Dienstag, 31. Januar 2017

Wo die wilden Kerle wohnen

*Werbung = aufrichtige Empfehlung eines mir zur Verfügung gestellt wordenen Schnittmusters*
 
"Und als er dort ankam, wo die wilden Kerle wohnen, 
brüllten sie ihr fürchterliches Brüllen 
und fletschten ihre fürchterlichen Zähne 
und rollten ihre fürchterlichen Augen
und zeigten ihre fürchterlichen Krallen [...]"  Maurice Sendak

Bei uns sind öfter mal die wilden Kerle unterwegs.
nähen für jungs
Meinen beiden Wild Things habe ich jetzt passende Sweatshirts genäht. Mir ist (mal wieder) aufgefallen, dass ich für meine Söhne viel zu wenig nähe. Ein Grund dafür ist, dass tolle Stoffdesigns für Jungs selten sind (finde ich). Außerdem tragen die beiden mittlerweile Größe 128 bzw. 140 und da steigt der Stoffverbrauch im Vergleich zu den Größen der Schwestern dann doch. Dazu kommen dann noch die Ansprüche: lässig-bequem, aber vor allem cool muss es sein. Was genau jetzt 'cool' ist, ist für mich allerdings oft nur schwer einzuschätzen. ;-)
nähen für jungs
Aber es wäre ja gelacht, wenn ich mich nicht dieser vielseitigen Herausforderung stellen und meinen Jungs wenigstens ein paar Hoodies nähen werde. So dachte ich vor kurzem und suchte ein paar Schnittmuster und mögliche Stoffkombinationen raus. In Angriff genommen habe ich jetzt drei verschiedene Hoodie-Schnitte und sogar noch Hosen.
nähen für jungs
Hier ist also nun der erste Teil meiner "Nähen-für-Jungs-Aktion": zwei Bimaa Sweater aus Steppsweat und Jersey mit Hamburger Liebe Design.
nähen für jungs
nähen für jungs
Ich finde es toll, dass durch den Materialmix so ein Westeneffekt entsteht. Meine Söhne sind ja echte wilde Kerle und verzichten gern mal auf ihre Jacken. Da finde ich solche Pullis gar nicht schlecht, die den Oberkörper schön warm halten und durch die Jerseyärmel genug Bewegungsfreiheit bieten.
nähen für jungs
nähen für jungs
Die Cut & Sew Webkante der Jerseys finde ich fantastisch. Ich appliziere ja sowieso gern, aber die fertigen Motive erleichtern diesen Arbeitsschritt sehr. Und so hat jeder Hoodie noch ein großes Tiermotiv vorne und einen kleinen Schriftzug auf dem Rücken bekommen.
nähen für jungs
Die passenden Beanies sind noch recht spontan aus den Reststücken der Tier-Jerseys entstanden. Diesen Schnitt nähe ich schon seit Jahren rauf und runter, für uns alle. Ich mag ihn einfach und er geht wirklich für alle, von klein bis groß. Gekauft habe ich ihn mal bei Dawanda, es scheint ihn aber mittlerweile nicht mehr zu geben. Schnittmuster oder sogar Freebies, die ganz ähnlich sind, gibt es aber zuhauf im Netz.
nähen für jungs
Meine Söhne sind jedenfalls ausgesprochen zufrieden gewesen mit ihren Hoodies. Ich übrigens auch. Das waren die ersten Bimaa Sweater, die ich genäht habe, aber sicher nicht die letzten. An dem Schnitt mag ich (und ich glaube auch meine Söhne) vor allem, dass die Kapuze am Hals nicht so weit oben sitzt. Außerdem gibt es ja noch zwei verschiedene Kragen, die ich auf jeden Fall ausprobieren möchte. Demnächst wird es aber noch die anfangs erwähnten anderen Hoodies zu sehen geben.

