Freitag, 29. Januar 2016

Familienfreitag: Lieblingsbücher für Kleinkinder

Heute gibt es den dritten Teil meiner Lieblingsbücher-Serie. Bücher für die ganz Kleinen. 
Wieder sind es Bücher, die den Kindern gut gefallen haben und die auch für die Erwachsenen schön zum Vorlesen bzw. Erzählen sind. Wie man auf den Bildern sehen kann, wurden die Bücher bei uns sehr geliebt. ;-)

Das erste Buch habe ich damals für den M gekauft, als er ein paar Monate alt war und bis jetzt hatte jedes Kind, das es in der Hand hatte, großen Spaß daran: Mein erstes Kullerbuch
Dieses Buch schafft eine perfekte Kombination aus Spielen und Lesen. Es hat stabile Pappseiten und in der Mitte ist eine drehbare Kugel montiert, die auf den einzelnen Seiten immer in bunte Motive eingebettet ist, mal als Bauch des Schmetterlings, mal in einer Blume oder im Schneckenhaus. Schon die ganz Kleinen von vier bis sechs Monaten sitzen gespannt davor, weil sie die Kugel fasziniert. Währenddessen kann man die kurzen Zeilen vorlesen, die auf jeder Seite das Bild beschreiben und man kann mit den Größeren schon mal die Gegenstände benennen, die man sieht. Für mich ist es das am besten geeignete allererste Buch.


Kunterbunt und kugelrund ist ein eigentlich ganz simples Buch, das von den schönen Bildern und den prägnanten Sätzen lebt.
Es geht um Bälle und Luftballons und was damit so passiert, wenn sie auf Peters Hund und Lenas Katze treffen. Man kann beim Vorlesen ganz toll ein bisschen schauspielern, z.B. gibt es bei uns an der entsprechenden Stelle dann wirklich immer einen lauten Knall (wenn der Ball platzt) oder das Buch steigt auf einmal nach oben (wenn der Luftballon nach oben steigt). Da die Geschichte recht kurz ist und der Text durch die Bilder selbsterklärend, können die Kinder ganz schnell auswendig mitsprechen. Das ist auch mit ein Grund, warum sogar die Älteren das Buch immer wieder gerne hören. Für Kinder ab 2.

Weiter geht's mit den verrückten Büchern.
Das erste Buch der Reihe habe ich vor Jahren in der Buchhandlung entdeckt und dann mussten die anderen recht schnell folgen. Das Prinzip ist in den Büchern dabei immer das Gleiche:
Es gibt eine Seite mit einem "verrückten" Bild und der passenden Frage. Wenn man die rechte Seite aufschlägt gibt es die Auflösung mit der entsprechenden Antwort. Kinder ab zwei bis ins Vorschulalter finden die Bücher spitze, weil sie zum Mitsprechen anregen und total ihren Humor treffen.

Als die C zwei war, war sie ein Riesenfan von Pippi Langstrumpf. Die Brüder haben damals gerne die Filme gesehen und irgendwie hat die C da Feuer gefangen. Nun sind natürlich die kompletten Geschichten für Zweijährige zu viel, aber es gibt zwei tolle Bilderbücher, mit denen auch die Kleinen Spaß an Pippi haben.
Das hier ist Hurra, Pippi Langstrumpf. Es stellt Pippi vor und erzählt eine kurze Episode um Pippi, Tommi und Annika. Für Kinder ab 2,5 Jahren, die schon gerne Geschichten anhören. Vorher kann man auch gut mal nur die Bilder anschauen.
Ein reines Bilderbuch ist Guck mal, Pippi Langstrumpf. Sozusagen das Pippi-Einsteigerbuch. 

Was sind eure Lieblingsbücher?

