Samstag, 29. Oktober 2016

Materialetui für Kreative

Ein kreatives Etui - na, wenn das hier mal nicht am richtigen Platz ist... :D

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Bei Nähconnection steigt schon die ganze Woche über die große Sew Sweetness Taschenparty! 30 Bloggerinnen zeigen seit Dienstag ihre Taschenbeispiele aus den neuen Schnitten von Sew Sweetness, die es ab jetzt bei Nähconnection in deutscher Übersetzung gibt.
Und ich zeige euch heute meine Version des Creative Maker Supplycase.
Ich wollte gern ein Mäppchen für meine Töchter nähen, in der sie alle - na gut, nicht alle, aber zumindest die meisten ihrer Stifte und anderen Bastelutensilien unterbringen können.
Der Schnitt kann in drei verschiedenen Größen genäht werden, ich habe mich hier für die größte Version entschieden, damit möglichst viele Teile hineinpassen würden. Allerdings habe ich die zahlreichen Ausstattungsdetails etwas reduziert bzw. verändert. So habe ich die Tasche unter dem Netzfach weggelassen und stattdessen zwei Scherenhalter platziert. Dafür habe ich einfach zwei Stücke Schrägband zusammengenäht und mit Kamsnaps befestigt. Im Nachhinein würde ich eher empfehlen statt Kamsnaps Klettverschluss zu verwenden, um die Handhabung für die Kinder zu erleichtern und die Haltbarkeit der Konstruktion zu verlängern.
Auch bei den Stiftehalterungen habe ich abgespeckt und nur eine Reihe mit dem Gummiband genäht (eigentlich sind zwei vorgesehen, um die Stifte vorne und hinten zu befestigen), da ich dachte, dass es für Kinder so einfacher ist, die Stifte wieder hineinzustecken.
Als Material habe ich innen beschichteten Stoff verwendet und außen ein Reststück Softshell. Irgendwie dachte ich, dass das gute Stück auf diese Weise etwas haltbarer werden würde.
Falls ihr euch auch so ein Materialetui nähen möchtet oder eine der anderen Taschen, schaut doch mal im Nähconnectionshop vorbei. Im Paket oder einzeln sind die verschiedensten Taschen und Täschchen dabei, vom großen Weekender bis zum raffinierten Kosmetiktäschchen mit Doppelzipper. Dort bekommt ihr auf dieses Ebook und auch auf alle anderen Taschenschnitte im Moment tolle Rabatte. Das lohnt sich auf jeden Fall!

Nächste Woche gibt es hier meine eigene kleine Taschenparty! Ich würde mich freuen, wenn ihr am Dienstag noch mal vorbeischaut, dann habe ich was für euch! :-)

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei der SewSweetness Linkparty von Allie & Me