Jetzt kommt dann aber erst mal eine ganze Kuschelpulliwoche von und mit mir. Am Donnerstag geht's los und ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut. Da sind nämlich richtig tolle Pullis und Cardigans dabei.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Dienstagsdinge, HoT, Made for Boys

Dienstag, 24. Januar 2017

Rotkäppchen

"Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter, die wusste gar nicht, was sie alles dem Kinde geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Samt, und weil ihm das so wohl stand, und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen." (Rotkäppchen, Grimms Märchen)
little red riding hood
Hier bei uns gibt es auch zwei Rotkäppchen. Die haben ihre roten Käppchen zwar von mir bekommen, aber auch sie tragen ihre Kleider sehr gern.
little red riding hood
Selten hat mich ein Susalabim-Design so "gekriegt" wie das Rotkäppchen. Vielleicht, weil es immer schon mein Lieblingsmärchen war. Vielleicht, weil ich als Kind mal ein Rotkäppchenkostüm an Fasching hatte. Vielleicht auch, weil es darauf einfach mal den lieben statt dem bösen Wolf gibt. Jedenfalls musste ich ihn unbedingt für meine Mädels haben.
little red riding hood
Daraus Kleider mit roten Kapuzen zu nähen, drängt sich ja quasi auf. Beispiele dazu gibt es schon genug. Nichtsdestotrotz wollte ich auch genau solche Kleider nähen, habe ihnen dann aber so ein bisschen meinen Stempel draufgedrückt. ;-) 
little red riding hood
Die Issy-Tunika der C habe ich mit roter Herz-Klöppelspitze verziert. Die Bündchen und die Streifen hinter der Spitze sind übrigens Reste des Winterelfenstoffs. Ich finde, das melierte Braun passt gut zum Motivstoff und bringt einen schönen Kontrast zum Rot der Spitze.
little red riding hood
Für die F gab es mal wieder eine Marie. Ich bin ein großer Fan dieses Schnitts geworden. Er ist superschnell genäht und ist ideal für den Winter, weil das Kleid durch die doppelte Lage des Ballonteils schön warm hält. Und die F trägt es gern, was will ich mehr?!
Um auf dem Oberteil noch einen Akzent zu setzen, habe ich ein Rotkäppchen appliziert. Die Ösen habe ich auf kleinen Herzen platziert. Um im Farbschema zu bleiben, habe ich mal wieder Kupferösen verwendet. Auf eine Kordel verzichte ich bei der Kleinen aber lieber noch.
little red riding hood
So lachen übrigens Rotkäppchen, die dem bösen Wolf großen Bruder entkommen sind. :D

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

Stoffe: Rotkäppchen
Schnitte: Ballonkleid Marie, Tunika Issy

Donnerstag, 19. Januar 2017

Hepburn Turtleneck

*Werbung = aufrichtige Empfehlung eines mir zur Verfügung gestellt wordenen Schnittmusters*

Heute habe ich einen echten Klassiker für euch.
Bei Nähconnection gibt es ab sofort einen weiteren Schnitt für Damen: das Hepburn Turtleneck Shirt, einen klassischen Rollkragenpullover. 
Er kommt mit zwei Ärmellängen daher. Die Variante, die ich hier genäht habe ist allerdings mehr so Freestyle und der Stoffmenge geschuldet, die ich zur Verfügung hatte. Es war nämlich gerade mal 1m, aber es hat gereicht. Die Ärmel waren zunächst eben eher in Halbarmlänge, weshalb ich dann noch xl-Bündchen angestückelt habe. Nun sind sie zwar irgendwie 7/8-lang, aber das ist eine Länge, die ich mag. 
Mit Rollkrägen ist das ja so eine Sache. Entweder man mag sie oder überhaupt nicht. Wie ihr seht, bin ich eher in der 'mögen'-Fraktion. Sofern der Pullover aus einem angenehmen Material besteht und dadurch der Tragekomfort stimmt, mag ich den hohen Kragen durchaus. Man sieht damit ja auch gleich etwas "angezogener" oder chicer aus.
Mein Shirt habe ich aus Wolljersey von Lillestoff genäht. Auch wenn ich anfangs eher skeptisch war, wegen des Wollanteils, bin ich mittlerweile äußerst angetan von diesem Material. Der Stoff ist ziemlich dünn, er wirkt wie ein Strickstoff. Beim Tragen ist er aber total angenehm und hält überraschenderweise gut warm, obwohl er eben so dünn ist. Von dem her ist er also prädestiniert für so ein Winter-Basic-Teil. In Bälde habe ich noch ein Shirt aus Wolljersey zu zeigen.
Wenn ihr nun auch Lust auf den Winter-Klassiker im Shirt-Fach habt, hüpft rüber zu Nähconnection und holt euch den Schnitt. (Bis nächsten Mittwoch gibt's ihn zum Angebotspreis.) Nebenbei bemerkt ist dieses Shirt übrigens unfassbar schnell genäht. Da hat es bei mir länger gedauert, mich für einen Stoff zu entscheiden. Hätte ich mehr passende Stoffe gehabt, hätte ich wohl mindestens drei Shirts genäht.