Macht's gut,
Catharina




Dienstag, 26. Januar 2016

Superheldenmädchen

Bei Instagram hatte das Team von Bloome Copenhagen nach Testnäherinnen gesucht, die Stoffe mit neuen Designs vernähen würden. Ich habe mich gemeldet und wurde tatsächlich ausgewählt! Letzte Woche Donnerstag - unser Elternabend im Kindergarten war gerade zu Ende... - habe ich es gesehen und bin mindestens 24 Stunden mit einem fetten Grinsen im Gesicht herumgelaufen. :-) 
Die Stoffe, die ich vernähen möchte, habe ich auch schon ausgesucht und werde sie vernähen, sobald sie hier angekommen sind. Ich freue mich umso mehr, weil die Stoffe wirklich schön sind und eine tolle Qualität haben.
Schon vor Weihnachten habe ich mir bzw. den Ladies 1m des BatGirl-Jerseys von Bloome CPH gegönnt. Ich fand das Design ziemlich cool. Final überzeugt hat mich aber die Qualität: der Jersey ist wahnsinnig weich, total angenehm auf der Haut. 
Jetzt aber mal zu meinen Superheldenmädchen:


Ich habe für die C ein Kleid und eine Beanie genäht und für die F eine Leggings und ein Haarband.


Für das Kleid habe ich die Schnitte Longsleeve von Mamasliebchen und Issy von FeeFee gemischt. Ich finde die Ausschnittlösung des Longsleeves ziemlich genial und denke, dass es so die nötige Coolness für den Superheldenstoff hat. Aber da mir ein Vokuhila-Kleid vorschwebte (nötige Coolness und so...) musste ich etwas experimentieren und mischen.


Bevor ich der C die Sachen gezeigt habe, war ich etwas skeptisch, ob sie ihr gefallen würden. Immerhin ist das Einzige, was rosa ist, die Schleifen an den Masken... :D Und sie steht nun mal ziemlich auf rosa im Moment. Aber dann habe ich ihr gesagt, dass das Superheldenmasken sind und doch richtig cool. Und da sagte sie: "Na klar, Mama, ich bin ja auch ein Superheldenmädchen!" Wo sie recht hat...


Für die F gab es die Leggings, ebenfalls nach dem Schnitt von Mamasliebchen, in der lässigen Version. Sie braucht inzwischen Gr. 86/92, wo will sie hinwachsen??? 


Das Haarband ist dann aus dem letzten größeren Reststück entstanden, das übrig war. Jetzt habe ich nur noch ein paar Stücke mit einzelnen Masken zum Applizieren aufgehoben. Vielleicht gibt's demnächst mal noch einen Hoodie oder einen Rock mit einzelnen Masken drauf.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

Freitag, 22. Januar 2016

Familienfreitag: Lieblingsbücher für Kindergartenkinder

Eigentlich ('eigentlich' ist wohl eigentlich mein Lebensmotto seit ich Kinder habe...) wollte ich euch die nächste Runde unserer Lieblingsbücher schon letzten Freitag vorstellen, aber ich kam einfach nicht mehr dazu. Aber dafür jetzt. :-)

Heute soll es um Bücher für Kindergartenkinder gehen, also so im Alter zwischen drei und sechs. Natürlich sind das immer nur Empfehlungen, es gibt sicher Kinder, die schon eher Freude an den Geschichten haben oder umgekehrt auch im Schulalter noch. Auch gibt es natürlich Bücher, die Dreijährige lieben, die aber für Vorschulkinder überhaupt nicht mehr interessant sind und anders herum. Aber das kann man als Eltern sicher am besten einschätzen. Manchmal muss man auch etwas probieren und ein Buch, das beim einen Mal nicht so gut ankam, einige Zeit später noch mal hervorziehen, so wie es mir mit dem "Sams" erging.

Den Anfang machen heute die Klassiker. Beides sind Bücher, die ich selbst schon als Kind vorgelesen bekommen habe und die ich heute total gerne meinen Kindern vorlese, weil sie einfach zeitlos sind.


Pony Bär und Apfelbaum (und es gibt noch die Bände: Pony Bär und Papagei, Pony Bär und Abendstern und Pony Bär und Schneegestöber) ist eine Mitlesegeschichte. Das heißt es gibt zwischen den Wörtern im Text Bilder, die das Kind benennen soll. Auf diese Weise liest das Kind mit. Die meisten Kinder mögen das sehr  und machen gern mit. Aber die Geschichten eignen sich natürlich auch gut zum einfach-nur-vorlesen.
Es geht um das Pony, das im Wald in seinem Haus bei einem Apfelbaum lebt. Eines Tages werden ihm die reifen Äpfel vom Baum gestohlen und es muss sich auf die Suche danach machen. Dabei lernt es erst den Bär und später den Papagei kennen und erlebt einiges. Am Ende kehren Pony und Bär natürlich zurück auf ihre Wiese im Wald und essen Äpfel bis ihre Bäuche so voll sind, "wie aufgeblasene Luftballons".


