Dienstag, 16. Mai 2017

Ich näh mir ein Dirndl - Teil 3

Soooo, das hat jetzt tatsächlich länger gedauert, als geplant, aber hier ist Teil 3 meines persönlichen Dirndl Sewalongs.
Wenn ihr wissen möchtet, wie es bisher voranging, könnt ihr es in Teil 1 und Teil 2 noch mal nachlesen. In den letzten zwei Wochen habe ich nicht ganz so viel geschafft, wie ich es gern getan hätte, aber zumindest habe ich die Erfolgsmeldung zu verkünden, dass das Dirndl selbst jetzt fertig ist. Ich habe nämlich die Froschgoscherlborte angenäht und den Reißverschluss eingesetzt.
Einer der schönsten nahtverdeckten Reißverschlüsse, die mir bis jetzt gelungen sind. ;-) Nicht, dass es so unendlich viele gewesen sind, aber ich freu mich einfach, dass es diesmal gut geklappt hat.
Tja, und dann habe ich noch an meinem "Janker" weitergearbeitet. Ursprünglich war die Idee, dass ich mir einen richtigen Janker aus Walk nähe. Bei Pinterest habe ich etliche Beispiele auf meiner Dirndl-Pinnwand gesammelt. Dann kam mir aber die Idee einer - etwas einfacheren - Strickjacke, die ich mit Spitze oder Posamentenborte und Stickereien pimpen wollte. Auf die Strickjacke kam ich, als ich den Knit Knit von Albstoffe und Hamburger Liebe in der Hand hatte. Die Optik passt natürlich ziemlich perfekt zum Trachtenlook. Und verziert und aufgehübscht würde so ein Cardigan dann auch eine ordentliche Dirndljacke abgeben.
Als Schnitt habe ich mir den Cardigan mit Schalkragen von Lillesol und Pelle ausgesucht bzw. die liebe @apfelgruenliebe hat mich bei Instagram draufgestoßen. Der Cardigan hat ja von sich aus schon einen Blazer-Look; mit der schmalen Blende, wie ich sie verwendet habe, entsteht ein Stehkragen, wodurch der fertige Cardigan fast schon von allein wie ein Janker aussieht.  Leider ist der Stoff um die Stickereien herum etwas ausgeleiert, so dass die Jacke an diesen Stellen wellig geworden ist (Beim nächsten Mal werde ich dann auch daran denken, Vlies unterzubügeln... Aber irgendwie dachte ich, dass das Soluvlies, das ich ja immer obendrüber spanne, ausreichen würde.)
Auch deshalb habe ich mich dazu entschieden, die Jacke so zu belassen. Ursprünglich wollte ich ja auch Spitze oder Borte verwenden und noch mehr Stickereien aufbringen, aber irgendwie hat sie mir dann doch schlichter besser gefallen.
Am Wochenende habe ich mich dann auch schon mal mit den Accessoires beschäftigt. Schmuck habe ich ja schon, aber ich brauche noch etwas für die Haare. Ich möchte mir gern einen Haarkamm gestalten. Dafür habe ich Kunstblumen, Federn und Trachtenknöpfe besorgt. Wie genau ich die Einzelteile am Ende zusammenfüge, weiß ich noch nicht genau. Ich habe auch schon überlegt, noch etwas zu sticken. Mal schauen, solche Dinge entscheide ich ja gern spontan... ;-)
Außerdem soll es auch noch eine Tasche geben. Dafür habe ich Filz und einen Verschluss aus dem Fundus eingeplant. Auf die Klappe möchte ich gern den Rest der Froschgoscherln aufbringen und evtl. noch etwas aufsticken. 
Ein bisschen was gibt's also noch zu tun, bis das Dirndl-Outfit steht.