Macht's gut,
Catharina

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Freitag, 13. Januar 2017

Winterelfen bei den LilleLiebLinks

Ihr Lieben, 
ich bedanke mich ganz herzlich für die überwältigende Resonanz zu den Winterelfenkleidern vom Dienstag. Um ehrlich zu sein, habe ich damit gar nicht gerechnet, um so mehr freue ich mich natürlich darüber. Selten gab es so viele Kommentare hier auf dem Blog, aber auch bei Facebook und Insta. Über jeden einzelnen freue ich mich riesig und hoffe natürlich, dass ihr weiter gern hier bei mir mitlest.
Zusätzlich sind meine Winterelfen jetzt auch bei den LilleLiebLinks zu sehen. Wie schön!
Habt alle ein schönes Wochenende!

Macht's gut,
Catharina

Donnerstag, 12. Januar 2017

Cozy Christmas

Ja ist denn heut noch Weihnachten? Nein, natürlich nicht. Aber mein Weihnachtskuscheloutfit kriegt ihr heute noch zu sehen.
Letzte Woche hatte ich ja schon mein anderes Weihnachtskleid gezeigt, das eher chic war. Allerdings war ich ja die gesamte Adventszeit durchgehend krank und so stand mir der Sinn damals eher nach etwas Gemütlich-Kuscheligem. Zwar war ich an Heiligabend selbst schon wieder einigermaßen fit, aber gegen das legere Outfit hatte ich trotzdem nichts. Und so ein bisschen chic war es ja dann trotzdem. ;-)
Genäht habe ich mir Pulli und Rock mit passendem Schal. Der Schal ist - mal wieder - ein lüttes Tuch. Darauf stehe ich im Moment einfach seeeehr. Dieses Tuch ist dazu noch äußerst luftig-leicht geworden, da ich es aus sehr leichten Materialien genäht habe: Double Gauze und Musselin. Dadurch, dass es aber eine vergleichsweise große Menge Stoff ist, hält der Schal dennoch schön warm.
Grau mit Kupfer ist eine meiner liebsten Farbkombis zur Zeit. Ich finde beides passt gut zusammen bzw. ergänzt sich toll. Das Grau wird etwas aufgewertet und das Kupfer kommt richtig zur Geltung.
Der Pulli ist ein Just Me 4 Seasons von Finas Ideen. Ein toller Basicschnitt, der durch die besonderen Abnäher einen wunderbaren Sitz hat. Beim Beleg habe ich wieder meine Lieblingslösung mit Vliesofix angewandt, wie schon bei meinem Kleid hier. Jetzt, nach einigen Wochen Praxistest dieser Lösung, kann ich sagen, dass es einigermaßen gut funktioniert. Kleidungsstücke mit Beleg werden nach der Wäsche ohnehin gebügelt und dabei bügle ich den Beleg jedes Mal wieder fest, denn das Vliesofix löst sich ja immer ein bisschen ab. 
Seit letztem Wochenende kenne ich aber eine Alternative, die ich beim nächsten Beleg definitiv ausprobieren werden: BSN-Folie. Sie wird im Grunde wie Vliesofix aufgebracht, ist aber sehr viel haltbarer und hat einige weitere Anwendungsmöglichkeiten. So kann man sie beispielsweise auf die Rückseite von Stoffen aufbügeln und daraus dann Motive plotten und sie als Applikationen verwenden.
Ich habe für den Pulli einen Feinstrick verwendet, der sehr kuschelig ist. Er wirkt auf der Außenseite fast ein bisschen wie angerauht. Auf jeden Fall fühlt er sich großartig an. Und für die Kuscheligkeit (gibt's das Wort...?) ist so ein Material natürlich äußerst zuträglich.
Der Rock ist aus KnitKnit, dem tollen Jaquard von Albstoffe und Hamburger Liebe. Ich glaube, nur wenige Stoffdesigns haben im letzten Jahr so großen Anklang gefunden wie dieses. Zugegebenermaßen ist es auch wunderschön. Der Stoff sieht tatsächlich aus wie gestrickt. Dazu ist die Bio-Qualität natürlich sehr gut - fürs Gewissen und die Hautverträglichkeit, was mir ja immer wichtig ist.
Genäht habe ich den Schnitt Evchen von Konfettipatterns. Da der Jaquard ja doch eher labberig nachgiebig ist, hätte ich getrost eine Größe kleiner wählen können. Habe ich aber nicht und so kommen die schönen Falten auf der Vorderseite leider nicht ganz so gut zur Geltung. Noch bin ich am Überlegen, ob es was wird, wenn ich den Rock an den Seitennähten enger nähe. Aber ich denke, das wird die beste Lösung sein. Auf alle Fälle bin ich angefixt vom Schnitt und werde mir noch einen aus Sweat nähen, dann wohl direkt kleiner.