Dienstag, 25. Oktober 2016

Kupferblätter

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder...
Hatte ich letzte Woche beim Post zu meinem Herbstoutfit noch bemängelt, dass es in unserem Wald hier noch gar kein Herbstlaub gab, so hat sich dies mittlerweile geändert. Als wir am Wochenende einen ausgedehnten Spaziergang durch den hiesigen Waldlehrpfad unternahmen, gab es Blätter in allen möglichen Farbschattierungen zu sehen.
Die schönsten Blätter trug allerdings die C auf ihrem Kleid spazieren. :-)
Das Kleid ist ein Sweatkleid nach dem gleichnamigen Ebook von Fadenkäfer. Nachdem ich von allen Seiten nur Positives zu diesem Schnitt gehört hatte, wollte ich ihn unbedingt auch mal ausprobieren. Und ich kann mich all den Bewertungen nur anschließen. Es ist ein wunderbarer Schnitt, um auch im Herbst und Winter Kleider tragen zu können. 
Das Kleid ist figurnah, aber nicht eng geschnitten. Es wird am Halsausschnitt mit Beleg und an den Ärmeln mit Bündchen für Faule gearbeitet. Außerdem gibt es zwei Varianten des Rockteils. Ich habe mich hier für den Rock in A-Form entschieden, weil mir diese Form für kleine Mädchen etwas besser gefällt und ich mir einbilde, dass es so mehr Bewegungsfreiheit bietet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen geraden Rock zu nähen. 
Demnächst zeige ich euch auch mein Sweatkleid, denn es gibt den Schnitt auch für Damen und ich bin gerade dabei, mir auch eins zu nähen. Dabei werde ich auch eine Übersicht zu den Möglichkeiten der Belegbefestigung schreiben. Bei den Instastories hatte ich dazu nämlich nach Lösungsansätzen gefragt, denn bei mir halten die Belege eigentlich nie unten, sondern rollen sich beim Tragen hoch, was mich wahnsinnig nervt. Deshalb bin ich dazu übergegangen, die Belege einfach rundum festzunähen. Bei uni-farbenen Stoffen wie diesem hier fällt diese Naht allerdings meistens ins Auge. Langer Rede kurzer Sinn: ich habe wunderbarerweise einige Antworten mit Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem bekommen und werde eine davon bei meinem Sweatkleid testen und alle anderen für euch hier noch mal zusammenfassen.
Für den Tunnelzug habe ich zum ersten Mal die Ösen lediglich mit WonderDots verstärkt und sie halten bislang super. Überhaupt finde ich es großartig, wie toll die kupferfarbenen Ösen mit der Folie des Plots und dem Kunstleder an den Kordelenden harmonieren. Diese einheitlichen Details geben ein tolles Gesamtbild ab, finde ich.
Der Stoff ist ein Mitbringsel vom Lillestofffestival gewesen. Es ist ein Sommersweat, der glitzert, was in den Bildern leider nicht ganz so gut rauskommt. Aber selbstredend hat dieser Stoff das Herz der C im Sturm erobert. Überhaupt hat ihr das Kleid gleich gut gefallen. Lediglich den Tunnelzug bzw. die Kordel hat sie anfangs nicht so gemocht. Mal sehen, ob die Kordel bleiben darf oder wir sie noch entfernen müssen... :-)

Hier bei mir läuft die Herbst-/Winterproduktion gerade so richtig an. Die Mädels und vor allem ich selbst brauchen noch einige warme Sachen und so werdet ihr hier in der nächsten Zeit wahrscheinlich noch ein bisschen was zu sehen bekommen.
Nächste Woche gibt es dann aber erst mal eine kleine Überraschung für euch! Ihr dürft euch freuen. 

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge, Plotterliebe

Schnitt: Sweatkleid
Stoff: Sommersweat, Kunstleder
Plotterdatei: Autumngirl

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Herbst Blogtour - Mein Herbstoutfit

 Genau genommen müsste es bei mir 'Meine Herbstoutfits' heißen. Aber der Reihe nach.
Vor ein paar Wochen schlug Fredi von Seemannsgarn in der Gruppe der Nähconnection Botschafter vor, eine Blogtour mit Herbstoutfits zu machen. Man sollte sich ein Outfit (mit mindestens zwei selbstgenähten Teilen) zusammenstellen, das herbsttauglich ist oder laut und deutlich 'Herbst' schreit oder dessen Farben gut zur Jahreszeit passen, kurzum ein Herbstoutfit also. Ein Outfit sollte es sein, um zu zeigen wie man gerade durch das Selbernähen die Bestandteile seiner Garderobe besser aufeinander abstimmen kann. Was nützen einem die schönsten Kleidungsstücke, wenn einem passende Kombinationen im Schrank fehlen? Oder wenn man sich zu jedem neugenähten Stück auch noch Accessoires nähen oder besorgen muss? Es mus ja nicht gleich eine perfekte Capsule Wardrobe sein, aber so ein roter (oder grauer oder blauer...) Faden, der sich durch den Kleiderschrank zieht ist doch gar nicht so schlecht. Das hilft ja dann auch bei der lästigen immer wiederkehrenden Frage: "Was ziehe ich heute bloß an?"
Ohnehin wollte ich mir noch ein paar wärmere Teile für die kommenden Wochen nähen und so nahm ich Fredis Idee als Ansporn, mir ein komplettes Outfit zu kreieren. Bis mir ein passender Schnitt einfiel, dauerte es allerdings ein bisschen. Ich wollte anlässlich der Blogtour gern etwas nähen, das ein bisschen aufwändiger sein würde. Zwar durchaus Sachen, die alltagstauglich wären, aber trotzdem nicht alltäglich.
 Dass es ein Kleid sein sollte, wusste ich ganz bald. Denn mal ehrlich, eine richtige Hose werde ich mir so schnell nicht nähen (außer Leggings vielleicht...). Und Röcke trage ich in letzter Zeit eher selten. Ich bin tatsächlich zur Kleidträgerin geworden. Auch und gerade im Herbst finde ich sie toll; in Kombination mit warmer Strumpfhose oder Leggings und einem Cardigan kann man die meisten Kleider auch bei kühleren Temperaturen tragen.
Als ich also so über etwas anspruchsvollere Kleiderschnitte nachdachte, fiel mir Sanibel ein. Sanibel hatte ich im Sommer im Rahmen der Vorstellung des 'Wild and Beautiful Schnittpakets' genäht und bis dato so meine Schwierigkeiten mit dem Schnitt gehabt. Nicht so sehr damit, wie das Kleid zu nähen ist, als vielmehr mit seiner Passform. Ja, es ist beabsichtigt, dass das fertige Kleidungsstück eher locker fällt, aber meine Version hatte mir viel zu viel Stoff am Oberteil, so dass es meiner Meinung nach unnötig auftrug. Außerdem war - zumindest für mich - die Unterteilung mit dem Gummizug nicht an der richtigen Stelle, so dass es einerseits wieder unvorteilhaft fiel und ich andererseits permanent am Rumzuppeln war, bis das Kleid endlich passend saß.
Dennoch habe ich Sanibel den Sommer über öfter getragen, weil ich das Kleid an sich schön finde und meine Version aus Viskose für heiße Temperaturen großartig ist. Ich beschloss also dem Schnitt noch eine Chance zu geben, ihn allerdings auch meinen Wünschen anzupassen. Wozu näht man denn schließlich selbst...?! ;-)
Um diesmal nicht wieder enttäuscht zu werden, vermaß ich mich nochmal genauestens, studierte die Größentabelle in der Anleitung des Schnitts und wählte schlussendlich eine Größe kleiner als bei der Sommervariante, wobei ich das Oberteil um eine weitere Größe kleiner zuschnitt. Außerdem verkürzte ich das Oberteil um ein paar cm und verlängerte den Rockteil. Weil es ja für den Herbst sein sollte, nähte ich die langen Ärmel und wo ich schon mal dabei war, nähte ich auch noch den Kragen. Wenn schon, denn schon... :D Als Material verwendete ich einen grauen Chambray. Der ist von Gewicht und Haptik her natürlich etwas anders als die leichte Viskose, aber er verleiht dem Kleid dadurch auch mehr Hemdblusencharakter, was ich ganz schön finde.
Was soll ich sagen? Ich war quasi umgehend mit dem Schnitt versöhnt. Es versteht sich von selbst, dass dieses Kleid nicht an einem Abend genäht ist. Aber diesmal hatte ich sozusagen Erfolgserlebnisse am laufenden Band, denn dank der tollen Anleitung habe ich meinen ersten richtigen Kragen und meine ersten Blusenärmel mit Manschette genäht. Und als ich dann noch eine erste Zwischenanprobe machte und das Kleid schon ganz gut saß, konnte ich mir gleich vorstellen, wie das komplette Outfit am Ende werden würde.