Stand der Dirndl-Dinge:
- Kleid fertig
- Jacke fertig
- Schürze zugeschnitten

Nächste Schritte:
- Schürze nähen
- Bluse nähen 
- Accessoires machen

Macht's gut,
Catharina

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Mittwoch, 26. April 2017

Nore Dress

So langsam kann man ja mal anfangen, Sommerkleider zu nähen. Auch wenn das Wetter gerade nicht so frühlingshaft anmutet, bin ich guten Mutes, dass wir ganz bald die Kurzarmshirts brauchen werden.
Meine Mädels haben jedenfalls schon mal die ersten Kleider mit kurzen Ärmeln bekommen. 
Als Schnitt habe ich das Nore Dress* verwendet. Es ist ein angenehm lockerer Kleid- und Shirtschnitt, der mit verschiedenen Unterteilungen und Taschen oder aber auch ganz einheitlich genäht werden kann. Ich habe mich bei beiden Kleidern für die Einsätze im Vorderteil mit Taschen und den geteilten Rücken entschieden.
Ich mag ja solche Schnitte ganz gern, weil man schöne Stoffdesigns richtig gut in Szene setzen kann. Hier habe ich die Rosen aus der 72ppi Pixel Kollektion mit Lillestoff Jeansjersey kombiniert. Mir gefällt der Look der pixeligen Blumen total gut. Die Mädels mochten sie auch und sogar die Brüder und der Mann haben sich erkundigt, wo denn der Stoff her wäre, "das sieht ja aus wie Minecraft...!" :D (Den Let's Play habe ich für meine Söhne hier auch noch liegen. Daraus will ich ihnen T-Shirts nähen, damit der Gerechtigkeit Genüge getan ist.)
Taschen mögen ja alle Kinder irgendwie gern, oder?!
Die F hat ihr Kleid dann auch direkt einem Belastungstest unterzogen. :-) Ich war ja anfangs diesbezüglich etwas skeptisch, denn entgegen meiner bevorzugten Nähweise kann man dieses Kleid dann nicht "mal eben schnell mit der Ovi zusammentackern". Nein, die Einsätze und Taschen werden Schritt für Schritt mit der Nähmaschine eingenäht. Und da war ich dann eben doch skeptisch, ob diese Nähte unserer Standardbeanspruchung standhalten würden. Aber das taten sie.
Und hübsch anzusehen sind die Details allemal, finde ich.
Meine Töchter hatten jedenfalls eine Menge Spaß beim Fotos machen. (Nicht zuletzt dank des großen Bruders, der im Hintergrund Faxen gemacht hat, um die Damen bei Laune zu halten...)

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim AfterWorkSewing

Schnitt: Nore Dress (*Werbung: der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestelllt.*)
Stoffe: 72ppi Pixel Roses, Jeansjersey

Dienstag, 25. April 2017

Ich näh mir ein Dirndl - Teil 2

Schneller als gedacht geht es hier weiter in meiner kleinen Dirndl-Reihe.
Letzte Woche habe ich im ersten Teil ein bisschen was zu meinen Beweggründen und zur Stickerei geschrieben. Heute kann ich tatsächlich schon Fortschritte präsentieren.
#ichnähmireindirndl
Wie ihr sehen könnt, habe ich die Teile des Mieders zusammengefügt und auch schon den Rock angenäht. Die Seite ist allerdings noch offen, den Reißverschluss muss ich noch einnähen. Letzte Woche hatte ich geschrieben, dass ich an den Ausschnitt eine Paspel nähen wollte.
#ichnähmireindirndl
Tatsächlich habe ich auch eine Paspel aus dem Schürzenstoff hergestellt. Die habe ich jetzt aber nur in die Nähte auf der Rückseite eingenäht. 
#ichnähmireindirndl
Beim Ausschnitt habe ich mich spontan umentschieden und eine Froschgoscherlborte gemacht. Schon ziemlich am Anfang, als ich auf Ideensuche für das Dirndl war, ist mir diese Art von Borte ins Auge gefallen. Dass ich tatsächlich eine selber machen würde, hätte ich allerdings zuvor mal wieder nicht gedacht. Nachdem ich aber die Paspel-Ausschnitt-Lösung verworfen hatte und die Posamentenborten, die ich gekauft hatte, nicht so richtig passen wollten, beschäftigte ich mich doch noch mit den Froschgoscherln. Ich finde ja allein den Namen schon richtig großartig. Ob man wohl nach ein oder zwei Mass Bier noch drei mal hintereinander fehlerfrei Froschgoscherlborte sagen kann? ;-) Na jedenfalls habe ich mal wieder nach Tutorials gesucht und bin fündig geworden. Genäht habe ich meine Borte jetzt nach der Anleitung von You and I heart DiY; allerdings habe ich mich auf verschiedenen anderen Seiten quasi ins Thema eingelesen und mir beispielsweise die erforderlichen Maße für das Ausgangsband bei Andreas Anleitung abgeschaut. Der Vorteil der Variante von You and I heart DiY ist, dass man sich beim Faltennähen gewissermaßen einen Arbeitsschritt spart. 
#ichnähmireindirndl
Auf diesem Bild kann man sehen (oder wenigstens erahnen), wie die Borte entsteht. Zuerst wird ein Band (ich hatte einen Stoffstreifen von 6cm zum Schlauch genäht und glatt gebügelt) in Falten gelegt und diese festgenäht. Anschließend näht man mit der Hand die Falten in der Mitte zusammen, so dass diese kleinen "Froschmäulchen" entstehen. Im Video sind die einzelnen Schritte sehr gut erklärt und gezeigt. 
Die Borte zu nähen war zwar aufwändig, aber nicht ganz so ausufernd, wie man es sich vielleicht vorstellt. Und ein Hingucker ist sie auf jeden Fall. Jetzt muss ich sie noch am Ausschnitt befestigen, was mal wieder Handarbeit bedeutet.
#ichnähmireindirndl
Als letztes für heute kann ich euch noch den Rocksaum zeigen. Mit Klöppelspitze und Zierstich ist er für mich genau richtig geworden. Also ich meine, nicht zu romantisch-verkitscht-dirndlig, sondern gerade so trachtig, dass es ok ist. Da ich mir ja nach wie vor nicht 100% sicher bin, wie dirndltauglich ich wirklich bin und da schon auf dem Mieder einiges los ist, habe ich vor, den Rest eher schlicht zu halten.
Die Länge des Rocks geht jetzt übrigens bis Mitte der Wade; so gefällt es mir am besten. Falls ihr auch ein Dirndl nähen wollt und euch wegen der Länge unsicher seid, kann ich euch wirklich nur empfehlen, den Rockteil erst mal (zu) lang zuzuschneiden und dann anzuprobieren. Man kann sich das mit "nur Abmessen" nicht gut genug vorstellen. Und das Dirndl wirkt sowieso immer anders. Ich habe eh schon ein bisschen Angst, dass mir die Länge mit Schürze dann wieder nicht gefällt. Aber da muss ich jetzt halt durch. ;-)

So, Stand der Dirndl-Dinge:
- Kleid fast fertig (Reißverschluss und Borte fehlen noch)
- Schürze zugeschnitten
- Stoff für Bluse angekommen, Stoff für Janker bestellt

Nächste Schritte:
- Schürze nähen
- Bluse zuschneiden

Wie schnell ich in der nächsten Zeit vorankomme, kann ich leider nicht sagen. Am Sonntag haben wir Erstkommunion und am Wochenende danach bin ich unterwegs mit einer Truppe der besten und liebsten Nähdamen, die es gibt. Aber ich merke, dass das Dirndl ein echtes Herzensprojekt geworden ist, das mir immer mehr Spaß macht und an dem ich richtig gern voranarbeite. Ich hoffe also, dass ich euch zumindest einen kleinen Zwischenstandsbericht schreiben kann, wenn das nächste Teil fertig geworden ist. Auf jeden Fall gibt es bei Instagram immer wieder Bilder von dem, was ich so mache, also schaut doch dort mal vorbei.
Und wenn ihr Dirndl-Inspirationen braucht, schaut auf meine Pinterest-Dirndl-Pinnwand.

Morgen gibt's hier erst mal ein bisschen was Sommerliches für Mädchen.

Macht's gut,
Catharina

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Dienstag, 18. April 2017

Ich näh mir ein Dirndl - Teil 1

Ja, ihr habt richtig gelesen und ich habe es ja auch schon das ein oder andere Mal angedeutet: ich nähe mir ein Dirndl.
Als ich Ende des vergangenen Jahres über eben dieses nachdachte, welchen Weg ich währenddessen gegangen war, was ich alles genäht und auch sonst gemacht hatte, was ich vielleicht vorgehabt aber warum auch immer nicht umgesetzt hatte, da stellte ich fest, dass ich jede Menge Kleidung genäht habe. Wenn man gern näht, Ideen und Inspirationen umsetzen möchte und dann vielleicht auch noch einige Probenähen und Designbeispielnähereien dazu kommen, summiert sich die Anzahl der genähten Teile recht schnell. Und so gern ich schnelle und einfache Projekte schätze, so gern mag ich - mittlerweile - auch die größeren, herausfordernden Schnitte, die mal nicht eben so an einem halben Abend fertig werden. Die, bei denen ich vielleicht sogar erst mal länger über geeignete Stoffe grübeln muss; die, für die ich mir vielleicht sogar erst mal neue Techniken aneignen muss; die, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so mein Ding sind. Und so nahm ich mir vor, einige solcher Projekte im neuen Jahr 2017 anzugehen. 

Das erste davon soll jetzt also ein Dirndl werden. Das fällt nämlich in alle drei Kategorien, die ich oben aufgelistet habe: ich habe über passende Stoffe nachgedacht und tatsächlich mehrere Wochen verglichen und Stoffproben bestellt, bis ich mich entschieden habe; eine neue Technik habe ich mir angeeignet: das Sticken; und ob ein Dirndl jetzt mein Ding ist, weiß ich bis heute noch nicht so ganz. Ich glaube, ich habe mein ganzes Leben lang noch keins getragen. Also auf jeden Fall kein richtiges. Es gibt für mich auch einfach keine Gelegenheiten, bei denen ich zwingend eines tragen müsste. Aber dann dachte ich mir, dass es doch irgendwie nice-to-have wäre. Zur Not würde es halt die meiste Zeit im Schrank hängen. Aber wenn dann eines Tages eine Gelegenheit käme, hätte ich eins. 
Dazu kommt ja noch der - für mich - allergrößte Vorteil des Selbermachens: man kann sich die Klamotte so gestalten, wie es einem gefällt. Denn um ehrlich zu sein, sind die Dirndl, die es in einer für mich erschwinglichen Preiskategorie zu kaufen gibt, meist alles andere als mein Geschmack. Zumal man ihnen dann auch oft eben jene Preiskategorie ansieht. 

Da also das Dirndl-Nähen ein größeres Vorhaben ist, dachte ich mir, dass ich damit hier eine kleine Reihe starte. Ob ich euch wirklich ganz regelmäßig auf dem Laufenden halten kann, weiß ich noch nicht. Aber die wichtigsten Zwischenschritte zeige ich euch hier. Bei Instagram gibt es auf jeden Fall immer mal wieder kleine Einblicke, ich würde mich also sehr freuen, wenn ihr dort reinschaut.
Der aktuelle Stand ist der, dass ich mich zuerst für einen Schnitt und dann für die Stoffe entschieden habe. Als Schnitt habe ich Anna von Mondbresal ausgesucht. Die Stoffe sind Chambray, Velours und Partysatin (für die Schürze) von Stoff und Stil. Ich möchte gern das Kleid aus dem Chambray zuschneiden, dabei das Mittelteil des Mieders aus Velours. Dies habe ich ja bereits zugeschnitten und bestickt. Einige Bänder (Posamentenborten von www.stoffe.de) habe ich auch schon. Ich überlege, ob ich sie noch um den Ausschnitt herum annähe oder vielleicht auch an den Saum des Rockteils, aber das werde ich entscheiden, während ich das Mieder nähe.
Das Mieder per Hand zu besticken war nicht mein ursprünglicher Plan. Allerdings fand ich keine Stickdateien, die mich überzeugt hätten. Und nachdem ich mit meiner Recherche überhaupt nicht weiterkam, las ich mich ein bisschen in das Thema Handstickerei ein. Wobei "Einlesen" fast schon übertrieben ist, da es im wesentlichen dieser Artikel war und ich mir die restliche Inspiration bei Instagram holte (empfehlen kann ich hier: @hoffeltandhooperco @namaste_embroidery @happycactusdesigns). Als ich dann noch entdeckte, dass es bei Hoffelt and Hooper nicht nur fertig bestickte Rahmen, sondern auch DiY-Kits und sogar Vorlagen zum Download gibt, war meine Entscheidung getroffen. Ich besorgte mir einen Rahmen und Garn und legte los. Die ersten Testversuche waren die Boho-Kleider meiner Töchter, die ich euch neulich gezeigt habe und nachdem die ja ganz gut gelungen waren, ging es auch schon los. Ich übertrug mir die Vorlage von Hoffelt and Hooper auf das Vlies, spannte den Rahmen ein und fing einfach an. Und es funktionierte. Nachdem ich die erste Blume fertig hatte, war ich selbst überrascht, wie leicht es war und so machte ich einfach weiter. Die Vorlage habe ich mir in drei verschiedenen Größen ausgedruckt und immer in einer anderen Position auf den Stoff aufgebracht. Bei Insta habe ich immer wieder Einblick gezeigt und gemerkt, wie interessant das Sticken für viele ist. Unter dem #jetztsticktsieauchnoch könnt ihr die bisherigen Posts dazu finden und auch die weiteren, denn ich trage mich gerade noch mit dem Gedanken, auch noch einen Janker zum Dirndl zu nähen und diesen dann zu besticken. Aber mal schauen. Erst einmal will ich jetzt das Kleid machen.
Accessoires habe ich jedenfalls auch schon mal. Als ich so ein bisschen am Stöbern war, habe ich bei Dawanda einen Shop entdeckt, bei dem es ganz zauberhafte Accessoires im Trachtenlook gibt. Nach einer kurzen Anfrage hat mir Barbara, die Inhaberin, sogar die Sachen in passenden Farben extra angefertigt und mir ganz fix geschickt. Ich bin ja ziemlich verknallt vor allem in die Haarklammern und überlege schon krampfhaft, welche dirndltaugliche Frisur ich mir bastele, so dass die Klammern gut zur Geltung kommen. Dazu will ich mir auch noch einen Haarkamm machen. Ein paar Utensilien dafür habe ich mir auch schon besorgt, aber die zeige ich euch dann beim nächsten Mal, wenn ich mich entschieden habe, wie ich ihn gestalte.

So, Stand der Dirndl-Dinge:
- Schnitt und Stoffe gewählt
- Mieder bestickt 

Nächster Schritt: 
- Zuschnitt und erste Nähte

Ich plane, im Laufe der Woche mit dem Mieder anzufangen. Das möchte ich gern als erstes machen. Dafür mus ich nämlich direkt gleich noch etwas tun, das ich noch nie gemacht habe: selber Paspeln machen. Ich möchte nämlich eine Paspel aus dem Satin für die Schürze an den Ausschnitt nähen. Ich hoffe, das klappt alles und werde auf jeden Fall berichten.
Ach ja, viele meiner Fundstücke und Inspirationsquellen habe ich bei Pinterest aufgetan und dort auf meiner Dirndl-Pinnwand gesammelt. Schaut doch mal vorbei.

Macht's gut,
Catharina

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Donnerstag, 13. April 2017

Louisadress aus Leinen

Letzte Woche habe ich ja schon angedroht angekündigt, dass mir der Louisadress-Schnitt so gut gefällt, dass ich noch zwei weitere genäht habe. Hier ist also das nächste in der Reihe.
Es ist ein - für mich - Klassiker geworden, ein bisschen die sichere Bank. Denn, dass petrol eine Farbe ist, die mir gut steht, weiß ich inzwischen. Und dass mir das Louisadress gut steht, weiß ich seit letzter Woche auch. 
Aber es ist ja nun nicht immer schlecht, wenn man weiß (oder zumindest sicher sein kann), was einem steht und ob es überhaupt sinnvoll ist, ein paar Stunden Nähzeit in ein Kleid zu investieren.
Dieses Kleid habe ich mit Dreiviertelärmeln und den asymmetrischen Taschen genäht. Ich gestehe, dass es mich erst mal schlichtweg gereizt hat auch diese Variante des Schnitts auszuprobieren. Im Nachhinein bin ich aber äußerst angetan davon. 
Durch die Ärmel ist es etwas ganzjahrestauglicher als die Kleider mit den Kappärmeln (auch mein drittes Kleid hat die kurzen Ärmel bekommen) und die asymmetrischen Taschen sind ein schöner Hingucker. Ich finde, sie machen das Kleid ein bisschen edgy, brechen den Etuikleid-Charakter etwas auf. Aber vor allem konnte ich mal wieder Paspeln vernähen. Und hey, ich hatte den Nagellack passend zur Paspel!
Bei der Stoffwahl habe ich mich für zwei Leinengewebe entschieden. An den Seitenteilen ist es eine Leinen-Baumwoll-Mischung, die Mittelteile sind aus reinem Leinen. Da sich die beiden Stoffe farblich ein kleines bisschen unterscheiden, setzen sich die einzelnen Teile des Kleides etwas voneinander ab und betonen die Silhouette schön.
Sowieso ist der Schnitt ein toller Figurschmeichler, der zwar leider nichts versteckt, aber zumindest die Vorzüge zur Geltung bringt.
Auch wenn ich im Alltag doch wieder öfter zu Jeans und Shirt greife, tut es umso besser, hin und wieder in ein figurbetontes Kleid zu schlüpfen. Inzwischen habe ich gleich drei Stück, die mich hoffentlich durch den Frühling und Sommer begleiten werden.

Macht's gut,
Catharina

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Schnitt: Louisa Dress (*Werbung: Der Schnitt wurde mir zum Nähen von Designbeispielen   
                                 zur Verfügung gestellt.*)
Stoffe: Mottenfrosch

Dienstag, 11. April 2017

Osterkleider - Louisadress

Dieser Post kommt mehr als ein Jahr zu spät. 
Denn eigentlich hatte ich diese Kleider schon für das letzte Ostern geplant. Dann ging aber einiges schief. Die schönen Bunny-Stoffe waren gerade noch rechtzeitig gekommen, ich hatte mich für einen Schnitt und passenden Kombistoff entschieden und passendes Schräg- und Paspelband bestellt. Nun ja, dann ging das Päckchen mit den Bändern in der Post verloren und ich konnte die Kleider nicht fertig nähen. Meine Töchter trugen andere Kleider und die zugeschnittenen Louisas rutschten auf dem UFO-Stapel immer weiter nach unten.
Irgendwann kamen dann zwar die Bänder an, aber meine Motivation im Mai Osterkleider zu nähen, war irgendwie nicht so groß. Dann aber, es war im September, fielen mir die Schnittteile wieder in die Hände und ich dachte: "Warum nicht? Wenn jetzt alle Herbstmäntel nähen oder schon die Weihnachtskleider planen, könnte ich doch auch einfach Osterkleider....?!" :D
Ehrlich gesagt, hatte ich schlichtweg Angst, dass die Kleider dieses Jahr im Frühjahr schon nicht mehr passen würden, was aber zum Glück unbegründet war. Das Louisadress für Mädchen ist nämlich eher weit geschnitten und so passen die Kleider noch gut, wenn auch die Länge etwas grenzwertig ist.
Nachdem ich ja eh gerade im Louisadress-Fieber bin (ich habe noch zwei mehr für mich selbst genäht), werden sicher noch ein paar für meine Mädels folgen. Es ist einfach ein wahnsinnig süßer Schnitt, der den Kindern viel Bewegungsfreiheit bietet. 
Letztes Jahr - als ich noch nicht wusste, dass ich nahtverdeckte Reißverschlüsse einnähen kann... - habe ich mich für die Schrägbandlösung entschieden. D.h. es wird das Rückteil im Bruch zugeschnitten und oben ein tropfenförmiger Ausschnitt angelegt, der mit Schrägband eingefasst wird. Anschließend fasst man den gesamten Halsauschnitt mit Schrägband ein und lässt hinten Bindebänder stehen. Und auch wenn ich diese Schleife ganz allerliebst finde, reizt es mich jetzt doch, noch mal Kleider mit Reißverschluss zu machen.
Ich sehe schon, gleich nächste Woche nähe ich zwei neue Louisas. Eigentlich könnte ich ja schon mal mit den Weihnachtskleidern anfangen, oder?! ;-)
Die Täschlein, die vor allem die F so graziös mit sich trägt, sind die Osterkörbchen, die ich nach meinem Kindertaschen-Freebook genäht habe. Eigentlich war der Plan für jedes meiner Kinder zu Ostern ein Täschlein zu nähen, aber ob ich das noch schaffe, bezweifle ich gerade. Naja. Dann halt nächstes Jahr...! 

Näht ihr noch etwas für Ostern? Körbchen, Täschlein, Häschen oder Kleider?

Macht's gut,
Catharina

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Schnitt: Louisadress
 

Donnerstag, 6. April 2017

Louisadress

Manchmal trifft es einen erst auf den zweiten Blick. Vielleicht hat man sich sogar schon viele Male gesehen und doch brauchte es einige Zeit und den xten Blick, bis man merkt, dass es Liebe ist.
Mit Louisa und mir ist es Liebe. Definitiv. Die ganz große sogar, möchte ich behaupten. Neulich erst schrieb ich ja, dass es die Schnitte gibt, die zu einem passen. Die die genau richtige Passform für den eigenen Körper haben. Deren Schnittführung zum eigenen Stil passt. Die im besten Fall sehr wandelbar sind oder Varianten mitbringen, so dass man x verschiedene Kleidungsstücke daraus nähen kann. Und die vielleicht nicht so aussehen, wie jedes andere Kleid auch.
Einer dieser Schnitte ist das Louisadress. Auf den ersten Blick nicht unbedingt ein Schnitt für die Alltagsklamotte, aber dennoch so wandelbar, dass viel möglich ist.
Manchmal braucht man einen Schubser hin zum großen Glück. Manchmal muss das Glück zu einem kommen und einen ansprechen. Manchmal weiß man gar nicht, dass man auf genau dieses Glück gewartet hat. Aber dann, wenn es da ist, weiß man es umso mehr zu schätzen.
Anfangs war ich echt zögerlich. Denn der Schnitt erfordert ja das Einnähen eines nahtverdeckten Reißverschlusses, was nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Nähdisziplinen gehört. Aber nun ja, was soll ich sagen? Man wächst an seinen Herausforderungen und mein Mut wurde in Form einer hervorragenden Anleitung belohnt. Martes Methode macht es wirklich leicht, den Reißverschluss einzunähen und ich habe inzwischen schon den zweiten Reißverschluss fehlerfrei so eingenäht. (Ja, es gab direkt noch ein zweites und sogar noch ein drittes Louisadress.) 
Oben schrieb ich ja was von Varianten, die ein Schnitt mitbringen muss, um möglichst wandelbar zu sein. Das ist beim Louisadress definitiv der Fall. Es gibt zum einen diese Kängurutasche, die für die Kinderversion des Schnitts ja so kennzeichnend ist, aber auch die Möglichkeit zwei asymmetrische Eingrifftaschen in die Seitenteile zu nähen. Und natürlich kann man auch gar keine Taschen nähen. Auch bei den Ärmeln kann man zwischen legeren Dreiviertelärmeln und den kurzen Kappärmeln wählen. Kappärmel haben es mir ja angetan. Ich mag ihre Form, sie sind toll im Sommer, da sie ein Kleidunsstück luftig machen und trotzdem Ärmel sind. Ihr wisst, was ich meine...
Was mir besonders gut gefällt, sind die vielen Möglichkeiten Paspeln einzunähen. Ich habe sie hier an der Tasche und den Ärmeln angebracht. Bei einem der nächsten Kleider möchte ich aber auch mal die Seitennähte damit absetzen.
Es ist schon eine ziemlich perfekte Liebe. Facettenreich, mal bodenständig, mal chic und ich glaube so ein kleines bisschen hot geht auch. ;-) Ein bisschen rumschrauben musste ich dann allerdings schon. Ganz perfekt ist es halt doch nicht. Oder ich nicht?! Jedenfalls muss ich den Schnitt anpassen, da ich unten eine knappe Größe mehr brauche als oben. Aber auch dafür ist gesorgt und die Anleitung erklärt ganz genau, wie man das macht. (Also doch ein perfekter Schnitt oder zumindest die perfekte Anleitung. :D ) Dieses Kleid hier ist noch unverändert. Es war sozusagen mein Testkleid, das ich nichtsdestotrotz umgehend ins Herz geschlossen habe. Ein weiteres habe ich wie gesagt schon genäht und das dritte (mit Dreiviertelärmeln und Seitentaschen) ist zugeschnitten.

Auf jeden Fall hilft mir Louisa meine Sommergarderobe auf Vordermann zu bringen. Denn da herrscht noch ziemliche Leere im Schrank.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Louisadress (*Werbung: Der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.*)
Stoff: Chambray von Tante Hilde