Sonntag, 27. November 2016

Adventsverlosung Teil1

Na, habt ihr alle schon die erste Kerze am Adventskranz angezündet? Ich habe es immerhin geschafft, auf den letzten Drücker gestern den Kranz, den ich vorgestern gekauft hatte, mit Kerzen und einem Minimum an Deko zu versehen. So steht einem stimmungsvollen ersten Advent nichts mehr entgegen. Hoffe ich zumindest. ;-) 

Allerdings muss ich gestehen, dass mir selbst noch ein bisschen die Adventsstimmung fehlt. Einerseits ist es ja noch November, andererseits rast die Zeit gerade mal wieder so schnell dahin, dass es mir vorkommt, als wäre gestern erst St. Martin gewesen. Dazu kommt noch Freizeitstress in Form von unzähligen Terminen der Kinder, meine Nähprojekte, die ich gern noch umsetzen möchte und dann sind da noch ein paar Aufträge. All das mache ich gern. Ich merke immer wieder, wie gern ich nähe und wie gut es mir tut. Aber - sind wir mal ehrlich - Weihnachtsstimmung oder Besinnlichkeit bringt es jetzt nicht gerade mit sich. (Außer vielleicht man hört dabei Bing Crosby und näht einen Tischläufer aus LebkuchenmännerStoff oder so...)

Aber unweigerlich fängt man ja im Advent auch schon ein bisschen an, das Jahr Revue passieren zu lassen. Und da ist bei mir, gerade was den Blog betrifft, viel passiert. Es gab etliche Herzensprojekte, ich habe Erfahrungen im Probenähen gesammelt und Bloggerfreundschaften geschlossen. Ich hatte jede Menge tolle Erlebnisse, online und offline. Und so habe ich mir gedacht, ich möchte euch ein bisschen was Schönes, Gutes zurückgeben:


um euch die Adventszeit zu versüßen, wird es an jedem Adventssonntag bei mir etwas zu gewinnen geben. Ich wollte gern nicht einfach nur eine Verlosung veranstalten, sondern das Ganze auch ein bisschen persönlicher machen und so haben alle Gewinne etwas mit meinen Herzensprojekten, meinen Freebooks, zu tun. Die Gewinne kommen zum Teil von mir selbst und wurden mir zum anderen Teil zur Verfügung gestellt von Partnern, mit denen mich etwas verbindet.
Den Anfang macht heute die Kindertasche. Auf Instagram könnt ihr zwei Materialpakete (eins für Jungs und eins für Mädchen) dafür gewinnen, die mir freundlicherweise von Kikilino zur Verfügung gestellt worden sind. Also schaut doch mal dort vorbei.
Heute findet das Gewinnspiel nur auf Insta statt, an den nächsten Sonntagen wird es aber auch hier und auf Facebook Teilnahmemöglichkeiten geben.  
Falls ihr noch eine Kindertasche nähen möchtet (z.B. als Weihnachtsgeschenk), findet ihr das Freebook hier.
 
Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit!
Macht's gut,
Catharina


Mittwoch, 23. November 2016

Frau Vilma

Ich bin hemmungsloser Optimist. Meinen Optimismus könnte man manchmal schon für Naivität halten. Natürlich kann ich nicht die Augen vor der Realität verschließen und - ganz im Gegenteil - mein Kopfkino rattert mit Vorliebe dann, wenn gerade alles gut scheint und spinnt sich alle möglichen Horrorszenarien zusammen. Aber am Ende, ja, am Ende da wird doch immer alles gut. Oder?! 
Zumindest mit diesem Stoff hier, Gina&Greg, gab es ein Happy End. Er war im Sommer in meinem Überraschungspaket von Lillestoff, das ich bei den LilleLiebLinks gewonnen hatte. Und im ersten Moment (und auch im zweiten und dritten, um ehrlich zu sein) konnte ich mit ihm nichts anfangen. Ich fand die Farben seien nichts für mich und ich tat mir mit dem Material schwer. Also kam er erst mal in die Ablage. ;-)
Modal ist ein sehr weicher und fließender Stoff. Er ist wahnsinnig angenehm beim Tragen und fühlt sich toll an. Allerdings ist er nicht unbedingt ein Figurschmeichler, da sich quasi alles darunter abzeichnet. Das bedeutet, man muss Schnitte finden, die dem entgegenwirken und die lockere, fließende Gewebe brauchen, um gut zu sitzen. So ein Schnitt war schon das Wickelkleid, das ich aus dem Bubbles genäht habe.
Und nun kam der richtige Schnitt für Gina&Greg vor einigen Wochen heraus und ich wusste, dass die beiden zusammengehörten. Nachdem der Stoff also ein paar Monate lang gut abgelagert wurde, hat er endlich seine Bestimmung gefunden. Happy End, wie gesagt. :-) 
Frau Vilma ist ein wunderbarer Schnitt. Er könnte neben Frau Fannie zu einem meiner Favoriten werden. Genäht ist das Kleid relativ schnell, durch die gedoppelten Vorderteile ist der Stoffverbrauch allerdings recht happig, so dass mir das Stück aus dem Überraschungspaket haarscharf gereicht hat. (Das ist auch der Grund, warum die Ärmel so knapp sind...) Laut Anleitung soll man an die Vorderteile einen Druckknopf anbringen, um zu verhindern, dass sie zu weit auseinanderfallen. In Ermangelung geeigneter Druckknöpfe habe ich die beiden Teile mit ein paar Stichen aneinander genäht. Da der Ausschnitt ja weit genug ist, ist das auch kein Problem.

Ich hoffe eigentlich, dass mir schon bald mal wieder ein anderer passender Stoff für Frau Vilma über den Weg läuft.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim AfterWorkSewing
Stoff: Gina&Greg
Schnitt: FrauVilma
Schmuck: H&M, Glück&Seligkeit


Donnerstag, 17. November 2016

Jerseykleid aus Jaquard + 4 Belegtipps

Im Moment habe ich ja eine kleine Zwangsnähpause. Wegen meiner OP muss ich noch viel die Beine hochlegen, außerdem sind ja meine Maschinen in der Wartung und es dauert wohl noch 1-2 Wochen, bis sie fertig sind.
Aber zum Glück habe ich vor meiner OP in einem dezenten Anfall von Torschlusspanik ("3 Wochen lang nicht nähen... Ooooohhhh Neeeeeiiiinnnn!!!") gleich drei Kleider genäht. So habe ich mir eine kleine Näh-Überdosis geholt und kann hier auf dem Blog trotzdem ein bisschen was zeigen, während ich hauptsächlich auf der Couch herumliege. ;-)
Dieses Kleid also ist das erste meiner "Vorratskleider". Genäht ist es nach dem Schnitt Jerseykleid mit UBootausschnitt von Lillesol und Pelle. Dieser Ubootausschnitt gefällt mir sehr gut. Er ist ubootig genug, aber doch nicht so weit, dass man ständig daran herumzuppeln muss, weil er von einer Schulter auf die andere fällt und BH-Träger freilegt. So mag ich das.
Was ich bislang eher nicht so mochte, waren Ausschnitte, die mit Beleg genäht wurden. Klar, einen Beleg anzunähen ist jetzt nicht die ganz große Schneiderkunst, aber ihn dann so am Oberteil zu befestigen, dass er nicht permanent hochklappt, ist zumindest nicht ganz einfach. Wenigstens war es für mich bisher nicht ganz einfach. In den meisten Anleitungen steht, dass man den Beleg auf der Schulternaht feststeppen und/oder die Nahtzugabe auf dem Beleg festnähen soll. Aber diese Methode war bei mir noch nie so erfolgreich. Vielleicht habe ich es auch nicht ganz richtig gemacht, aber die Belege rollten sich beim Tragen immer wieder nach oben und lugten aus dem Ausschnitt hervor. Und wenn ich eins nicht leiden kann, dann Kleidung, die man beim Tragen immer wieder zurechtrücken muss. Und so habe ich in der Vergangenheit Belege meistens einmal ringsherum abgesteppt, was natürlich eine (mehr oder weniger) sichtbare Naht bedeutet hat.
Als ich das Kupferblätter-Sweatkleid für die C nähte und das bei den Instastories zeigte, erzählte ich auch von meinem Belegproblem. Quasi umgehend bekam ich mehrere Tipps, wie man Belege unsichtbar befestigen kann und mindestens genau so viele Nachfragen, nach den Tipps, die ich bekommen habe.
Deshalb habe ich die besten Tipps jetzt hier mal aufgeschrieben:
- Den Beleg mit Bügelband von IKEA festbügeln.

- Den Beleg von innen mit Hexenstich oder Saumstich annähen.

- Den Beleg mit Vlieseline verstärken in Kombination mit Festnähen auf der Schulternaht.

- Den Beleg mit Vliesofix am Oberteil festbügeln.

(Vielen lieben Dank an @claudia_thema, @luusmeitlifashion, @dawandashop für eure Ratschläge!)
Ich habe mich diesmal für Vliesofix entschieden. Zugegebenermaßen bin ich schon ein großer Freund von minimaler-Aufwand-maximales-Ergebnis-Lösungen und da kommt mir diese Vliesofix-Geschichte schon sehr entgegen. ;-) Zusätzlich habe ich den Beleg aber auch auf der Schulternaht festgenäht. Auf diese Weise sollte er erst einmal halten. Auf jeden Fall lässt sich das Kleid so sehr angenehm tragen und wenn das Vliesofix jetzt dauerhaft hält, wird das meine Lieblingsbeleglösung.
Man muss natürlich etws Sorgfalt walten lassen beim Bügeln. D.h. man sollte von Anfang an den Beleg schön glattstreichen und aufpassen, dass man keine Falten miteinbügelt oder der Beleg nicht richtig sitzt, weil man es nachträglich nur schlecht ändern kann. (Ja, ich spreche aus Erfahrung...)
Kennt ihr denn noch andere Belegtricks? Oder halten die Belege bei euch auch so?

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS
Stoff: Jaquard von Lillestoff
Kette: Goldmeise




Dienstag, 15. November 2016

Sieglindes Haferplätzchen

Heute habe ich mal wieder ein Rezept für euch.
Ich weiß, bald geht die Weihnachtsbäckerei los oder seid ihr vielleicht schon mittendrin? Bei uns geht es mit den Weihnachtsplätzchen jedenfalls erst im Advent los. Bis dahin gibt es hier verschiedenes anderes Gebäck, das uns die Nachmittage versüßt. Ganz hoch im Kurs stehen da Waffeln, sowohl bei den Kindern als auch bei mir. Mein liebstes Rezept dafür ist übrigens das von Bine
Sehr gern backe ich in der letzten Zeit aber auch diese Haferplätzchen. Das Rezept habe ich von Sieglinde, einer Freundin meiner Mutter. Es gibt sicher unzählige ähnliche Rezepte und auch ich habe vorher schon Haferflockenkekse in anderen Versionen gebacken. Aber diese hier haben mich ganz schnell überzeugt. Und auch alle (also wirklich alle), die sie bis jetzt probiert haben, fanden sie lecker. Also dachte ich mir, ich teile das Rezept mal mit euch und bin gespannt, was ihr dazu sagt.


Sieglindes Haferplätzchen
Grundrezept 
- 250g Butter
- 500g kernige Haferflocken
- 200g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 TL Zitronensaft
- 3 Eier
- 2-3 EL Mehl

Die Butter schmelzen und die Haferflocken zufügen, unterrühren und erkalten lassen.
Zucker, Zitronensaft, Eier und Mehl verrühren und zu der Haferflockenmasse geben.

Mit zwei Teelöffeln Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Im vorgeheizten Ofen (Umluft 160°C) 15 - 20 Minuten backen.


Neben dem Grundrezept, habe ich noch eine Variante ausprobiert, die mir wahnsinnig gut schmeckt. Ich mag Cranberries total gern und Schokolade sowieso. Also:
- 250g Butter
- 500g kernige Multikornflocken
- 180g brauner Zucker
- 1 Pck Vanillezucker
- 1 TL Zimt
- 3 Eier
- 2-3 EL (Vollkorn-)Mehl
- 100g Cranberries (diese Menge kann je nach Geschmack reduziert werden)
- 50g dunkle Schokolade, gehackt

Bereite den Teig wie beim Grundrezept zu und füge zum Schluss noch Cranberries und gehackte Schokolade hinzu.

Das Rezept könnt ihr natürlich ganz nach euren Vorlieben verändern. Statt Cranberries sollten auch viele andere Trockenfrüchte funktionieren, wie z.B. Rosinen, Aprikosen, etc. Und natürlich kann man auch gut Vollmilch- oder weiße Schokolade verwenden. Ach, ich merke schon, ich muss mal wieder ran.
Allerdings fällt es mir momentan immer noch schwer längere Zeit auf den Beinen zu sein und liege deshalb besser noch eine Weile auf der Couch. Von daher lasse ich wohl lieber backen. Das geht übrigens sehr gut. Als ich neulich die Fotos hier von den Plätzchen gemacht habe, war eine Freundin der C zu Besuch und beide Mädels haben den Großteil des Backens (mit Anleitung) selbständig übernommen
Lasst es euch schmecken!

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge



Donnerstag, 10. November 2016

Für mich soll's goldne Blätter regnen...

... die Rosen würde ich mir lieber in die Vase stellen.
So habe ich's Anfang der Woche bei Instagram geschrieben, als ich dort schon mal dieses Bild zeigte.
In der letzten Woche war hier einiges los. Ich hatte ja eine OP am Bein, weswegen ich mich eigentlich noch schonen müsste. Weil aber das Leben so ist, wie das Leben nun mal so ist, sind alle meine Kinder an dem Wochenende nach der OP an einem Magen-Darm-Virus erkrankt. So dass das mit dem Schonen und Beinehochlegen eher so semigut funktioniert hat.
Wenn ich aber eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann, dass man - auch - auf sich selbst hören muss, auf Körper und Seele und darauf achten, dass es beiden gut geht. Und genau daran habe ich mich in den letzten Tagen immer wieder erinnert. 
Ich habe mich selbst zurück auf die Couch geschickt, wenn ich zum xten Mal wegen einer Kleinigkeit aufgestanden bin. Ich versuche mein Kopfkino zu stoppen, das mir unentwegt aufzeigen will, welche Nähprojekte ich gerade alle verpasse, weil ich ja erstens die Beine hochlegen muss und zweitens meine Maschinen in der Wartung sind. Ich erinnere mich zum Beispiel anhand dieser Bilder, die wir letzte Woche am Feiertag aufgenommen haben, daran, dass auch wieder schönere Zeiten kommen, mit besserem Wetter und fitterem Allgemeinzustand meinerseits.
Und genau genommen habe ich mir auch mit diesem Kleid etwas Gutes getan. Der Stoff ist mir schon bei seinem Erscheinen vor fast drei Jahren ins Auge gefallen, als ich Lillestoff gerade entdeckt hatte. Aber ich muss gestehen, ich war zu der Zeit zu geizig und habe mich vielleicht auch nicht recht getraut. Außerdem war ich schwanger mit der F und habe nicht wirklich viel für mich selbst genäht. Das Stoffdesign hat mich aber nie ganz losgelassen, immer wieder mal habe ich danach gesucht und überlegt und am Ende doch nicht gekauft. Zwischenzeitlich gab es ihn gar nicht mehr, glaube ich. Und dann war er da. Beim Lillestofffestival blitzte ein Ballen ZigZag in den schier endlosen Reihen an Stoff auf. Und da schlug ich dann zu.
Über einen passenden Schnitt habe ich nur kurz nachdenken müssen. Es wurde Frau Fannie. Dass bei mir Lillestoff und Frau Fannie gut zusammenpassen, habe ich ja schon öfter gezeigt (hier, hier, hier). Und ich finde auch zu diesem Stoffdesign passt der Schnitt super. Das Muster kommt so gut zur Geltung (auch weil ich es ohne Taschen genäht habe) und das - zumindest für mich - klassische Design passt gut zu dem klassischen Schnitt.
Als Accessoire habe ich mir recht spontan noch ein lüttes Tuch genäht. Ich trage mein erstes Tuch ständig und so wollte ich gern noch ein zweites haben, das etwas dezenter wäre, bzw. etwas kombinationsfreundlicher. Durch den Jaquard ist dieses Tuch noch dazu wunderbar wärmend, genau das Richtige für diese Jahreszeit.  

Wie ist das bei euch? Habt ihr auch solche Stofflieblinge oder -klassiker? So im Nachhinein betrachtet gibt es heute nämlich nicht mehr allzu viele Stoffe, die mir zu meinen Nähanfangszeiten gefielen und jetzt immer noch. :D

Macht's gut,
Catharina

Schnitte: Frau Fannie, lüttes Tuch
Stoffe: ZigZag, KnitKnit, SummerGlamJersey
Verlinkt bei RUMS

Dienstag, 8. November 2016

Basics für den Kleiderschrank

So gern ich es mag, besondere (d.h. ausgefallene, aufwändige oder außergewöhnliche) Kleidungsstücke für meine Kinder (und mich selbst) zu nähen, so schön finde ich es auch, dass ich relativ einfach unsere Kleiderschränke mit Basicteilen füllen kann, wenn das nötig ist.
nähen für kinder leggings
Letztens stellte ich fest, dass es der F an Leggings und Shirts bzw. Pullovern mangelte. Also zog ich meinen liebsten Leggingsschnitt (LittleLegLove Freebook von Nemada/Klararabella) heraus, schnitt an einem Abend sieben Leggings zu und nähte sie am nächsten Abend fertig.
nähen für kinder leggings
Dank Overlock sind solche Projekte ja ziemlich schnell erledigt und man schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Lücken im Kleiderschrank gefüllt, Stoffbergeabbau vorangebracht. ;-)

Neben Hosen sollte sie aber auch noch ein paar Shirts und Pullover bekommen. 
nähen für kinder leggings
Einen Sweater hatte ich ihr neulich schon aus dem schönen ByGraziela-Sweat genäht und jetzt folgte noch dieser nach der gleichen Machart. 
nähen für kinder leggings
Als Grundlage verwendete ich den Schnitt zum Raglanshirt von Klimperklein und kombinierte die tolle Halsbündchenlösung von Mialunas Rose dazu. Sowohl an den Ärmeln als auch am Saum, habe ich Bündchen für Faule genäht. So ist auch dieses Shirt blitzschnell genäht und kriegt einen gemütlich-lässigen Oversizelook.
nähen für kinder leggings
Ich finde diesen Sweat genial. Mittlerweile bin ich sehr angetan von den ganzen Digitalprints und die Strickoptik bei diesem Stoff ist wirklich perfekt. In Kürze werde ich euch noch etwas zeigen, das ich für mich selbst daraus genäht habe.
nähen für kinder leggings
Die Fuchsapplikation* ist ein kleines Highlight auf dem einfachen Sweatshirt. Ich habe die Datei auf Filz gestickt und noch einmal auf einem Reststück Chambray befestigt. Dabei habe ich noch zwei Webbandstückchen mitgefasst.

Die F mag jedenfalls ihren Fuchspullover sehr und ein oder zwei in der Machart werde ich ihr sicher noch nähen. Momentan bin ich ja auf Näh-Entzug. Letzte Woche hatte ich eine OP und muss jetzt noch überwiegend liegen. Außerdem habe ich meine Maschinen zur Wartung gegeben und das dauert ca. 3 Wochen. (Ich hoffe natürlich kürzer, aber man weiß ja, wie das ist...)
Aber ich war in den letzten Wochen auch etwas fleißig und so habe ich noch ein bisschen was zu zeigen. Und vielleicht kriege ich ja meine Maschinen auch schneller zurück als angegeben. (Die Hoffnung stirbt zuletzt...!)

Macht's gut,
Catharina

*Die Stickdatei zur Fuchsapplikation wurde mir von Kunterbuntdesign zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
  
Verlinkt bei: Dienstagsdinge, HoT

Donnerstag, 3. November 2016

Kindertaschenbeispiele

Am Dienstag habe ich euch das Freebook zur Kindertasche vorgestellt. Heute möchte ich euch gern mal die Beispiele, die ich bis jetzt genäht habe, genauer zeigen.
Die Zwillingstaschen waren die ersten Taschen, die ich genäht habe, sozusagen die Prototypen. Ich wollte gern den beiden Mädels zum Geburtstag eine Freude machen und dachte, dass sie solche Taschen sicher mögen würden (was sie tatsächlich auch tun, was mich wiederum sehr freut...).
Die Stoffwahl hatte ich damals schnell getroffen. Die Äpfel und Birnen von Hamburger Liebe sind sich ähnlich genug und doch unterschiedlich, perfekt also für Zwillingsmädchen. Um noch einen Eyecatcher zu haben und das Unterscheiden einfacher zu machen, applizierte ich die Namensschilder auf der Klappe.
Dafür verwendete ich Stoffreste, die ich mit der Zackenschere ausschnitt, mit Vliesofix auf dem Klappenteil fixierte und anschließend unregelmäßig feststeppte.
Bei der Tasche, die ich für die F genäht habe, habe ich das Namensschild nach dem gleichen Prinzip gemacht. Allerdings habe ich es noch mit einem Fimoknopf und Webbandreststücken gepimpt. Das gefällt mir bei Sabine von Farbenmix immer so gut und man kann auf diese Weise wirklich mal die ganzen Bänder, die man mit der Zeit so ansammelt, verwenden.
Für den Taschenbaumler habe ich ganz einfach mehrere Bänder und das Glöckchen zusammengebunden und an der Öse befestigt. Es gibt aber auch verschiedene Tutorials, um sich Taschenbaumler zu nähen oder anders zu gestalten: z.B. bei Farbenmix, HandmadeKultur, Izma, Frau Schloerte uvm.

Die Kindertasche geht natürlich auch für Jungs und für größere Kinder. Oder sogar Erwachsene? ;-)
bygraziela stickdatei sticken fuchs
Für die Fuchstasche habe ich Jeans verwendet. Der hat natürlich eine andere Festigkeit als die Webware, aus denen ich die anderen Taschen genäht habe. Deshalb habe ich hier Vlieseline H630 verwendet (statt H640, wie bei den anderen), die ist etwas lockerer.
Übrigens eignet sich die Kindertasche auch prima zum Upcycling. Man könnte die Schnittteile nämlich auch gut aus abgelegten Jeans zuschneiden.
bygraziela stickdatei sticken fuchs
bygraziela stickdatei sticken fuchs
Bei den Verzierungen habe ich mich bei dieser Tasche etwas ausgetobt. Auf der Klappe ist der süße Fuchs appliziert, an den Seiten habe ich Webbänder und den Anfangsbuchstaben des Taschenbesitzers (nach dem gleichen Prinzip wie bei den Namensschildern) aufgebracht.

Für größere Mädchen darf die Tasche ja auch schon ein bisschen cooler sein. Etwas minimalistischer vielleicht, nicht ganz so viel Tüdelkram, nur ein bisschen bunt.
bygraziela stickdatei sticken glücksklee
Für die C musste selbstredend wieder ein bisschen pink dazu, aber durch den eher groben Steppstoff wirkt die Tasche gleich etwas erwachsener. Der Stoff ist "Moskau" aus der Taschenstoffkollektion von Swafing. Ich hatte ihn vor zwei Jahren schon gekauft, wollte ursprünglich mal eine Tasche für mich selbst daraus machen, habe dann dem Mann eine Messengerbag genäht und jetzt aus den Resten eben die Tasche für die C. Da der Stoff ja bereits ein Vlies aufgesteppt hat, habe ich hier auf Volumenvlies verzichtet und nur die Innentasche mit Einlage verstärkt.
bygraziela stickdatei sticken glücksklee
Die Klappe eignet sich besonders gut dafür, eine Paspel mitzufassen. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen sie mit Schrägband einzufassen. Der Bär gefällt mir sehr. Für ihn (und den Fuchs) habe ich nach langer Zeit mal wieder meine Stickmaschine entstaubt. Als Grundlage für das Bärengesicht habe ich einen Veloursstoff verwendet, von dem ich noch ein Reststück im Fundus hatte. Dadurch fühlt sich die Applikation auch toll an. Die Datei gibt es ab heute bei Kunterbuntdesign.
Bei dieser Tasche habe ich das Webband sozusagen einmal ringsherum aufgenäht. Zuerst auf den Seitenstreifen und dann noch auf das Gurtband. So zieht sich ein roter pinker Faden durch oder über die Tasche, vervollständigt das Gesamtbild und gibt gleichzeitig noch einen Farbtupfer ab.

Zuletzt habe ich noch die XL-Version der Kindertasche zu zeigen.
Ich habe sie für den M genäht, der sich bitter beschwert hatte, dass jetzt alle seine Geschwister Taschen hätten, nur er nicht. (Dem L hatte ich früher schon mal eine ähnliche Tasche genäht.) Also bekam er auch eine. Natürlich wäre das Originalformat für ihn etwas zu klein gewesen und da ich wollte, dass er seine Schlagzeugsachen darin würde transportieren können, sollte sie mindestens DinA4-Format haben. Im Endeffekt habe ich die Maße etwas zu großzügig gewählt. Eine Tasche in den Beispielmaßen wie ich es im Freebook vorgerechnet habe, wäre vermutlich groß genug gewesen. Aber vielleicht behält er die Tasche dafür dann die nächsten Jahre über.
Allerdings werde ich das Gurtband noch einmal tauschen, es ist für so eine große Tasche etwas zu schmal. Schön wäre vielleicht auch so ein Polster. Mal sehen, ob ich da noch etwas bastele.
Um die Tasche etwas robuster zu haben, habe ich die Schnittteile geteilt und das untere Viertel jeweils aus Kunstleder zugeschnitten. Ich bin gerade ein großer Fan dieses Materials und plane schon Erwachsenenversionen der Kindertasche damit.

Das waren nun die Taschen, die bis jetzt bei mir entstanden sind. Die ein oder andere wird es in der nächsten Zeit sicher noch geben. Und dann habe ich mir noch eine kleine Überraschung für euch vorgenommen. Was genau es wird, verrate ich euch dann demnächst.

Ich freue mich jedenfalls, dass euch das Freebook gut gefällt und bin sehr gespannt, wie eure Kindertaschen so werden. Zeigt sie mir unbedingt, also schickt mir Bilder per Mail, taggt mich bei Facebook oder Instagram.

Macht's gut,
Catharina

Dienstag, 1. November 2016

Freebook Kindertasche

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen - hier ist die Kindertasche.
In den letzten Posts habe ich euch immer wieder vom tollen Austausch bei Instagram vorgeschwärmt. Vor allem bei den Instastories (wo man kleine Filmchen hochladen kann, die nur 24 Stunden lang zu sehen sind) funktioniert das hervorragend. Ich begleite auf diese Weise gern komplette Nähprojekte, so dass ich nicht nur meine fertigen Werke oder hin und wieder ein Zwischenergebnis zeige, sondern ihr auch mal sehen könnt, wie bei mir der Weg dahin so aussieht. Umgekehrt finde ich es auch total spannend das bei anderen zu beobachten oder einfach mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
So war es jedenfalls auch im Sommer, als ich für zwei kleine Damen zum Geburtstag diese Taschen genäht habe. Ich hatte mir die Schnittteile gezeichnet und dann einfach losgelegt und mitgefilmt. Das Feedback dazu war toll. Es gab einige Fragen zu den Namenplots auf der Vorderseite, eine kleine Diskussion auf welche Seite das Volumenvlies gebügelt wird und viele Bitten nach einem Tutorial zu der Tasche. Damit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet, da es doch eine eher einfache Konstruktion ist. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich schon auch, dass es oft schöner ist, eine konkrete Anleitung oder sogar Schnittteile zu haben. Und da habe ich versprochen, dass es ein Tutorial dazu geben würde. 
Es hat ein bisschen gedauert, aber hier ist es nun. Wie auch beim Filzhaarschmuck habe ich mich dazu entschlossen, eine Datei zum Download für euch zu erstellen. So könnt ihr euch die Anleitung und sogar Schnittteile (ein dickes Danke an meinen Mann!) für die Kindertasche bequem herunterladen und ausdrucken. 
Was ist nun das Besondere an der Kindertasche? Eigentlich nichts. Und das ist vielleicht schon das Besondere. Der Schnitt an sich ist ganz simpel. Drei Schnittteile, die zusammengenäht werden. Ein bisschen Gurtband dazu. Fertig. 
Ja klar. Ganz so einfach ist es nicht und es schadet sicher auch nicht, wenn man schon mal eine Tasche genäht hat. Aber mit ein bisschen Durchhaltewillen ist das Projekt durchaus anfängertauglich. Ich habe bewusst alles einfach gehalten, keine Extrafächer oder Innentaschen vorgesehen, auf Reißverschlüsse verzichtet und mich jetzt auch bemüht, die Anleitung so detailliert wie möglich zu verfassen. 
bygraziela stickdatei glücksklee
bygraziela stickdatei fuchs
Allerdings steckt in der Kindertasche jede Menge Potential. Zum einen lebt die Tasche vom jeweiligen Design. Da der Schnitt so basic ist, kann man durch die Stoffwahl und alle möglichen Verzierungen ganz unterschiedliche Taschen kreieren. Zum anderen ist die Kindertasche in dieser Form nur die Grundform. Der Schnitt kann beliebig verändert, d.h. vergrößert werden. In der Anleitung erkläre ich wie das geht.
Und so habe ich dem M eine XL-Version für sein Schlagzeugzeug genäht. Ich habe den unteren Teil der Tasche und die Vorderseite der Klappe aus Kunstleder genäht, um sie etwas robuster zu machen. Zumindest hoffe ich, dass sie so etwas länger hält. Dafür habe ich die Schnittteile an der entsprechenden Stelle geteilt.
Die Klappe habe ich einfach frei Schnauze geschwungen zugeschnitten. Insgesamt hat diese Tasche schon Erwachsenenformat. Ich muss zugeben, dass ich mich da beim Zuschnitt etwas verschätzt, bzw. die Größe der fertigen Tasche etwas unterschätzt habe. Aber so hat er vielleicht für länger was davon.

Hier ist nun für euch das Freebook zur Kindertasche:
Mit Klick aufs Bild kommt ihr zum Download.

In den nächsten Tagen werde ich euch die einzelnen Taschen, die ich als Beispiele genäht habe, noch genauer vorstellen. Da schreibe ich dann natürlich auch ein bisschen was zu den verschiedenen Stoffen und Materialien, die ich verwendet habe. Schaut doch einfach noch mal rein.

Ich bin schon gespannt, wann ich die erste eurer Kindertaschen entdecke. 

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT, Nähfrosch