Ideen für Outfitkombinationen hatte ich ein Menge. Anfangs wollte ich es sogar richtig gründlich angehen, habe bei Pinterest gestöbert, die Webseiten der großen Modemagazine durchforstet und auch Printausgaben studiert. Aber einmal mehr kam ich zu dem Schluss, dass ich nicht dafür gemacht bin, mich nach Trends zu richten. Dass ich mich modisch kleide, das schon. Und auch die Stücke, die ich nähe, habe ich gern frisch und zeitgemäß. Allerdings ist es mir mittlerweile einfach wichtig, dass es zu mir passt, dass ich mich in der Kleidung wohlfühle, dass die Kleidung auch etwas für mich tut - einerseits für mein Wohlbefinden hinsichtlich des Tragekomforts und andererseits für mein Erscheinungsbild. Und so suche ich mir aus dem Meer an Angeboten bei gekaufter Kleidung, Schnittmustern und Stoffen das heraus, was (zu) mir passt.
Manchmal lasse ich mich durchaus auf neue Wege führen, wie beispielsweise bei der Farbe senfgelb. Sie ist ja ein immer noch anhaltender Trend, an den ich mich mittlerweile gut gewöhnt habe. Meinen schnellsten Strickmantel aus dem letzten Jahr trage ich nach wie vor wahnsinnig gern. Er hält ganz toll warm, weil er einen richtiggehend umhüllt. Als feststand, dass ich das graue Kleid als Basis meines Outfits tragen würde, war klar, dass ich kräftige Farben als Kombipartner brauchte. Sowohl meine Pinterestrecherche, als auch meine persönliche Intuition führten mich zu senfgelb und marsala. Zuerst wollte ich mich für eine der Farben entscheiden und dann das Outfit einmal chic und einmal casual stylen, wie ich es hier mit Frau Fannie und hier mit Frau Selma schon gemacht habe. Aber irgendwie konnte ich mich nicht recht entscheiden und so stellte ich zwei Looks mit den beiden Farben zusammen.
Da der Strickmantel das Outfit eher lässig macht, fand ich einen Schal als Accessoire dazu am passendsten. Allerdings wollte ich mir nicht den xten Loop nähen und so kam ich, auf der Suche nach einer Alternative, auf das lütte Tuch nach dem Tutorial von Annelie von Ahoi. Bei der Eulenmeisterei fand ich die perfekt passenden Stoffe dafür, den gemusterten Double Gauze von Cloud9 mit farblich passendem Interlock. Genäht ist das Tuch irrsinnig schnell, zumal ich noch fertige Knebelverschlüsse da hatte, die mal von einem Dufflecoat-Projekt übriggeblieben waren. Außerdem kann das Tuch immer wieder anders drapiert werden, was ich total gern mag. Die Strumpfhose habe ich neulich mal zufällig gekauft und die Stiefel passen gut zum Herbstmotto und den Farben des Looks.
Auf die Marsala-Kombi kam ich, weil ich dieser Farbe in der letzten Zeit fast schon inflationär oft begegnet bin. Frau Naadisnaa ist daran nicht ganz unschuldig... Ja, ich weiß, marsala hätte eigentlich schon letztes Jahr DIE Trendfarbe sein sollen, aber scheinbar hat sie das nicht so ganz mitgekriegt und ist erst dieses Jahr so richtig durchgestartet. Umso besser für mich, denn letztes Jahr war ich noch zu sehr mit der Gewöhnung an senfgelb beschäftigt, da hätte ich es unmöglich auch noch mit einer zweiten ungewohnten Farbe aufnehmen können... ;-)
 Mein Glück, dass es die tollen Ketten von Goldmeise in quasi allen Farben des Regenbogens gibt. Ein Mantel auch noch in marsala wäre dann allerdings doch zu viel des Guten gewesen, glaube ich. Anfangs war mein Plan, einen Blazer zu nähen. Dann hatte ich allerdings ein großes Stück dieses melierten Steppsweats hier liegen und bekam die Eingebung daraus einen Coatigan zu nähen. Auf das passende Schnittmuster stieß ich dann genau zur rechten Zeit in meinem Instagramfeed, als bei Indiesew die Cardigan-Wochen stattfanden und sie fast zum Schluss noch den Opal Cardigan vorstellten. Er war genau das, was ich suchte. Umgehend kaufte ich den Schnitt, druckte, schnitt, klebte und legte mit Nähen los. Und dann ... reichte der Stoff nicht ganz. Aaaaaaahhhh. Not macht aber erfinderisch und mit ein bisschen puzzeln und basteln gelang es mir schließlich doch noch, den Mantel zu nähen. Diesen Schnitt kann ich euch wirklich ans Herz legen. Er kommt mit zwei verschiedenen Ausschnitten und in drei Längen. Man kann also ganz unterschiedliche Teile daraus nähen. Wer sich wegen der Sprache unsicher ist, dem kann ich Fredis Näh-Guide für englische Schnittmuster empfehlen. Damit gelingen einem auch englische Schnitte sehr gut.
Mit Mantel, Kette, farblich passender Strumpfhose und meinen Lieblingsschuhen ist auch der Marsala-Look perfekt für mich.

Ich bin jedenfalls äußerst zufrieden mit meinen beiden Herbstlooks. Der Opal Cardigan hat das Zeug zum Klassiker und ich bin sicher, dass ich mir noch einen zweiten nähen werde. Und auch das Kleid habe ich seit seinem Entstehen schon mehrmals getragen.

Morgen geht die Blogtour weiter, bei Fredi gibt's eine Übersicht mit allen Blogs, die teilnehmen. Ich werde jedenfalls mal gucken gehen, ob ich mir noch ein paar Inspirationen für Herbstoutfits holen kann. Das ein oder andere Teil kann mein Kleiderschrank jedenfalls noch vertragen. ;-)

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim Afterworksewing

Schnitte: Sanibel Dress, Opal Cardigan, lüttes Tuch, schnellster Strickmantel
Stoffe: Chambray, Steppsweat, Double Gauze, Interlock, Strick (leider nicht mehr in gelb erhältlich)

Dienstag, 18. Oktober 2016

Heidi-Marie

Die C hat einen äußerst eigenen Geschmack, was ihre Kleidung betrifft. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass ich Sachen für sie genäht habe, die sie am Ende kein einziges Mal getragen hat, weil sie ihr nicht gefielen. Manchmal war das so bei Teilen, wo ich das zuvor schon geahnt hatte, die ich aber trotzdem genäht habe, weil ich hoffte, sie überreden zu können. Manchmal passierte es aber auch bei Kleidungsstücken, von denen ich es nicht gedacht hätte.
Eine(s) geht aber immer: Heidi. Seit der ersten StoffundLiebe-Heidi-Produktion habe ich der C Kleidung aus den Stoffen genäht und sie liebt sie alle heiß und innig. (Vermutlich würde diese Liebe inzwischen nur noch von Elsa-Kleidern gebrochen, aber da spiele nähe ich nicht mit...) 
Man könnte natürlich sagen, dass ich jeweils auch zufällig mit den Schnitten ins Schwarze getroffen habe, aber ich schätze die Heidi rockt das Ding von allein. Dabei ist diese Heidi-Liebe gar nicht mal so sehr auf die Fernsehserie gerichtet, irgendetwas scheinen die Stoffdesigns an sich zu haben, dass die C fasziniert. Glück für mich, dass ich die Motive meistens auch gern mag. Oder sie so vernähe, dass sie mir gefallen... ;-)
Der Schnitt unseres neusten Heidistreichs ist ein großer Favorit hier. Das Ballonkleid Marie von FeeFee hatte ich vor kurzem schon für die F genäht und nun war mal wieder eins für die C fällig.
Die C ist ein Mädchen durch und durch und so trägt sie auch in der kalten Jahreszeit gern Kleider. Natürlich kann man auch die Sommerkleider wintertauglich machen, indem man Langarmshirts darunter anzieht, aber gemütlicher sind doch Sachen aus kuscheligen, warmen Stoffen. Die Marie ist dafür perfekt. Der Ballonteil ist ohnehin zweilagig und somit wärmend und das Oberteil lässt sich sehr gut aus Sweatstoff nähen. 
Ich habe diesmal für das Oberteil Steppsweat verwendet. Diesem Material bin ich momentan regelrecht verfallen. Es hat eine ganz wunderbare Haptik, ist weich und kuschelig, durch die Steppung aber dennoch etwas stabiler als herkömmlicher Sweat. In den nächsten Monaten werde ich daraus sicherlich noch einige Teile nähen. 
Den Rockteil habe ich aus petrolfarbenem uni-Jersey aus meinem Fundus genäht und darauf das Heidi-Motiv aus dem Panel auf einem Kreis aus dem vichy-karo Kombistoff appliziert. Dazu habe ich das Ganze mit Zackenlitze und Zierstichen aufgepeppt.
Am Ende fehlte mir dann aber doch noch ein bisschen Schnickschnack und Tüdelei, denn ich finde bei so einem Heidikleid darf das schon sein. Nach einigem Suchen und tollen Tipps meiner Instastory-Gucker fand ich eine Plotterdatei, aus der ich mir dann die Gänseblümchen bastelte.
Die Ösen an dieser Kapuze sind quasi mein Meisterstück. Ösen waren bis dato immer so ein bisschen mein Schwachpunkt. Selten gelang es mir sie richtig einzuschlagen, also so, dass sie schön gleichmäßig an ihrem Platz saßen und wenn sie es doch taten, lösten sie sich meistens nach einiger Zeit ab. Nachdem ich darüber bei den Instastories ausreichend gejammert hatte, bekam ich gleich mehrmals den Ratschlag mir die Variozange von Prym zuzulegen. Ich kaufte sie mir, probierte sie aus und war restlos begeistert. Die Ösen (zumindest bis zu einem Durchmesser von 8mm) lassen sich damit total unproblematisch befestigen. Um gänzlich sicher zu gehen, habe ich außerdem auf die Rückseite die Wonder Dots von Snaply gebügelt und von vorne ein Stück SnapPap untergelegt. Wenn diese Ösen nicht halten, weiß ich auch nicht.
Habt ihr noch irgendwelche Tricks zu den Ösen? Vor allem, was man dann bei den größeren Ösen macht, die man nicht mit der Zange anbringen kann.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge

Schnitt: Marie 
Stoffe: Heidi (war nur als Vorbestellung erhältlich), Steppsweat
Plotterdatei: Fairytale (die Blume stark vereinfacht)

Dienstag, 11. Oktober 2016

Birds and Leaves

Birds and Leaves - Vögel und Blätter so ist der Name des Stoffdesigns von Lila Lotta, das ich für den heutigen Beitrag vernäht habe. 
Die Stoffe gefielen mir auf Anhieb, gleich als Sandra erste Einblicke bei Instagram gewährte. Verspielt und detailverliebt. Durch die Farben, vor allen Dingen türkis und petrol, aber nicht zu kitschig. Ein Kinderstoff, der nur auf den zweiten Blick als solcher zu erkennen ist. Dazu ein paar Akzente in pink und flieder, so dass auch meine Töchter ihn als mädchenhaft genug erachten würden. ;-) 
Und neue Herbst-/Wintersachen mussten ja eh her, wie ich letzte Woche schon schrieb. Der Schnitt dazu war mir auch recht schnell eingefallen, denn die Herzdame von Fred von Soho liegt hier schon eine Weile und war bisher nur ein einziges Mal genäht worden. Das wollte ich ändern. Allerdings wollte ich gern Kleider nähen.
Also verlängerte ich das Unterteil um ca. 8cm und ließ das Bündchen weg. Natürlich fehlt so der Balloneffekt, aber es sollten ja Kleider werden. Nachdem ich aber von dem Schnitt wieder neu begeistert bin, werde ich sicherlich in der nächsten Zeit noch ein paar mehr Herzdamen nähen. Der hiesige Bestand an Sweatstoffen ist ohnehin ausreichend aufgefüllt worden in der letzten Zeit, da wird noch die ein oder andere Tunika dabei rumkommen.
An den Ärmeln habe ich Bündchen für Faule genäht. Das war im Nachhinein in der Verbindung mit dem Steppsweat nicht ganz so klug. Dieses Material ist einfach zu voluminös dafür. So sind die Ärmel jetzt ungewollt zu Trompetenärmeln geworden. Die Kleider liegen aber schon bereit, um noch einmal nachgerüstet zu werden. Ich werde einfache Bündchen anfügen. Allerdings überlege ich noch, ob ich welche in dunkelblau oder pink bzw. flieder, passend zu den Bündchen am Ausschnitt und den Tascheneingriffen wähle. Mal sehen.
Auf den Oberteilen habe ich ein paar Hingucker platziert. Bei der C wurde es ein Herz aus einer Jerseynudel. Das habe ich zuerst hingelegt und drapiert bis es mir gefallen hat und dann vorsichtig mit dem Geradstich festgesteppt. Bei dem Kleid der F habe ich ein Motiv aus dem Stoff appliziert.
Die Mädchen mögen ihre Kleider jedenfalls. Auch und vor allem, weil sie Taschen haben. Ist ja aber auch praktisch im Herbst, bei den vielen Kastanien, Steinen, Eicheln, Federn und Stöcken, die man so sammmeln muss...

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT