Freitag, 23. Dezember 2016

Frohe Weihnachten!

Hinter mir liegt ein aufregendes Jahr. Es ist viel passiert, gerade hier auf dem Blog. 

Ich habe so einiges genäht und gewerkelt und das meiste davon hier gezeigt. Dabei freue ich mich immer noch jedes Mal über eure Kommentare und Nachrichten. Vielen lieben Dank dafür!

Während dieses Jahres habe ich viele Bloggerfreundschaften geschlossen. Allen voran mit Alex von Macis Atelier und Caro von Weissblau mit Zuckerguss, mit denen ich im Sommer gemeinsam Bloggeburtstag gefeiert habe.
Beim Lillestoffestival habe ich jede Menge Damen getroffen, die ich vorher nur virtuell kannte. Das besonders Schöne daran war, dass eigentlich alle genauso wunderbar, sympathisch und lustig waren, wie ich sie online kennengelernt hatte. Nicht zuletzt die Mädels aus dem Nähconnection-Team habe ich richtig ins Herz geschlossen. Mittlerweile bin ich tatsächlich Nähconnection-Botschafter und ich freue mich darüber sehr. 

Jetzt möchte ich euch eigentlich nur noch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen. Alles Liebe und Gute für euch und eure Familien!
Die Geschenkanhänger sind ein Freebie von Christinaa!
Ich freue mich schon sehr auf das kommende Jahr hier auf dem Blog. Im Januar geht es wieder weiter. Bei Instagram gibt es auch zwischendurch mal das ein oder andere zu sehen.

Macht's gut,
Catharina

Sonntag, 18. Dezember 2016

Adventsverlosung Teil 4

Einen schönen vierten Adventssonntag wünsche ich euch!
Noch eine Woche bis Weihnachten, da ist bei den meisten Endspurtstimmung angesagt, oder?!

Hier ist das jedenfalls so. Wie jedes Jahr fallen einem in den letzten Tagen tausend Dinge ein, die noch erledigt werden müssen oder die man sich zu Beginn der Adventszeit mal vorgenommen und bis jetzt erfolgreich verdrängt hatte. Bei mir kommt in diesem Jahr noch diese Hammererkältung dazu, die dazu geführt hat, dass ich viele meiner Pläne nicht umsetzen konnte. Seien es Nähprojekte, Plätzchen, die ich backen wollte oder Bastelideen, die ich mit den Kindern ausprobieren wollte. Nun ja, wie ich am Dienstag schon schrieb, habe ich mir in der Hinsicht inzwischen eine "Dann isses halt jetzt so..."-Einstellung zugelegt. Nächstes Jahr ist auch wieder Weihnachten. ;-)

Genau dieses "Dann isses halt jetzt so..." hat übrigens zu dem heutigen Gewinn meiner Adventsverlosung geführt. Ursprünglich wollte ich eine von mir genähte Kindertasche verlosen, so als großes Finale. Sogar Anfang letzter Woche noch war ich der wahnwitzigen Meinung, dass ich das bis heute noch schaffen könnte. Da aber nicht nur die Adentszeit jetzt zum großen Finale ansetzt, sondern auch meine Erkältung mich zu guter Letzt noch mit Ohren- und Nebenhöhlenentzündung beglückt, habe ich die Tasche gestrichen. Und ich denke, ich habe würdigen Ersatz gefunden.

Letzte Woche habe ich gemerkt, dass der Filzhaarschmuck sehr gut bei euch ankam und deshalb gibt es heute einfach noch mal welchen. 

Vierter Advent, vierte Verlosung, vier Gewinne:
Diesmal wieder nur bei Instagram, also hüpft bitte rüber und macht mit. Ich freue mich sehr!

Ach ja, etwas darf ich hier noch verkünden. Nachdem sich eine Gewinnerin der zweiten Verlosung nicht gemeldet hat, habe ich unter den verbliebenen Kommentaren noch einmal ausgelost:  
Nadine (Tons&Muzzi), du bekommst noch ein Materialpaket für den Filz-Haarschmuck! 
Herzlichen Glückwunsch. :-)

Ein Mal werde ich mich in der nächsten Woche hier noch melden, dann tauche ich ab in die Weihnachtsferien. Eine Pause zum wieder auf die Beine kommen und Krafttanken und Ideen sammeln brauche ich gerade dringend, denn meine Lust aufs Nähen ist riesengroß, aber ich habe einfach keine Energie mehr übrig. Das (fast) vergangene Jahr war so voll. Es ist viel passiert und ich habe viel geschafft, aber gerade (auch durch meine Erkältung) merke ich, wie viel Kraft es doch gekostet hat. Und so freue ich mich umso mehr, dass ich euch mit meiner Adventsverlosung eine Freude machen und mich bedanken kann bei euch, für alle Kommentare, die ihr mir geschrieben habt, für all die Nachrichten und Mails, die ich bekommen habe.

Macht's gut,
Catharina

Dienstag, 13. Dezember 2016

TicTacToe Dress

*Werbung*
Von Weihnachtskleidern und Plänen...
Tja, wo fange ich diesmal an. Ursprünglich, also vor ca. 2 Monaten, hatte ich Pläne, große Pläne für schlicht-schöne Weihnachtskleider für meine Mädchen. Dazu sollte jede einen Louisa Mantel bekommen. Ich träumte, nein ich schmiedete schon konkrete Pläne für das Fotoshooting. Hatte Ideen für die Location und Accessoires. Und dann, ja, dann kam alles anders. Wie das eben so ist mit Plänen. Life is what happens, when you're busy making other plans. 
Seit meiner OP Anfang November bin ich nicht mehr richtig in den Tritt gekommen. Zuerst musste ich mich ja schonen und meine Maschinen waren sowieso in der Wartung. Und dann kamen die Krankheitswellen. Zuerst der Norovirus und dann eine Wahnsinnserkältung, die ich jetzt seit mittlerweile 2,5 Wochen habe und die einfach nicht wieder gehen will. Irgendwie blieb das Nähen so immer wieder auf der Strecke. Außerdem gibt es ja auch noch jede Menge andere Dinge zu tun um diese Jahreszeit. 
Zwar ärgere ich ich immer noch sehr, dass ich meine ursprünglich geplanten Projekte nicht umsetzen konnte. Aber es hilft ja alles nichts. Der Stoff, den ich dafür besorgt habe, wird ja erst einmal nicht schlecht und dann vernähe ich ihn eben im nächsten Jahr. Die Weihnachtskleider aus dem letzten Jahr sollten ohnehin noch passen und es ist ja nicht so, dass in den Schränken meiner Mädchen akute Leere herrschen würde. Und eins, ja ein wunderbar schlicht-schönes Kleid habe ich immerhin genäht.
Ein TicTacToe Dress. Das Schnittmuster dazu gibt es ab heute auf Deutsch bei Nähconnection. Es ist ein ganz klassischer Schnitt mit zig Varianten. Mich haben direkt die süßen Flügelärmelchen angesprochen. Man kann aber auch Puffärmel nähen. Dazu kann das Oberteil auf verschiedene Weise unterteilt werden und diese Teilungen können mit Paspeln betont werden. Schaut euch unbedingt die vielen unterschiedlichen Beispiele an. Je nach Variante und Stoffwahl wirkt das Kleid jedes Mal wieder anders.
Ich werde auf jeden Fall der C auch noch ein TicTacToe nähen. Sie hat sich nämlich eins mit Puffärmeln gewünscht. Und das Schöne an diesem Schnitt ist ja, dass er ganz zeitlos klassisch ist. Dann gibt es diesmal die Weihnachtskleider eben im Februar. Was soll's. 

Falls ihr jetzt auch dringend den Schnitt braucht, kriegt ihr ihn aktuell bei Nähconnection zum Einführungspreis. Das lohnt sich. :-)

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Dienstagsdinge, HoT

Sonntag, 11. Dezember 2016

Adventsverlosung Teil 3

Einen wunderschönen dritten Adventssonntag wünsche ich euch!

Na, habt ihr fleißig gebacken in den letzten Tagen? Ich muss gestehen, ich war jetzt am Wochenende ein bisschen faul in der Hinsicht, nachdem ich ja die ganze letzte Woche quasi durchgebacken habe. Allerdings quäle ich mich auch immer noch mit meiner Erkältung herum, gestern hatten wir beide zweiwöchiges Jubiläum. ;-) Ich bin sehr gespannt, wie lange das mit uns noch dauert. Mittlerweile würde ich mich dann doch eigentlich gern wieder von ihr trennen.

Bevor wir zur nächsten Runde der Adventsverlosung kommen, muss ich noch einen Aufruf starten: Birgit Zischka, die zweite Gewinnerin vom letzten Wochenende hat sich noch nicht bei mir gemeldet. Leider kann ich dich nicht erreichen. Birgit, bitte melde dich im Laufe der Woche bei mir per Mail (madame_blanc ät web.de), sonst lose ich nächstes Wochenende einen neuen Gewinner aus.
 
Heute gibt es also den dritten Teil meiner Adventsverlosung und es gibt etwas für alle, die nicht so gern selbermachen. Ich verlose heute insgesamt zwei Überraschungspakete mit meinem Filzhaarschmuck. Eins auf Facebook und eins bei Instagram. Also besucht mich doch einfach mal dort, lasst mir ein Like da und macht mit. Ich freue mich sehr!

Macht's gut,
Catharina

Freitag, 9. Dezember 2016

#simplifyyourweihnachtsbäckerei Rezepte 4

Heute am letzten Tag meiner easy-Plätzchen-Reihe gibt es Plätzchen vom Blech. Einmal in ganz einfach und einmal in "zumindest nicht furchtbar kompliziert". Schnell gehen tun aber alle beide.


Den Anfang macht Schokobrot. Bei uns ein absoluter Klassiker. Eigentlich ist es mehr ein Kuchenteig, der flach aufs Blech gestrichen und gebacken wird. Anschließend wird er aber in kleine, plätzchengroße Stücke geschnitten und macht sich deshalb toll auf bunten Tellern. Ich ergänze den klassischen Teig gern noch um 1 TL Lebkuchengewürz und 1 TL Kakao. Im übrigen halte ich mich  nicht damit auf, 250g Schokolade zu reiben... Ich verwende einfach Raspelschokolade. Das funktioniert wunderbar und macht nicht halb so viel Arbeit. ;-) Beim Verzieren habe ich diesmal den restlichen Krokant der Knusperstangen von gestern verwendet und außerdem noch Sternenstreusel und Mandelstifte. So ist hoffentlich für jeden Geschmack was dabei. Wenn man mag, kann man zum Beispiel auch bei der Glasur variieren. Zuckerguss, angerührt mit Puderzucker und Glühwein, passt sehr gut zum Schokobrot.
Das zweite Rezept sind Linzer Streifen. Ich liebe ja Linzer Torte sehr und das Ganze dann in Plätzchenform zum Naschen finde ich spitze. Zugegeben, die Streifen sind mit ein paar mehr Arbeitsschritten verbunden, aber in diesem Fall lohnt es sich. Lasst euch auch bitte nicht entmutigen, wenn das Blech direkt nach dem Backen nicht ganz so ausseht, wie ihr es euch vorgestellt habt. Als ich meine Schnitte aus dem Ofen holte dachte ich, das sind die katastrophalsten Plätzchen meines Lebens. Aber dann, in Stücke geschnitten und mit Puderzucker bestäubt, sahen die Dinger fast genau so aus, wie beim Original-Rezept. Yes! 
So, das war's dann fürs Erste mit meinen easy-peasy Rezepttipps. Ein paar von euch haben ja schon nachgebacken oder wollen es am Wochenende tun. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich eure Plätzchen zu sehen bekomme. Habt ihr vielleicht noch andere einfache Rezeptideen? Es gibt ein paar, die ich in den nächsten beiden Wochen noch testen will und dann wartet da noch das Pflichtprogramm an Rezepten, ohne die es bei uns hier an Weihnachten einfach nicht geht. Ich sammle übrigens immer wieder neue Rezepte auf meiner Pinterestpinnwand.

Nächste Woche gibt es hier aber wieder Genähtes und am Sonntag erst einmal die dritte Adventsverlosung.

Macht's gut,
Catharina




Donnerstag, 8. Dezember 2016

#simplifyyourweihnachtsbäckerei Rezepte 3

Heute ist schon der dritte Tag meiner kleinen Rezeptereihe. Ich freue mich total über eure ganzen begeisterten Reaktionen, sei es hier oder bei Instagram und Facebook. Ich weiß es zu schätzen, dass ihr euch darüber freut und ich hoffe wirklich sehr, dass ihr mal das ein oder andere Rezept nachbackt.
Heute habe ich zwei Stangenrezepte für euch. Das erste habe ich vor kurzem beim Stöbern auf Pinterest entdeckt und jetzt zum ersten Mal gemacht. Es ist direkt mal ein Beispiel aus der Realität, denn meine Zitronenstangen sind nicht ganz so glatt und gleichmäßig schön geworden, wie die Beispiele auf den Bildern. Ich denke, ich habe den Teig nicht genug geknetet, so dass die Butter sich nicht genug mit dem Rest vermischt hat. Aber ich kann euch versichern, dass diese Optik dem Geschmack keinen Abbruch tut. Die Kombi Zitrone-Schoko ist tatsächlich sehr lecker. Und solche Stangen sind ähnlich schnell gerollt wie Kugeln, so dass man die ohne weiteres in einer Stunde fertig hat.
Die nächsten Stangen habe ich aus einem ganz einfachen Grundrezept gebacken, das vor Jahren mal im Eltern-Magazin war. Das nehme ich seitdem immer wieder her, wenn ich einfache Plätzchen backen will, gerade mit oder für kleine Kinder, denn der Teig enthält kein Ei und wenig Zucker. Man kann dieses Rezept ausrollen und ganz klassisch mit Förmchen ausstechen oder so wie hier Streifen schneiden. Ich habe das kurzerhand mit dem Messer gemacht. Außerdem lädt so ein Grundrezept natürlich zum Variieren ein. Statt Krokant kann man Streusel zum bestreuen verwenden oder gleich schon mal Streusel in den Teig kneten. Man könnte auch die Streifen pur backen und erst anschließend mit Kuvertüre oder Zuckerguss verzieren. Das geht zum Beispiel ganz fix, wenn man alle gebackenen und abgekühlten Streifen nebeneinander auf ein Backpapier legt und mit einem Teelöffel die flüssige Kuvertüre oder den Zuckerguss darüber spritzt. Dadurch ergibt sich ein schöner Streifenlook und man ist rasend schnell fertig.

Einer meiner Lieblingstipps ist übrigens, dass ich mir alle Plätzchen, die noch verziert werden sollen aufhebe und sammle, bis ich mehrere Sorten zusammen habe. Dann wärme ich mir ausreichend Kuvertüre und mache in einem Rutsch alle Plätzchen fertig. So hat man die Schmiererei nur ein Mal. ;-)

Knusperstangen
  • 150g Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 2 EL Crème fraîche
  • 350g Mehl (geht gut mit Dinkelmehl)
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch
  • Haselnusskrokant
Backofen auf 180°C vorheizen. Butter, beide Zucker, Salz, Crème fraîche und Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Evtl. etwas kühlstellen.
Den Teig ca. 0,5cm dick ausrollen. Mit einem Teigrädchen (oder dem Messer) 1,5cm dicke und 8 cm lange Streifen schneiden.  
Eigelb mit Milch verquirlen und damit die Streifen bestreichen, mit Haselnusskrokant bestreuen und aufs Blech legen. Nach Belieben kann man die Streifen zu Spiralen verdrehen.
Im heißen Ofen ca. 10 - 15 Minuten backen.


Morgen gibt's die letzte Rezepterunde. Ich freue mich, wenn ihr noch mal reinlest.

Macht's gut,
Catharina

Mittwoch, 7. Dezember 2016

#simplifyourweihnachtsbäckerei Rezepte 2

Weiter geht es mit meinen einfachen Plätzchenrezepten.

Heute zeige ich euch zwei Rezepte, die ich letztes Jahr in dem wunderbaren Buch "Meine kreative Kekswerkstatt" von Jenni vom Blog Monsieurmuffin entdeckt habe. Dieses Buch kann ich euch ehrlich ans Herz legen. Es enthält eine ganze Reihe toller und frischer Rezepte. Und das beste daran ist, dass viele davon alle meine easy-peasy Kriterien erfüllen, aber überhaupt nicht danach aussehen.


Die Dark Chocolate Kisses musste ich letztes Jahr einfach probieren, denn ich liebe liebe liebe dunkle Schokolade. Mein Geschmack hat sich in sehr vielen Dingen seit meiner Kindheit grundlegend gewandelt, aber dunkle Schokolade mochte ich schon als kleines Kind am liebsten und so ist es bis heute. Diese Schokoküsschen jedenfalls kommen aus der Kategorie 'Kugeln rollen'. Sie werden eigentlich nach dem gleichen Prinzip wie die Engelsaugen hergestellt, nur dass es eben ein Schokoteig ist und die Plätzchen erst nach dem Backen mit Kuvertüre gefüllt werden. In den Teig kommen laut Rezept Kakaonibs. Die sind natürlich schon toll und geben auch den besonderen Crunch dazu, aber man kann sie im Sinne des Simplifying durchaus weglassen. Ihr müsst das Rezept aber auf jeden Fall ausprobieren. Der Teig wird so wunderbar mürb, er zergeht auf der Zunge und der herbe Schokoladengeschmack ist genau richtig. Für mich sind sie ziemlich perfekt. Das Rezept findet ihr bei Jenni auf dem Blog. Dort lohnt sich das Stöbern unbedingt.
Meine absoluten Lieblinge sind die Granatapfeltaler. Himmel, wer bitte schön kommt denn auf die Idee Granatapfelkerne in Plätzchenteig zu drücken? Jenni tat es und es war wunderbar! So einfach, aber so genial. Der helle Mürbteig ist natürlich recht fix hergestellt, dann werden daraus mal wieder Kugeln gerollt, diese plattgedrückt und anschließend in jedes Plätzchen ein paar Kerne gedrückt. Da dauert es ehrlich gesagt länger, den Granatapfel zu entkernen, als die Plätzchen an sich zu machen. Mein Tipp für die Granatapfelgeschichte ist übrigens, das Ganze unter Wasser zu erledigen. D.h. ich nehme mir eine große Schüssel mit kaltem Wasser, halbiere den Apfel und löse dann in der Wasserschüssel mit den Fingern die Kerne aus. Das verhindert zumindest die Sauerei. Am Ende kann man dann nämlich das Wasser durch ein Sieb abgießen und hat die Kerne schön sauber übrig. :-)

Granatapfeltaler 
aus dem Buch "Meine kreative Kekswerkstatt"

für ca. 36 Stück
- 280g Mehl
- 80g Speisestärke
- 50g gemahlene Haselnüsse
- 250g weiche Butter
- 80g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- Mark einer Vanilleschote (ich verwende immer fertige gemahlene Vanille)
- 1 Ei
- 1 Granatapfel

Das Mehl mit der Speisestärke und den Nüssen in eine Schüssel geben und vermischen.
Butter, Puderzucker, Salz und Vanille mit dem Schneebesen eines Handrührgeräts verrühren. Das Ei hinzugeben und unterrühren.
Die Mehlmischung hinzufügen und das Ganze erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 3 Stunden mit Frischhaltefolie abgedeckt kalt stellen.
Den Granatapfel entkernen und die Kerne auf einem Küchentuch etwas trockentupfen. Den Backofen auf 175°C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.
Den Teig zu walnussgroßen Kugeln formen, jeweils einige Granatapfelkerne unterkneten. Die Kugeln auf ein Backblech mit 2 Lagen Backpapier legen und etwas flachdrücken. In jeden Keks 3-4 Granatapfelkerne drücken und ca. 20 Minuten backen.
Ich habe diesmal die Kugeln etwas kleiner geformt und einfach nur einige Kerne auf die Oberfläche der Kekse gedrückt.

Habt ihr denn schon viele Plätzchen gebacken dieses Jahr? Ich merke gerade, dass ich unsere Vorräte durch meine Reihe hier schon mal gut auffülle, was toll ist, weil wir so wenigstens ein paar Plätzchen haben werden, selbst wenn ich im restlichen Advent nicht mehr zum Backen kommen sollte. Läuft also.

Macht's gut,
Catharina

Dienstag, 6. Dezember 2016

#simplifyyourweihnachtsbäckerei Rezepte 1

Der Schwierigkeitsgrad, der von mir gebackenen Plätzchen sank im Laufe der Jahre indirekt proportional zur Anzahl meiner Kinder.

Was das konkret bedeutet, habe ich gestern versucht zu beschreiben. Heute soll es also losgehen mit den ersten Rezepten.
Einmal sind da die Nutellaplätzchen von Backgaudi. Die sind ein super Einstieg ins Easy-Backen, denn sie kommen mit lediglich 4 Zutaten aus: Nutella, Ei, Mehl und Backpulver. That's it. Man rührt den Teig zusammen und lässt die Kinder Kugeln rollen. Die Zweijährigen machen eher Würste draus, das sieht mit dem Schokoteig nicht sooo appetitlich aus, aber ich sehe das nicht so eng. (Und sobald die Zweijährige sich umdreht, räche ich mich für das Fingerprintmuster (siehe Post von gestern) und rolle die Würste zu schönen Kugeln... Ha!!!) Sind sie gebacken, kommt einfach Puderzucker drauf und dann muss man die Plätzchen entweder gut verstecken, sofern man an Weihnachten noch welche haben will, oder man backt einfach alle zwei Tage neue. Denn die sind schneller weg als man gucken kann.
Mein zweiter Tipp für heute sind Engelsaugen oder Husarenkrapfen. Das ist zwar ein klassisches Rezept, das aber trotzdem ganz einfach umzusetzen ist. Es wird ein Mürbteig geknetet, der in Kugeln gerollt wird. Dahinein sticht man mit einem Kochlöffelstiel Löcher, die mit Gelee gefüllt werden. Dazu gibt es 1001 verschiedene Rezepte. Allein den Mürbteig kann man natürlich ganz unterschiedlich zubereiten und dann kann die Füllung variiert werden. Meine Variante mache ich jedenfalls mit reinem Gelee. Es gibt Rezepte, da wird Marmelade genommen, erwärmt, durch ein Sieb gestrichen, mit Likör abgeschmeckt, usw. Das spare ich mir und verwende Gelee, das ich für zwanzig Sekunden in die Mikrowelle stelle. Mit einem Teelöffel fülle ich es in die Vertiefungen, fertig. Ein wichtiger Tipp für die Optik ist, dass man die gebackenen Plätzchen noch einmal mit flüssigem Gelee auffüllt. Das sorgt für einen schöneren Glanz.

Morgen habe ich die nächsten beiden Rezepte für euch. Bis dahin könnt ihr schon mal auf meiner Pinterest-Plätzchen-Pinnwand (Alliterationsalarm!) umschauen. :-)

Macht's gut,
Catharina

Montag, 5. Dezember 2016

#simplifyyourweihnachtsbäckerei

Ich glaube, ich habe ein Plätzchentrauma. Denke ich an Plätzchen, denke ich an meine Kindheit, als meine Oma spätestens am Wochenende vor dem ersten Advent mit dem Plätzchenbacken begonnen hat. Sie hatte ein festes Repertoire an Rezepten, die sie alle in großer Stückzahl buk. Natürlich waren diese Plätzchenrezepte nicht aus der Kategorie 'Einfach backen', nein, da wurde gebacken, gefüllt, verziert und bestreut. Spätestens am 2. Advent stapelten sich dann schon in den kühlen Ecken des Hauses die Dosen. Selbstredend wurden diese Dosen vor Weihnachten nicht wirklich angerührt (außer man schlich sich heimlich hin und stibitzte schon mal eins oder zwei...). Es gab die unterschiedlichsten Sorten, es war quasi für jeden Geschmack etwas dabei und wir Kinder hatten alle unsere Lieblingsplätzchen.
Sowohl in Bezug auf die Quantität als auch auf die Qualität wurde ich dadurch sehr geprägt. Als ich anfing selbst Plätzchen zu backen, liebte ich aufwändige Rezepte. Ich verbrachte den Großteil der Adventswochenenden backend, probierte neue, ausgefallene Sorten aus und sammelte über die Jahre einen Karton voller Rezepte. So besitze ich alle Plätzchen Extra-Hefte der Brigitte seit 2003. Dazu kommen einzelne entsprechende Ausgaben der Freundin, Für Sie und diverser anderer Magazine. Ergänzt werden die Hefte von einigen Büchern und einer Loseblattsammlung. (Und nein, ich finde das nicht übertrieben. Irgendwann, eines Tages, kommt der Moment, an dem ich 3000 Plätzchenrezepte parat haben muss und dann werde ich bereit sein! :D ) Jedenfalls hatte ich offenbar Zeit zum und ganz bestimmt großen Spaß am Plätzchenbacken und ich konnte regelmäßig an Weihnachten Teller um Teller damit füllen.

Tja, es hätte alles so schön weitergehen können, wenn ich nicht eines Tages Kinder bekommen hätte. Denn - sind wir mal ehrlich - Plätzchen backen mit Kindern ist das reinste Nervenvernichtungsunternehmen. Sofern einem auch nur ein bisschen was am achtsamen Umgang mit Lebensmitteln liegt, müsste man das Ganze eigentlich schon an dem Punkt abbrechen, an dem die lieben Kleinen beim Teigkneten helfen wollen. Wenn so eine Vierjährige dann auch noch fachmännisch und selbstbestimmt den Teig ausrollt (grundsätzlich so, dass die eine Seite transparentpapierähnlich wird, die andere Seite noch ca. 1,5cm hoch ist), aussticht (grundsätzlich erst mal mit der falschen Seite des Ausstechers unten, mit zu wenig Mehl und immer zwei Motive überlappend) und die ausgestochenen Plätzchen im Anschluss liebevoll von der Arbeitsfläche kratzt, um sie auf dem Backblech zu platzieren, ist das nichts, bei dem ich gelassen zuschauen kann. Zumal es bei mir ja so ist, dass es nicht nur die eine Vierjährige gibt, sondern auch noch die Zweijährige, die, sobald man sich umdreht, lustige 3D-Fingerprintmuster auf den bereits ausgestochenen Plätzchenrohlingen hinterlässt; außerdem sind da auch die größeren Geschwister, die natürlich ebenfalls helfen wollen und es ohne größere Umstände schaffen, sich in kürzester Zeit um das Nudelholz, die coolsten Ausstechförmchen (ja, das ist der Realität entnommen...) und den besten Arbeitsplatz am Küchentisch zu zanken. Währenddessen ist Herr Zuckowski auf der CD, die ich, naiv-optimistisch wie ich bin, anfangs aufgelegt hatte, um uns in Stimmung zu bringen, von der Weihnachtsbäckerei zu Gloria (Hört ihr wie die Engel singen) gelangt, und ja, ich höre wie die Engel singen. Zumindest bilde ich es mir ein. 
Diese Ausstechplätzchenbackaktionen mache ich in jeder Adventszeit ein Mal. Meist ziemlich am Anfang, wenn ich entweder vergessen verdrängt habe, wie es wirklich ist, oder mal wieder so naiv-optimistisch bin, dass ich mir sage: "Ach, sie sind doch jetzt schon wieder ein Jahr älter. Das wird dieses Jahr alles schon viel besser funktionieren...!". Tut es natürlich nicht. Deshalb mache ich das immer nur ein Mal. Und danach kommt das Easy-baking!

Neben dem Arsenal an ausgefallenen "ordentlichen" Plätzchenrezepten habe ich inzwischen einige einfache Rezepte im Repertoire, die zwar einfach in der Herstellung sind, aber trotzdem was hermachen. Denn die Sache ist ja, dass ich natürlich meine Kinder mit einbeziehen möchte, weil ich weiß, wie gern sie backen. Außerdem - und da kommt wieder mein Plätzchentrauma ins Spiel - geht es bei mir einfach nicht ohne Plätzchenbacken. Das Backen an sich hat ja mitunter schon so was schöpferisch-meditatives wie das Nähen (vorausgesetzt man hat Ruhe dazu), das mache ich einfach gern. Und an Weihnachten gehören für mich volle Plätzchenteller auch dazu. Also mache ich eben Abstriche an manchen Stellen, wie beispielsweise der Aufwändigkeit, der Detailverliebtheit oder der Außergewöhnlichkeit der Zutaten, und backe so einfach wie nötig, so sorgfältig und liebevoll wie möglich.

Ich habe zum Teil Rezepte, die ganz einfach sind, damit die Kinder dabei viel selbst machen können und ich trotzdem nicht im Minutentakt Schnappatmung bekommen muss. Das heißt, die meisten Teige werden dabei schlicht zu Kugeln oder Stangen gerollt oder ausgerollt und in Streifen geschnitten. Das schaffen eigentlich auch die Kleinsten meistens ganz gut.
Dann habe ich noch einige Rezepte, die ähnlich einfach umzusetzen sind, wie die oben Beschriebenen, aber vielleicht doch ein paar besondere Zutaten brauchen oder mit ein bisschen mehr als Puderzuckerstaub verziert werden. Das sind dann die Plätzchen, die ich allein backe, vormittags oder abends. Denn was mir, neben Geduld und Gelassenheit bei der Kinderweihnachtsbäckerei, fehlt ist Zeit, all die aufwändigen Rezepte umzusetzen. Und so wird es eben bis auf weiteres mehr so die einfachen und dennoch raffinierten Plätzchen bei uns geben. Könnte schlimmer sein.

Jedenfalls startet hiermit die Woche des #simplifyyourweihnachtsbäckerei. Ab morgen stelle ich euch jeden Tag ein paar der Rezepte vor, die ich so backe. Teilweise sind es Rezepte, die ich schon oft gebacken habe. Es werden aber auch Rezepte dabei sein, die ich erst vor kurzem gefunden und dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiert habe. 
Nachdem sich bei Instagram eine große Nachfrage zu dieser Art von Rezepten zeigte, dachte ich mir, dass so eine Übersicht vielleicht ganz gut sei. Ich hoffe, euch gefällt die Reihe auch und ihr probiert das ein oder andere Rezept dann auch aus.
Falls ihr schon mal ein bisschen stöbern möchtet, empfehle ich euch mein Pinterestboard zum Thema. Dort sammle ich alle möglichen Plätzchenrezepte und werde versuchen auch alle Rezepte, die ich im Laufe der Woche hier zeige, dort zu verlinken, sofern ich sie nicht hier aufschreibe.

Macht's gut,
Catharina

Sonntag, 4. Dezember 2016

Adventsverlosung Teil 2

Letzte Woche habe ich es euch versprochen und hier ist er nun: der zweite Teil meiner Adventsverlosung.

Auch heute gibt es wieder Materialpakete zu gewinnen, diesmal nämlich für mein Freebook zum Filz-Haarschmuck.

Letzte Woche war einer meiner absoluten Lieblingsstoffshops Sponsor der Pakete. Für die heutigen Gewinne haben Farbenmix und ByGraziela sozusagen zusammengelegt. Beide haben eigentlich unmittelbar etwas mit meinem Filz-Haarschmuck zu tun. Mit dem Blättersweat von ByGraziela fing  alles an. Als ich der C letztes Jahr ein Kleid aus dem Blättersweat nähte, hatte ich die Idee ein passendes Haarband aus einzelnen applizierten Blättern und Herzen zu gestalten. In den Wochen danach entstanden immer mehr Haarspangen, -gummis und -bänder. Und seitdem gibt es immer mal wieder neue Teile, sobald ich eben einen passenden Stoff in den Fingern habe.
Nun ja und Sabine von Farbenmix (eigentlich ein toller Adelstitel, oder?! :D) hat die Enstehungsgeschichte meines Tutorials bei Instagram mitbekommen und mir immer wieder gute Tipps gegeben. Schlussendlich hat sie sogar das Freebook in den Farbenmixshop mitaufgenommen, was mich riesig freut. Farbenmix-Freebooks waren mit die ersten Anleitungen, nach denen ich genäht habe, umso mehr habe ich mich darüber natürlich gefreut, dass da jetzt auch eins von mir dabei ist.

Da die beiden so großzügig waren, kann ich dieses Mal gleich 6 Materialpakete verlosen. 2 könnt ihr hier gewinnen, 2 bei Facebook und 2 bei Instagram.
Ein Paket enthält Filz in verschiedenen Farben, Stoffstücke aus der ByGraziela Herz-Fuchs-Bär-Kollektion, Webband und Haarspangen und -gummis. Zusammen mit etwas Vliesofix, Bügeleisen, Nähmaschine und Heißklebepistole könnt ihr dann direkt loslegen und Filz-Haarschmuck zaubern. Ich finde, die Sachen eignen sich super als Weihnachtsgeschenke.
Für Haarspangen mit Webbändern gibt es übrigens bei Regenbogenbuntes ein tolles Tutorial. Und ich habe demnächst auch noch ein Tutorial für Haarbänder für euch, bei denen ihr die Webbänder verwenden könnt.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was ihr euch mit den Sachen so einfallen lasst.
Noch ist übrigens die Linksammlung zum Filz-Haarschmuck geöffnet. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch eintragt.

Jetzt aber mal zu den Teilnahmebedingungen:
  • Hinterlasse mir hier einen Kommentar und verrate mir, für wen du den Filz-Haarschmuck machen willst.
  • Ich freue mich, wenn du meinem Blog bei Bloglovin oder Google folgst.
  • Das Gewinnspiel startet jetzt und endet morgen, 5.12.2016 um 8 Uhr.
  • Anschließend werden unter allen Kommentaren zwei Gewinner ausgelost und per Mail benachrichtigt. Bei anonymen Kommentaren ist es also wichtig, dass ihr eine E-mail-Adresse hinterlasst. 
  • Teilnahmeberechtigt sind alle über 18 mit einer Postadresse in Deutschland.
  • Die Gewinner bekommen ihre Pakete dann im Lauf der Woche zugesendet.
  • Veranstalter des Gewinnspiels ist Madame Blanc - Catharina Weiß, vgl. Impressum
Wie gesagt, gibt es bei Facebook und Instagram auch jeweils zwei Pakete zu gewinnen. Es ist ausdrücklich erlaubt, überall mitzumachen. ;-) 
Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch viel Glück! 

Edit: Gewonnen haben: Schöne Dinge von Sonnenblume und Birgit Zischka 
Herzlichen Glückwunsch! Bitte schreibt mir eine Mail mit euren Adressen!

Macht's gut,
Catharina

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Ich will aber...

"Kinder geben einem ja so viel." Jetzt, wo gerade die Norovirus-Epidemie von der Grippewelle abgelöst wird, wissen die meisten Eltern um die tiefere Bedeutung dieses Satzes. :D Aber natürlich gibt es auch ernsthaft schöne Momente und Erlebnisse mit den Kindern, die einen wirklich bereichern.
Was ich von meinen Kindern definitiv gelernt habe, ist das "Ich will aber...!". Und ich meine nicht das "Ich will aber...!" des Zweijährigen, bei dem ein Überraschungsei an der Supermarktkasse die zentrale Rolle spielt. Sondern das "Ich will aber...!" der Vier- bis Achtjährigen, die damit einen Entschluss, eine Idee oder einen Wunsch umsetzen wollen. Meistens handelt es sich dabei um Dinge, die einem im ersten Moment idiotisch, wahnsinnig, unrealistisch also schlichtweg indiskutabel erscheinen.
Mein "Ach menno..."-Gesicht. (Das "Ich will aber...!"-Gesicht erspare ich euch... :D)
Im zweiten (oder auch dritten oder vierten) Moment entpuppen sich diese "Ich will aber...!"s oft als gar nicht so schlecht/schlimm/verwerflich oder stellen sich einfach als harmlos heraus. Sehr oft sogar entstehen daraus sogar schöne Erlebnisse, wenn man nämlich mal etwas macht, was man noch nie zuvor gemacht hat. Oder wenn man einfach mal etwas anders macht als sonst immer.
(Und ja, es gibt natürlich manches, das auch beim achten Mal drüber Nachdenken genauso idiotisch ist wie am Anfang und was man bitter bereut, wenn man sich doch hat dazu bequatschen lassen und was dann einer dieser "Hab ich's dir nicht gesagt...?"-Fälle ist. Aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte.)
Ich jedenfalls habe mir von dem "Ich will aber...!" ein bisschen was abgeschaut. Und ich meine damit jetzt nicht, dass ich mich bäuchlings auf den Boden werfe, wenn ein spontaner Kaufimpuls meinerseits nicht umgesetzt werden kann. Aber sich ab und zu ein "Ich will aber...!" oder auch ein "Warum eigentlich nicht...?" zuzugestehen, wenn man ansonsten eher nach Schema F verfährt, finde ich mittlerweile gar nicht schlecht. Zugegebenermaßen musste ich mich da erst ein bisschen herantasten. Und richtig gefährliche Sachen unternehme ich ja nun ohnehin nicht. Das Verwegenste, was ich in der letzten Zeit getan habe, war es wohl, diesen Rock zu nähen. (Jetzt bitte nicht lachen...) Und das kam so:
Den Anfang hatte das Shirt gemacht. Der Stoff ist eine Eigenproduktion von Hummelhonig, ein Albstoffe-Jaquard. Bei Stephie hatte ich den Stoff in hellgrau zuerst gesehen und bin dadurch auf Hummelhonig aufmerksam geworden. Eine wunderbare Seite voller Inspirationen: Schnittmuster, Tutorials und Freebies, fertige Bügelbilder, Stoffe und Bastelanleitungen. Geht unbedingt mal stöbern. Jedenfalls habe ich mich so ein bisschen in diese dunkelblauen CozyDots verknallt und bestellte kurzentschlossen. Genäht habe ich ein Jerseyshirt mit U-boot-Ausschnitt. Nachdem ich mein Kleid nach dem Schnitt so gern mag, wollte ich auch noch so ein Shirt haben.
Mein triumphales "Strike! Tschakka! Ätschbätsch! - Gesicht", wenn das "Ich will aber...!" zu einem guten Ende geführt hat.
Und dann, als das Shirt fertig war, machte ich mir Gedanken, wie ich es fotografieren wollte. Zuerst dachte ich an die Kombi mit einer Jeans, aber dann fand ich plötzlich einen Rock besser. Bei Mottenfrosch hatte ich kurz zuvor einen tollen leichten Jeans bestellt, ursprünglich für ein anderes Projekt. Aber dann fiel mir Frau Lilia von Hedi näht ein. Als der Schnitt im Sommer erschien, hatte ich ihn mir direkt gekauft, bis dahin aber nicht geschafft ihn zu nähen. Und plötzlich fand ich beide zusammen ideal: den schönen Jeans als lässigen Hüftrock. Aber würde das gehen? Also klar, natürlich würde es gehen, aber wäre es sinnvoll jetzt, wo schon fast Winter ist, einen Sommerrock zu nähen? Tatsächlich überlegte ich ein bisschen hin und her und an der Stelle kam dann das "Ich will aber...!" dazu, das mich diesen Sommerrock einfach nähen ließ. Das mir sagte: "Warum denn nicht? Mit einer warmen Strumpfhose und Stiefeln und Strümpfen geht das schon. Und irgendwann wird's auch wieder warm und dann trägst du ihn ohne Strumpfhose. Na los!" Et voilà! Da isser.


Am Ende bin ich also mal wieder sehr zufrieden mit meinen neu genähten Sachen. Das Shirt trägt sich toll und wird mich sicher durch den Winter begleiten.  Und der Rock darf definitiv an allen "Ich will aber...!"-Tagen ran und spätestens im Frühling wird er im Dauereinsatz sein. Denn ich mag ihn: seine Form, die Taschen, den Sitz. 

Wie ist das bei euch? Näht ihr nur vernünftig? Oder habt ihr auch so eure Trotzphasen?

Macht's gut,
Catharina

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