Namensschriftzug.
Alles in allem bin ich ganz zufrieden mit der fertigen Tüte. Es war mal wieder ein Projekt, das erst während des Nähens und Tuns Gestalt angenommen hat, da ich vorher kein komplettes Konzept hatte. Eigentlich sind das ja oft auch die schönsten Projekte, die über Umwege zum Ziel führen und die dann am Ende vielleicht etwas anders sind, als man es sich zuvor vorgestellt hatte, die einem aber trotzdem oder gerade deshalb so gut gefallen.

Mögt ihr auch noch den Inhalt der Schultüte sehen?
was kommt in die Schultüte?
Von links nach rechts gibt es Gummibären in der Lieblingssorte, Klebeband (der große Renner hier momentan...), Kratzpapier, ein Jojo, Schutzengelbüchlein, Sägelineal, ABC-Zauberduell, Flaschentornado, Luftballonboot, Russisch Brot, Haribo Bärenschule, Moody (nach dem Schnittmuster von Aprilkind, leider nicht mehr erhältlich)
Großartig - auch schon bei der Einschulung des M - waren/sind diese Stiftekekse nach der Idee von Backgaudi
Sie sind gar nicht so schwer zu machen und ein toller Hingucker.

Nun wünsche ich allen neuen Erstklässern einen tollen Schulstart.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Plotterliebe, Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge

Donnerstag, 8. September 2016

Lisbon Cardigan

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Metereologisch ist der Herbst schon da. Zum Glück kennt das Wetter die Metereologen nicht so gut und macht einfach was es will und so haben wir jetzt noch ein paar wunderbare Spätsommertage. Wenn dann aber der Herbst doch kommen sollte, bin ich jetzt gerüstet. Denn Herbstzeit ist für mich Cardiganzeit.
Cardigans trage ich nämlich eigentlich ganzjährig, im Herbst aber besonders gern. Jäckchen zum mal-eben-schnell-drüberziehen wenn es schon frisch wird, es für eine richtige Jacke aber noch zu warm ist. Total gern mag ich aber auch Jäckchen, die ein Outfit erst noch vervollständigen. Und je nach Stil der Jacke kann ein Look damit gleich ganz anders wirken.
So eine Jacke ist der Lisbon Cardigan, den es ab heute frisch auf Deutsch übersetzt bei Nähconnection gibt. Auf den ersten Blick ist es ein Schnitt für ein ganz klassisches Strickjäckchen mit Knopfleiste. Wenn man aber schon ein bisschen Näherfahrung hat, weiß man, dass die vermeintlich simplen Basicschnitte meist viel Potential mit sich bringen. Wie eine weiße Leinwand, die man nach den eigenen Vorstellungen gestalten kann, kann man Basicschnitte durch die Stoffwahl und kleine Änderungen oder Extras zu besonderen Lieblingsteilen werden lassen. Und dem eigenen Stil anpassen.
Bei "meinen" Cardigans mag ich es tatsächlich vor allem basic und klassisch, denn so sind sie am besten zu kombinieren. Ein gewisses Etwas dürfen sie aber trotzdem gern haben finde ich, also zum Beispiel besondere Details oder eine ungewöhnliche Form.
Zur ungewöhnlichen (oder zumindest etwas abgewandelten) Form kommen wir nächste Woche. Heute seht ihr meine klassische Version des Lisbon Cardigans. Genäht habe ich ihn aus weichem Strick, den ich bei Evli's Needle in Würzburg gekauft habe. Tatsächlich hatte ich ihn gekauft, um eine Strickjacke daraus zu nähen und da kam mir der Lisbon gerade recht.


Der Schnitt kann in zwei Varianten genäht werden: lang und kurz. Das heißt, es gibt sowohl das Jäckchen selbst in zwei Längen, als auch die Ärmel. So kann man theoretisch mehrere verschiedene Varianten nähen. Ich habe hier die kurzen Längen gewählt. Um genau zu sein, habe ich die Schnittteile sogar noch einmal gekürzt (wie das geht, bzw. auch das Verlängern, steht in der Anleitung, bzw. es sind in den Schnittteilen sogar die Linien dafür eingezeichnet). Bei mir war nämlich mal wieder alles zu lang, sprich die kurze Länge entsprach bei mir der langen Länge.

Den Rock, den ich auf den Bildern trage, kennt ihr noch aus der Wild and Beautiful - Kollektion. Ich finde, er passt prima zu dem Cardigan. Den Schnitt bekommt ihr im Nähconnectionshop. Mein Tipp: zugreifen! ;-) Falls ihr Inspiration dafür braucht, schaut mal auf dem hconnection-Blog vorbei, da gibt es alle Beispiele der Designnäherinnen zu sehen. Ich bin jedenfalls total begeistert.

Nächste Woche zeige ich euch noch meinen zweiten Cardigan. Eine etwas andere, lässige Variante, die turboschnell genäht ist.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: RUMS

Dienstag, 6. September 2016

Bookkids

Heute in einer Woche ist es soweit und der L kommt in die Schule. Seit Wochen, ach nein, seit Monaten wartet er auf diesen Tag und ich hoffe sehr, dass alles so wird, wie er sich das vorstellt. Nicht nur am ersten Schultag selbst, sondern auch an all den anderen Schultagen, die darauf folgen werden.

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Für ein passendes Outfit zur Einschulung habe ich jedenfalls schon mal gesorgt. :D Vor einiger Zeit suchte Stoffonkel nämlich Designnäherinnen für die Bookkids-Stoffe und ich durfte dabei sein. Ich entschied mich für die senfgelbe Variante des Jerseys und wählte dazu noch braune Kombistoffe aus: Kuller und Bündchen.
Einen Schnitt hatte ich recht schnell ausgesucht, denn für so ein Einschulungsoutfit darf es schon mal etwas feiner sein. Und so wurde es das Perfect Polo Shirt von Blankslatepatterns, das es auf Deutsch bei Nähconnection gibt.

Anfangs hatte ich tatsächlich Angst vor meiner eigenen Courage, mir ausgerechnet ein Poloshirt in den Kopf gesetzt zu haben. Zwar habe ich in den letzten Monaten einige Krägen genäht, aber solche Knopfleisten sind mir bisher noch nie gut gelungen. Doch die Zeit drängte und das Poloshirt sollte es ja unbedingt sein, also machte ich einfach und es wurde tatsächlich was. Dazu muss ich sagen, dass die Anleitung richtig gut ist. Sie führt durch alle einzelnen Schritte und wenn man kein blutiger Anfänger ist, kriegt man dieses Shirt gut hin.
Ursprünglich hatte ich die Vision eines kompletten Outfits im Kopf: Shirt, Hose und Kappe. Leider war mal wieder die Zeit etwas knapp und so entschied ich mich um und nähte statt Hose und Kappe zum Shirt noch eine Jacke. Als Schnitt dafür benutzte ich Herzblatt, die Collegejacke von Fred von Soho. 
 Auch die Jacke ist natürlich kein mal-eben-zwischendurch-Projekt, aber auch hier hilft die Anleitung gut weiter. Den braunen Steppsweat habe ich für das Projekt extra besorgt, aber meiner Meinung nach eignet er sich perfekt für so eine Jacke. Und auch der Braunton fügt sich gut ein. Das Bündchen vom Stoffonkel ist nämlich noch einen Tick brauner dunkler, so dass es sich noch mal vom Sweat absetzt, was in dem Fall richtig gut aussieht. Das Einzige, das mich ärgert ist, dass es keine senfgelben KamSnaps gibt. So im Nachhinein wären wohl doch ton-in-ton Knöpfe die bessere Lösung gewesen. Vielleicht ändere ich das sogar noch. Denn dem L gefällt die Jacke - und auch das Shirt - sehr gut und ich habe die Hoffnung, dass er die Sachen tatsächlich tragen wird. :-)
 Passend zur Jacke haben wir dem L noch eine Schmalzlocke verpasst. Das Posen hat er eh drauf. :-)


 Die Details der Jacke finde ich toll. Durch den Beleg innen, die Paspeltaschen und den applizierten Buchstaben kommt der Motivstoff noch mal zur Geltung und rundet das Gesamtbild ganz gut ab. Überhaupt die Paspeltaschen. Was für eine Offenbarung! Meine ersten dieser Art und ich bin total angefixt. Auch diese Anleitung ist spitze und führt einen toll durch die einzelnen Schritte, so dass die Taschen tatsächlich relativ unproblematisch waren. Einzig, dass man jetzt den Bücherstapel auf dem Eingriff sieht und nicht das Gesicht des Kindes, ärgert mich ein bisschen, denn das wollte ich ursprünglich anders haben. Aber das tut der ganzen Sache ja keinen Abbruch. Ich habe Paspeltaschen genäht!!! *freu*


Ich stelle immer wieder fest, dass man sich beim Nähen einfach mal was trauen muss. Natürlich braucht man auch Übung und man muss sicherlich einige Fehler machen, aus denen man etwas lernt. Aber so mit der Zeit gewinnt man Sicherheit und Selbstvertrauen. Und daraus wächst der Mut, Neues anzugehen und sich an Dinge zu wagen, die zuvor noch weit entfernt erschienen. Eigentlich ist das ein guter Vergleich zur Schule. Im besten Fall kommt man auch dort weiter, weil man sich Neues (zu)traut, auch mal Fehler macht und daraus lernt. Und so hoffe ich, dass der L auf diese Weise Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnt. Es wird auf jeden Fall eine spannende Zeit für uns alle.

Nächste Woche zeige ich euch dann noch die Schultüte (die bis dahin hoffentlich fertig ist...). 

Macht's gut,
Catharina 

Verlinkt bei: HoT, Dienstagsdinge