Die dumme Augustine ist die wunderbare Geschichte der Clownsfamilie vom dummen August, in der jeder seine Rolle hat: der dumme August tritt als Clown im Zirkus auf, verdient so das Geld, und seine Frau, die dumme Augustine, schmeißt den Haushalt im Zirkuswagen und kümmert sich um die drei Kinder und Hund und Katze. Der dumme August ist mit dieser Aufteilung auch äußerst zufrieden. Doch eines Tages bekommt der dumme August Zahnschmerzen und muss zum Arzt, wodurch er seinen Auftritt verpasst. Dies ist die Gelegenheit für die dumme Augustine zu zeigen, was in ihr steckt... 
Ich mag das Buch sehr, denn es vermittelt auch den Kleinen schon ein bisschen die Gleichberechtigungsidee, verpackt in einer kunterbunten Geschichte mit schönen Bildern.


Das nächste Buch, das ich euch vorstellen möchte, ist zum Mitmachen gedacht: Das Mitmachbuch.
Alles beginnt mit einem gelben Kreis, den man mit dem Finger drücken soll. Dadurch taucht auf der nächsten Seite ein neuer Kreis auf. Und dieses Prinzip zieht sich durch das ganze Buch. Irgendwann gibt es ganz viele Kreise in verschiedenen Farben, einmal wird es dunkel und dann wieder pustet man die Kreise fast aus dem Buch hinaus. Und am Ende landet man wieder bei dem einen gelben Kreis. Ich habe noch kein Kind (und auch keinen Erwachsenen) getroffen, der von diesem Buch nicht völlig fasziniert war. Wenn wir es lesen müssen natürlich immer alle Kinder mitmachen und wollen auf Kreise drücken, pusten, klatschen usw. Es ist jedesmal ein großer Spaß für alle!
Es gibt noch ein zweites Buch, einen zweiten Band sozusagen, in dem es um Farben geht: das Farbenbuch. 
Darin wird mit den Farben gespielt, sie werden gemischt, heller und dunkler gefärbt. Nicht ganz so spaßig, wie das Mitmachbuch, aber dafür auf spielerische Art lehrreich.

Das folgende Buch haben der M und der L mal von ihrer Tante geschenkt bekommen und wir mussten es in den darauffolgenden Wochen fast täglich lesen.
Wie der Titel schon sagt, geht es um die große kleine Welt eines Kindes. Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Hügel, auf dem das Haus steht, in dem das Zimmer des Kindes ist, in dem es Abenteuerliches zu entdecken gibt. Jede Seite zeigt nur ein Bild mit einem dazugehörigen kurzen Satz und führt direkt zur nächsten Seite. 
Für die Kinder, denen man es vorliest, ist es richtig spannend, weil sie natürlich immer wissen wollen, wie es wohl auf der nächsten Seite weitergeht. Gleichzeitig ist es auch richtig lustig. Ich mag gar nicht zu viel verraten. Von mir absolute Kaufempfehlung!

Das mit dem Bestimmen ist wohl in jeder Familie mal Thema. "Jetzt bestimme ich" zeigt auf eine schöne kindgerechte Weise, was passiert, wenn in einer Familie jeder bestimmt oder keiner so wirklich. 
Die Familie Wiefel ist eine ganz normale Familie, die sich mal streitet und dann auch wieder verträgt. Aber in letzter Zeit streiten sie immer öfter und vor allem geht es um das Bestimmen dürfen. Bald merken sie aber, dass es in einer Familie keinem hilft, wenn jeder Einzelne für sich bestimmt, da dann nur jeder allein das macht, was er möchte und das nicht immer schön ist. Also probieren sie verschiedene Bestimmer-Modelle aus, die alle nicht sehr gut funktionieren. Am Ende landen sie bei der Demokratie und nach einem kleinen Wahlkampf wird eine Regierung gewählt. Mit dieser sind dann alle einverstanden.
Juli Zeh hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, bei dem das Vorlesen Spaß macht und der die Kinder toll anspricht. Die Bilder von Dunja Schnabel greifen den Text treffend auf. Das Buch gefällt bei uns hier allen Altersstufen.

Und zum Schluss noch mein absoluter Geheimtipp:
Gute Nacht, ihr Lieben! erzählt die Geschichte, wie Papa seine Kinder ins Bett bringt. (Wer Kinder hat weiß, dass man darüber tatsächlich ein ganzes Buch schreiben kann...) Doch leider ist der Papa etwas vergesslich und die Kinder müssen ihn eins über das andere Mal an wichtige Sachen erinnern, die sie zum Schlafen noch brauchen. Auf der ersten Seite sind es die Schlafanzüge, dann die Puppe und das Schmusetuch, das Wasser, das Nachtlicht, etc. Auf dem ersten Bild sieht man nur die beiden Kinder und von Seite zu Seite, füllt sich das Bild mit all den Dingen, die Papa ihnen bringt. 
Das wirklich Witzige ist einerseits die Wiederholung des "Gute Nacht, ihr Lieben!" des Papas auf jeder Seite und des "Aber Papa, du hast ... vergessen!" der Kinder; andererseits aber auch die Absurdität, da die vergessenen Sachen immer größer werden. 
Meine Kinder fanden bereits die ersten Seiten lustig, aber an der Stelle "Aber Papa, du hast das Bett vergessen!" haben sie sich gekringelt vor Lachen. Und auch das Vorlesen macht dabei großen Spaß. Das Ende hat dann noch mal einen besonderen Clou, den ich jetzt gar nicht verraten will.
Dieses Buch ist ein Muss! Bitte kaufen. :-)

Macht's gut,
Catharina

Dienstag, 19. Januar 2016

Meine ausgefuchsten Töchter

Ich habe für die C und die F Fuchsoutfits genäht.


Es fing alles mit den Stiefelguckerstulpen aus dem Ebook Waldliebchen von Mamasliebchen an. Die fand ich zu süß und wollte sie unbedingt nähen. Dann fand ich, dass die Stulpen unbedingt noch passende Kleidung bräuchten und dann mussten natürlich auch unbedingt noch Accessoires her... Und so haben beide Mädchen eine komplette Fuchsgarnitur bekommen.

Der Rock der C ist ein "selbstgebastelter" Schnitt. Bei Facebook und Instagram hatte ich schon mal den Rock mit dem schönen Apfelstoff von Alles für Selbermacher gezeigt. Der Fuchsrock ist jetzt die verbesserte Variante und gefällt mir von der Passform her sehr gut. Die Weste ist nach dem Tutorial von Kluntjebunt entstanden, nach dem ich auch schon die Westen für die Weihnachtskleider genäht hatte. Diese hier ist allerdings schon 2 Jahre alt. ;-) Für den Haarreif habe ich die Fuchsohren nach der Waldliebchen-Anleitung genäht und dann mit Heißkleber auf dem Reif befestigt.





Das Kleid der F ist eine Mini-Martha nach dem Ebook von Milchmonster in der Kleidvariante. Ursprünglich wollte ich keine Taschen nähen. Dann habe ich mir das aber anders überlegt und kurzerhand runde Taschen eingesetzt. Auf diese Weise hat das Kleid auch keine Teilungsnaht in der Mitte und ich konnte den Fuchs "ordentlich" applizieren. Das Haarband ist aus den letzten Reststückchen des melierten Jerseys entstanden, den ich auch schon für die Stulpen und die Taschen verwendet hatte.

(Die weißen Fusseln, die teilweise auf den Bildern zu sehen sind, sind übrigens Schneeflocken...)
  Bei den großen Füchsen habe ich die Augen mit KamSnaps gestaltet. Bei den Kleinen sind die Augen appliziert. Die Vorlagen für die Fuchsgesichter, die Ohren und den Schwanz sind aus den Ebooks Waldliebchen und Waldtiere von Mamasliebchen. Rock und Kleid sind aus braunem Kuschelsweat, so dass sie schön warm halten.






Bei uns ist die Fuchsliebe also immer noch ganz groß. Die Ladies waren hin und weg von den Sachen und tragen sie mit großer Begeisterung. (Zum Glück, so hat sich die Mühe wenigstens gelohnt... :D )

Unsere Fuchs-Outfits zeige ich beim Creadienstag, bei HoT und den Dienstagsdingen.

Macht's gut,
Catharina

Donnerstag, 14. Januar 2016

ForYouTriangles oder: Ich bin dann mal chic

Den Me-Stoff von Enemenemeins bei Lillestoff mag ich sehr und das Kleid, das ich mir daraus genäht habe trage ich total gern. Vor Weihnachten gab es  das neue Design For You in Streifen und Dreiecken. Das habe ich mir dann sozusagen selbst zu Weihnachten geschenkt. :-)

Heute möchte ich euch die Triangles zeigen. Ich habe wieder eine Frau Hilda von Hedinäht genäht. Der Schnitt wird so langsam aber sicher mein Liebling. Er ist schnell genäht und passt mir gut. Mit den Taschen, die eigentlich noch dazu gehören, kann man wunderbar Akzente setzen oder Kombistoffe einbeziehen. Und je nach verwendetem Stoff wird der Rock eher chic oder lässig. So eine Wandlungsfähigkeit finde ich toll. Meine Frau Hilda aus dem ForYouTriangles ist eher chic geworden, finde ich.  Das Stoffmuster spricht für sich und ich finde, Taschen hätten nicht gepasst.


Müsste ich ins Büro gehen, würde ich das so anziehen, glaube ich. 


Aber für die nächste Familienfeier/Konzert/Einladung bin ich jetzt auch gerüstet. So ein paar simple, aber feine Kleidungsstücke fehlen mir in meinem Schrank noch, aber ich bin dabei die Lücken zu füllen.


Passend zum Rock habe ich mir eine Brosche gemacht. Dazu habe ich einzelne Dreiecke des Stoffs auf Filz und SnapPap appliziert und dann drei Stück auf eine Broschennadel geklebt. Spontan habe ich die Brosche als Haarspange zweckentremdet. :-)



So gefällt sie mir fast noch besser.


Mit meiner chicen Frau Hilda gehe ich heute zum ersten Mal dieses Jahr zu RUMS.

Macht's gut,
Catharina

Samstag, 9. Januar 2016

Familienfreitag am Samstag: Lieblingsbücher für Grundschulkinder

(Gestern habe ich den Post nicht mehr geschafft, deshalb heute... ;-) )
Ich möchte euch gerne unsere Lieblingsbücher vorstellen. Das habe ich schon ganz lange vor, denn wir alle hier lieben Bücher und ich freue mich immer riesig, wenn ich in der Buchhandlung ein neues Schätzchen entdecke oder ich online oder in Magazinen Lesetipps bekomme, die sich als gute Bücher entpuppen.
Und weil es im Moment ein recht großer Stapel an Büchern ist, die ich euch gerne ans Herz legen will, mache ich eine Reihe daraus und stelle sie in den nächsten Wochen am Familienfreitag peu à peu vor.


Den Anfang machen heute die Bücher für die (großen) Jungs. Meine Söhne sind fast sechs und siebeneinhalb. Der Große liest schon ganz gut selbst und hat auch immer mehr Spaß daran, trotzdem genießt er es natürlich, beim Vorlesen am Abend einfach nur zuhören zu dürfen.
Jedenfalls sind wir in den letzten Tagen mit zwei Buchreihen fertig geworden, die wir in den vergangenen Monaten durchgelesen haben.


Großer Favorit bei Vorlesern und Zuhörern ist das Sams von Paul Maar. Ein Klassiker, den ich als Kind schon gelesen habe. Zumindest den ersten Band. Inzwischen gibt es nämlich acht Bände der Reihe.

Das Sams ist ein kleines seltsames Wesen, mit Schweinsnase und roten Haaren und einem Faible für Reime. Es läuft Herrn Taschenbier zu, der schließlich sein Papa wird und es bei sich aufnimmt. Das Besondere am Sams (außer dem Aussehen)? Es hat blaue Punkte im Gesicht. Diese sind Wunschpunkte, mit denen sich sein Papa, also Herr Taschenbier etwas wünschen kann. Allerdings müssen diese Wünsche schon gut überlegt sein, denn ungenaues Wünschen bringt nicht immer die erwünschten Ergebnisse. Dadurch bekommen die beiden allerhand Schwierigkeiten, aber mit der Zeit wächst das Sams Herrn Taschenbier auch ans Herz und am Ende ist er traurig, als das Sams nach einer Woche wieder verschwunden ist. 
Im zweiten Band kommt das Sams zurück und bringt Herrn Taschenbiers Leben wieder ziemlich durcheinander. Die Reihe setzt sich über die Jahre fort. Herr Taschenbier heiratet, bekommt einen Sohn, der wiederum eigene Abenteuer mit dem Sams erlebt. Im letzten Band schließlich drohen sogar Herr und Frau Taschenbier und ihre Enkelin zu Samsen zu werden. Aber selbstverständlich geht alles gut aus. Mehr möchte ich jetzt gar nicht verraten. Der achte Band ist recht neu. Es ist ein Zusatzband, der eine Teilgeschichte erzählt, die sozusagen zwischen dem ersten und zweiten Band passiert ist.

Den ersten Band hatte ich schon vorletztes Jahr gekauft und angefangen vorzulesen, aber irgendwie ist da der Funke bei den Kindern noch nicht übergesprungen. Letzten September dann habe ich ihn einfach mal wieder hervorgeholt und plötzlich waren die Jungs im Sams-Fieber. Sie haben immer wieder Samsgedichte rezitiert und die Hörspiele, die ich dann noch besorgt hatte, in Dauerschleife gehört. Wir hatten einen Heidenspaß an den Geschichten. Ich lese einfach lieber vor, wenn das Buch für mich auch spannend und unterhaltsam ist. Für die Sams-Reihe gibt es von mir daher absolute Leseempfehlung.


Die andere Buchreihe, die wir zuletzt gelesen haben ist "Miss Braitwhistle" von Sabine Ludwig.

Miss Braitwhistle ist eine englische Lehrerin, die als Aushilfslehrerin in die 4a kommt. Bei der 4a steht a für Alptraum, denn kein Lehrer hält es lange mit der Klasse aus. Miss Braitwhistle ist eine Mischung aus Mary Poppins und Pippi Langstrumpf und schafft es so, die Kinder für sich zu begeistern. Die ersten drei Bände erzählen das Schuljahr mit Miss Braitwhistle und im letzten Band geht es um das Klassentreffen der 4a, das sie kurz vor Weihnachten machen, als alle auf weiterführenden Schulen sind und sich nicht mehr regelmäßig sehen. In diesem Buch wird es noch mal richtig weihnachtlich-magisch.

Auch diese Bücher haben meine Jungs sofort in den Bann gezogen. Die Reihe ist eigentlich für ältere Kinder gedacht, aber durch den ungezwungenen Schreibstil und zahlreiche komische Szenen war es auch für den L, der ja Vorschulkind ist, interessant und kurzweilig. Und auch zum Vorlesen ist es richtig toll. Man kann beispielsweise sehr schön mit den verschiedenen Stimmen und Akzenten spielen. Meine Empfehlung für Grundschüler.


Zuletzt möchte ich noch eine Buchreihe vorstellen, die das Detektivherz meiner Jungs direkt angesprochen hat. "Max und die wilde Sieben". 

Max' Eltern haben sich getrennt und er zieht mit seiner Mutter in eine Burg. Das könnte cool sein, ist es aber nicht so ganz, denn in der Burg ist ein Seniorenheim und Max' Mutter arbeitet dort als Altenpflegerin. In seiner neuen Klasse kommt er als Burgbewohner auch nicht so gut an und wird direkt als "Opa" ausgelacht. Doch mit der Zeit stellt er fest, dass es im Seniorenheim doch nicht so langweilig ist. Er lernt Vera, Horst und Kilian kennen, die seine Freunde werden und sie alle zusammen werden die "wilde Sieben", die den spannenden Fall um den gestohlenen Schmuck aufklären. Im zweiten Band ist Max immer noch nicht so ganz mit seinen Mitschülern warm geworden, umso mehr freut er sich, dass er seine Freunde auf der Burg hat. Doch dann wird es gruselig: die Geister-Oma taucht auf. Aber auch diesen Fall löst die "wilde Sieben".

Bis jetzt gibt es zwei Bände, die meinen Söhnen sehr gut gefallen haben. Der Schreibstil ist vielleicht anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingelesen hat, erwartet einen eine spannende Geschichte. Im März erscheint der dritte Band, den wir schon vorbestellt haben. Meine Empfehlung für Kinder, die Detektivgeschichten mögen, ab sieben zum Selberlesen oder ab fünf zum Vorlesen.

Macht's gut,
Catharina