Wie habt ihr's so mit den Weihnachtsoutfits gehalten? Gemütlich oder chic? Oder gibt's gar nichts Besonderes?

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Verwendete Stoffe: 

Dienstag, 10. Januar 2017

Winterelfen

Winterelfen sind scheue Geschöpfe. Aber dann, wenn es kalt ist und sobald Schnee liegt, kann man sie beobachten. So ging es mir zumindest.
Zum Glück ist bei uns jetzt auch wenigstens ein bisschen Schnee gefallen, so dass sich meine zwei Winterelfen so richtig wohlgefühlt haben.
Genäht habe ich den beiden das Basic Tunikakleid von Lillesol und Pelle aus dem Winterelfenjersey von Lillestoff nach dem Design von Susalabim. Beide Kleider habe ich ein bisschen abgeändert. Aber den Grundschnitt vom Tunikakleid liebe ich einfach, denn er sitzt gut und wenn man die Ärmel lang mit Bündchen näht, wächst das Kleid ne ganze Weile mit.
Um die Kleider ein bisschen aufzupeppen habe ich, wie gesagt und wie man sieht, ein bisschen was geändert bzw. hinzugefügt.

Das Kleid der F hat eine zusätzliche Saumlage bekommen. Dafür habe ich einen Streifen dünnen Jeans (Rest von meinem Rock von neulich) in der Länge des Saums zugeschnitten und beim Säumen mitgefasst. Die Klöppelspitze hat glücklicherweise fast den gleichen Farbton wie der Jersey, den ich für die Bündchen verwendet habe. Und mal wieder habe ich die Halsbündchenlösung von Mialunas Rose benutzt. Ich mag das Schleifchen am Ausschnitt sehr und man kann es ohne großen Aufwand nähen.
Passend zum Kleid hat die F eine Hampelmütze nach dem Freebook von Frau Mathilda bekommen. Ich finde es so cool, dass die Elfen auf dem Stoff genau so eine Mütze tragen. Die Weste ist schon letztes, nein strenggenommen vorletztes Jahr entstanden, zusammen mit den Weihnachtskleidern. Genäht habe ich sie nach dem Tutorial von Kluntjebunt. Und auch wenn das Vernähen von Plüsch/Fell/etc. immer wahnsinnig nervig ist, weil nach kürzester Zeit alles, wirklich alles voller Fusseln ist, nähe ich diese Westen immer wieder gern, weil es einfach geht und sie zu vielen Kleidern passen.
Das Kleid der C hat einen Vokuhila-Saum und eine Fake-Knopfleiste bekommen, ebenfalls aus Resten des Jeansstoffs. Bis ich die Knöpfe festgelegt hatte, war es wieder mal eine mittelschwere Geburt. Wie schon damals bei den Erntedank-Kleidern hatte ich bei den Instastories um Rat gefragt, weil ich eigentlich noch an jenem Abend die Kleider fertigstellen wollte und mich zwischen den Knopfalternativen, die ich vorrätig hatte, nicht entscheiden konnte. Dann kam ich leider nicht schnell genug voran, die Kleider wurden nicht fertig und ich fragte am nächsten Tag die C, die sich für die Perlmuttknöpfe entschied. (War ja klar, die schimmern ja schließlich...)
Zum Kleid habe ich der C ein lüttes Tuch nach dem Tutorial von Annelie von Ahoi genäht. Dazu habe ich die Maße natürlich etwas angepasst. Annelie hat mir aber verraten, dass es in Kürze sogar ein Tutorial für ein Kinder-lüttesTuch geben wird. 
Das Jäckchen ist ein Aster Cardigan (von LBG Studio, auf Deutsch bei Nähconnection), den ich aus dem Glitzer-Sommersweat genäht habe, aus dem auch schon das Kupferblätterkleid war. Der Glitzer des Stoffes und der Fellkragen runden den Winterelfenlook schön ab, wie ich finde. Die C liebt den Cardigan selbstverständlich sehr (wegen Glitzer und Kuschelfell...) und hat ihn auch schon direkt in den Kindergarten ausgeführt.
Überhaupt mögen beide Mädchen ihre Kleider sehr, vor allem wegen der Flügel auf dem Rücken.  Das ist mal so ne tolle Idee für einen Rapportstoff. Davon würde ich mir wirklich mehr wünschen. Denn mir gefallen die Kleider jetzt auch total gut. Anfangs war ich nämlich etwas skeptisch wegen des eher - sagen wir mal - erdfarbenen Grundtons des Stoffs. Aber in Kombi mit ein paar hellen Akzenten und dem Jeansblau (und nicht zu vergessen Kuschelfell und Glitzaaa) ist die Farbe absolut mädchentauglich und niemand vermisst pink oder elsa-hellblau.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT und bei Nähfroschs Freebook-Linkparty (ich hoffe drei verwendete Freebooks bzw. Tutorials reichen fürs Verlinken... ;-) )

Montag, 9. Januar 2017

Treffen der Rhein-Main-Nähblogger in der Nähwelt Flach

Am Wochenende war ich mit einer Reihe anderer Nähblogger in einer anderen Welt unterwegs. Der Nähwelt nämlich. :D

Organisiert von Alex (Maci's Atelier) trafen sich 22 nähbegeisterte Bloggerinnen in der Nähwelt Flach in Aschaffenburg, um Workshops zu besuchen, die Firma Flach genauer kennenzulernen und sich miteinander auszutauschen.
Der Tag begann mit einer Führung durch die Nähwelt, bei der Frau Flach uns die verschiedenen Bereiche des Hauses zeigte: die Verkaufsräume mit einer schier unendlichen Anzahl an Kurzwaren, Webware in allen Farben des Regenbogens und natürlich die unterschiedlichsten Maschinen (bei denen unser Näh-Herz direkt mal ein bisschen schneller schlug). Dabei durften wir auch einen Blick in die Werkstatt werfen.
Danach begannen die Workshops. In Gruppen durchliefen wir die drei "Stationen" und beschäftigten uns jeweils eine Stunde lang mit den Themen 'Sticken', 'Plotten' und 'Filzen'.
Beim Sticken ging es um "in the hoop"-Stickereien, das heißt Projekte, die 'im Rahmen' gestickt und währenddessen durch die Stickerei zugleich zusammengenäht werden. Jede durfte sich ein Herz-Nadelkissen gestalten. Und auch wenn viele von uns selbst Stickmaschinen besitzen oder schon Stickerfahrung hatten, war es trotzdem interessant die verschiedenen Maschinen in Aktion zu sehen. Außerdem bekamen wir ein paar Tipps und Tricks, die das Sticken einfacher machen.
Beim Plotterworkshop lernten wir den 'ScanNCut'-Plotter (CM900) kennen. Wir alle hatten, wenn überhaupt, nur Erfahrung mit den Silhouette-Plottern und so waren wir gespannt, was der Brother-Konkurrent alles kann. Und das ist tatsächlich einiges. Allein schon die intuitive Bedienung am Touchscreen macht ihn für mich ziemlich attraktiv. (Mich nervt es, dass ich zum Plotten immer den PC brauche...) Natürlich werde ich meinen 'Portrait' jetzt nicht entsorgen, aber so ein bisschen hat der Brother es mir glaube ich angetan... ;-)
Beim dritten Workshop ging es ums Maschinenfilzen. Keine von uns hatte zuvor an einer Filzmaschine gesessen. Umso verblüffter waren wir, wie einfach es geht. Bei einer Filzmaschine gibt es keinen Faden und keinen Transporteur. Es gibt lediglich einen Nadelhalter mit mehreren Filznadeln und einem Fingerschutz. Dann bewegt man den Stoff mit dem Filz, den man darauf aufbringen möchte, kreisförmig unter den Nadeln hin und her. Die Nadeln haben Widerhaken, so dass die verschiedenen Lagen Stoff und Filz durch die Nadelbewegungen verbunden werden. Nach einer kurzen Einführung legten wir dann alle los und waren überrascht und begeistert, wie schnell mit dieser Technik schöne Ergebnisse erzielt werden können. 
Nach den Workshops hatten wir noch Gelegenheit uns weiter in der Nähwelt umzuschauen und natürlich auch zu shoppen. ;-)
Zeit zum Quatschen und Nähen gab es natürlich auch noch, bis wir den Tag dann beim gemeinsamen Abendessen ausklingen ließen.
Es war ein toller Tag, mit viel Interessantem. Ich habe ein bisschen was Neues gelernt und viele nette und lustige Gespräche geführt. Es ist immer wieder spannend, Menschen zu treffen, die man bis dahin nur online gekannt hat. Vor allem aber ist es richtig schön, dass man unter Nähdamen durch die gemeinsame Leidenschaft immer ein Thema hat und sich gegenseitig versteht.
Zuletzt möchte ich mich bei der Familie Flach bedanken, dafür, dass sie uns den tollen Tag ermöglicht hat. Die Workshops waren klasse, das Team wahnsinnig nett und das ganze 'Drumrum' einfach großartig. Ein ganz großes DANKE geht an Alex, dafür, dass sie den Stein ins Rollen gebracht, den Kontakt zur Nähwelt hergestellt und uns oben drauf noch ein tolles Goodiepackage organisiert hat. 
Ich freue mich schon sehr auf das nächste Treffen der Rhein-Main-Nähblogger.

Macht's gut,
Catharina

Schaut mal bei Nähfrosch, da werden die ganzen Berichte zum Bloggertreffen gesammelt!

Donnerstag, 5. Januar 2017

Auf ein Neues

Zuerst einmal wünsche ich euch noch alles Liebe und Gute für das neue Jahr!
Die Zeit seit Weihnachten konnte ich gut nutzen, um ein bisschen abzuschalten und einfach 'nur' kreativ zu sein. Durch die lange Zwangspause vor Weihnachten hatte ich große Lust zu nähen, was ich dann auch tat. Außerdem waren noch ein paar Sachen entstanden, die ich euch eigentlich gern noch im vergangenen Jahr gezeigt hätte, was aber nicht mehr geklappt hat. Und so haben wir die Feiertagsspaziergänge genutzt und die Outfits geknipst.
Das erste davon seht ihr heute hier: eine Frau Vilma.
Frau Vilma habe ich ja neulich schon mal gezeigt. Bei diesem Schnitt war es quasi Liebe auf den ersten Blick. Und auch wenn es sicher die eine oder andere Dame gibt, die das Gleiche von sich behaupten würde, finde ich, dass der Schnitt für mich gemacht wurde. :D
Ich mag, dass das Kleid gleichzeitig lässig und chic daherkommt. Außerdem hat es Taschen. Je nach verwendetem Stoff wirkt es ein bisschen anders und ein Figurschmeichler ist es auf jeden Fall.
Der Jersey, den ich hier verwendet habe, ist aus der StonyShapes-Reihe von Brinarina. Mir gefällt das Design unheimlich gut und ich finde, es passt perfekt zu dem Schnitt. Allerdings würde ich bei der nächsten Frau Vilma wieder einen leichteren Stoff verwenden. Der Gina&Greg-Modal vom letzten Mal war etwas besser, da er leichter fällt und so die ganzen Drapierungen, die am Oberteil entstehen, nicht so schwerfällig sind. Und auch der Gummizug an der Taille/Hüfte ist hier durch den Jersey etwas prominenter. 
Ein Lieblingskleid ist es aber trotzdem geworden, mein Opal Cardigan passt prima dazu. Perfect match, würde ich sagen.

Zwei Outfits, die ich euch demnächst zeige, habe ich noch in petto, bevor es hier dann wieder mit frisch genähten Sachen weitergeht.

Habt ihr alle die Weihnachtsferien gut verbracht?

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS