Dienstag, 23. Januar 2018

Einhornfieber

Als Mädchenmama kommt man irgendwie nicht drum rum: Einhörner!
Ja klar, ich finde sie auch irgendwie süß, aber so begeistert wie meine Töchter bin ich ehrlicherweise nicht. Wenn es mir dann aber so leicht gemacht wird, meine Töchter glücklich zu machen, bin ich dann doch wieder begeistert. ;-)
Wobei leicht in dem Fall relativ ist. Auch wenn ich mittlerweile schon so einiges geplottet habe, ich immer mehr dazu lerne und es mir wirklich Spaß macht, ist das mehrfarbige Plotten dann auch immer wieder eine Herausforderung. Vor allem, wenn es so viele verschiedene Farben sind wie hier.
Weil ich das immer wieder gefragt werde: meine Plotterfolien beziehe ich fast ausschließlich über Plottermarie. Ich bin mit dem Service dort sehr zufrieden, der Versand ist eigentlich immer ziemlich fix und inzwischen bin ich mit den Folien gut vertraut, so dass ich selten die Einstellungen meines Plotters anpassen muss. 
Da kann sich das Plotten dann schon mal ein Weilchen hinziehen. Dafür wird man dann am Ende aber auch belohnt: ich mit einem mehr als glücklichen Kind und das Kind mit einem einzigartigen Shirt, ganz nach ihrem Geschmack. Wenn das nix ist. Der Ordnung halber sei übrigens erwähnt, dass die Einhornserie durchaus auch Dateien enthält, die nicht ganz so aufwändig sind. So kann man sich langsam rantasten. ;-)
Das Shirt ist übrigens Sara von Schnittreif. Seit meinem Farrah-Fieber letztes Jahr haben es mir Rüschen ja so ein bisschen angetan und so war ich schwer begeistert, als vor Weihnachten dieser Schnitt erschien. Und nachdem meine Töchter nun mal so richtige Mädchen sind, brauche ich sie zu Rüschenshirts auch nicht lange zu überreden. Hier könnt ihr übrigens sehen, wie die Rüschen nach der ersten Wäsche ausschauen. Mir gefallen sie so ganz gut muss ich sagen.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

Plotterdatei: Einhorn
Stoff: Jersey Jaro
 (Werbung: Die Plotterdatei wurde mir im Rahmen des Probeplottens zur Verfügung gestellt. Der Jersey wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.)
Schnitte: Sara, Orbis Skinny Harem
 

Dienstag, 16. Januar 2018

Orbis Skinny Harem Pants

Mehr Basics für den Kinderkleiderschrank waren nötig. Und mehr Basic als Jeans und Shirt geht kaum, oder?!
Das Schöne am Nähen ist ja, dass man sich auch Basics gestalten kann, wie es einem gefällt, in den Farben, die man gerade braucht oder möchte oder mit den Schnitten, die einem liegen bzw. gut passen.
Die Sache mit Basics ist nun aber, dass sie beim Nähen oft vernachlässigt werden. Zumindest ist das bei mir so. Das Faszinierende am Selbermachen - vor allem zu Beginn - sind ja die bunten Stoffe und Muster. Stoffdesigns, die sich von allem abheben, was man in den Geschäften so kaufen kann. Nach einer Weile hat man sich aber wohl daran sattgesehen und schwenkt zu leiseren Farben und dezenteren Mustern um. Ich glaube, dass es den meisten auch so geht bzw. ergangen ist, oder?!
Aber so richtige Basicteile (einfarbige Shirts, schlichte Leggings, Jeans, etc.) näht man immer noch viel zu selten. Zumindest ist das bei mir so. ;-) Also habe ich kurzerhand beschlossen das zu ändern und direkt als erstes Kinderklamottenprojekt des Jahres diese beiden Teile genäht, die zwar hervorragend zueinander passen, aber auch zu vielen anderen Stücken im Kleiderschrank passen.
Denn es gibt ja eigentlich nichts nervigeres, als wenn ein Pullover (in den man ja beim Nähen viel Arbeit gesteckt hat) am Ende nur mit einer bestimmten Hose getragen werden kann oder umgekehrt. Aber Jeans gehen ja nun mal fast immer und so gehe ich davon aus, dass diese Hose hier regelmäßig getragen wird. Ich habe dafür mal wieder den Jeansjersey von Lillestoff vernäht. Der ist butterzart und äußerst bequem, was ja bei Kinderkleidung durchaus wichtig ist.
Das Shirt habe ich mit einem Plot gepimpt, so ganz komplett basic geht dann halt doch nicht. Und mit Glitzer krieg ich meine Mädels ja immer. 
Den Schnitt für die lässige Hose gibt es jetzt ganz neu auf deutsch bei Nähconnection. Enthalten ist übrigens auch eine Variante mit coolen Taschen, mit denen man dann doch wieder einen Musterstoff in Szene setzen kann. Oder man näht die komplette Hose aus einem auffälligeren Stoff, so wie Johy. Auf dem Nähconnectionblog gibt es morgen jede Menge Beispiele der Hose und im Shop bekommt ihr das Ebook bis nächste Woche zum Einführungspreis.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge

Schnitte: Orbis Skinny Harem Pants, Beachy Boat Neck 
                  (Werbung: die Schnitte wurden mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.) 
Stoffe: Jeansjersey, uni Jersey
Plotterdatei: Sweet Life 

Donnerstag, 11. Januar 2018

Maelice

Mein erster Hoodie!
Natürlich ist diese Maelice nicht wirklich mein erster Hoodie. Nicht der erste, den ich besitze und auch nicht der erste, den ich genäht habe. Aber es ist der erste, der es hier auf den Blog geschafft hat.
Die Gründe dafür sind einfach: einerseits ist die Begeisterung für Kapuzenpullover bei mir nicht ganz so ausgeprägt. Das heißt, ich trage sie gelegentlich ganz gern, aber eben nicht immer. Ich liebe sie im Winter zum Reinkuscheln oder bei meinen Laufrunden bei kälteren Temperaturen. Aber für meine regelmäßige Alltagsgarderobe sind mir Shirts lieber. 
Andererseits sind solche Pullis meistens nicht so auf die Schnelle genäht und haben einen hohen Stoffverbrauch, was mich dann oft auch abgehalten hat. 
Aber Maelice, ja, die hat mich irgendwie gekriegt. Schon als Claudia die ersten Bilder der besonderen Kapuze gezeigt hat, war ich begeistert. Dazu gefiel mir die körpernahe Schnittführung und als dann immer mehr Beispielbilder auftauchten, wollte ich auch eine haben.
Ziemlich spontan, zwischen den Jahren, als ich mein Weinachts-krea-tief überwunden hatte und eigentlich etwas ganz anderes hätte nähen sollen wollen, habe ich den Hoodie zugeschnitten. Ohne ein Probeteil zu nähen und in dem Wissen, dass mein Stoffstück 20cm kürzer war, als die Stoffverbrauchsangabe im Ebook. Aber no risk no fun, oder?!
Das sind doch oft die besten Nähprojekte und überhaupt die besten Dinge im Leben, die spontan passieren und dann tatsächlich noch viel besser werden als zuvor gedacht. Die dann sogar so toll sind, dass sie uns ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern. Am schönsten ist es natürlich, wenn das Erlebnisse oder Begegnungen schaffen. Aber so ein ziemlich perfekter Hoodie ist ja auch schon ein guter gute-Laune-Grund. ;-)
Das wünsche ich mir übrigens für dieses Jahr: mehr "gute Laune Nähen". Wie auch im echten Leben kann man das natürlich nicht erzwingen und eigentlich liebe ich ja nichts so sehr wie Überraschungen, aber ich habe mir vorgenommen, Stoffe gezielter auszusuchen und Schnitte zu nähen, die zu mir passen. Mit meinem vergangenen Nähjahr bin ich ja ehrlich zufrieden. Ich habe das Gefühl wieder mehr bei mir selbst zu sein, was meine Kleidung betrifft und wenn ich mich so durch die Posts des vergangenen Jahres scrolle, gibt es nicht viel, das ich nicht noch mal nähen würde bzw. ich trage tatsächlich fast alle Stücke immer wieder.
Andererseits heißt das auch, dass mein Kleiderschrank inzwischen tatsächlich reichlich gefüllt ist. Was ich nicht schlecht finde, denn in mir schlägt einfach ein Mädchenherz und ich mag es, Auswahl zu haben. Aber profane Platzprobleme und natürlich auch so ein Stück weit der Nachhaltigkeitsgedanke, lassen mich gerade etwas auf die Bremse treten. Vorgenommen habe ich mir jetzt ein bis zwei neue Teile pro Monat. Also für mich. ;-) Meine Kinder wachsen ja wie Unkraut und brauchen dringend immer mal wieder neue Sachen. Außerdem will ich jetzt endlich ein Langzeitprojekt angehen, das ich schon seit über einem Jahr umsetzen will. Vielleicht kann ich euch demnächst schon was dazu zeigen.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Maelice
Stoffe: Tweed Knit, Cuff me Glam

Donnerstag, 4. Januar 2018

Frau Vega und ein DiY-Tipp für Nagellackschmuck

Für mehr Blingbling im neuen Jahr!
Zuerst einmal wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr, voller Liebe, Gesundheit und Glück. Seid ihr gut rübergerutscht? Bei uns war es wieder einmal ganz locker, ohne große Party. Für die Kinder habe ich mir ein paar Programmpunkte überlegt, angelehnt an unseren Countdown von 2015. 
Aber wie jedes Jahr bin ich dann auch froh, wenn Neujahr ist und das neue Jahr endlich anfängt. So ein bisschen bin ich ja dann doch immer voller Tatendrang und möchte am liebsten 1000 neue Projekte anfangen. Heute zeige ich euch aber erst einmal noch mein letztes Projekt aus dem alten Jahr.
Dafür muss ich jetzt etwas ausholen, denn neben meiner neuen Frau Vega habe ich mir Schmuck selber gemacht. Strenggenommen habe ich ihn auch nicht (nur) für mich gemacht, sondern für 24 andere Damen. Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, hat mitbekommen, dass ich Teil des #dasADVENTure-Adventskalenders war. Diese Aktion wurde von Annelie von Herzlieb ins Leben gerufen. 25 Bloggerinnen haben mitgemacht und jeweils ein Adventskalendertürchen für alle anderen gefüllt. Das heißt, jede hat eine Sache 24 mal hergestellt und sie an Annelie geschickt. Die hat wiederum in einer sagenhaften Fleißbienchenaktion alles umgepackt und für jeden einen individuellen Adventskalender zusammengestellt. Sie selbst war der Joker und hat das Päckchen gefüllt, das man dann an dem Tag öffnen durfte, an dem man selbst dran war.
Die Aktion war wirklich herzerwärmend und ich fühle mich jetzt immer noch reich beschenkt durch die ganzen wunderbaren Dinge, die ich bekommen habe. Ausnahmslos alle haben sich Gedanken gemacht und wirklich liebevolle Päckchen gepackt. Seit Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Adventskalender und dann gleich so einen wundervollen. Ihr merkt, ich gerate schon wieder ins Schwärmen. (Falls ihr neugierig seid, könnt ihr euch in meinem Instagram- oder Facebookfeed die Bilder der ausgepackten Sachen noch anschauen.)
Jetzt aber zu meinem Beitrag. Als Annelie mich im Sommer (tatsächlich war ich gerade am Strand unterwegs) gefragt hat, ob ich mitmachen würde, war mein erster Gedanke, dass ich Schmuck machen könnte. Schließlich habe ich im vergangenen Jahr immer wieder Armbänder gemacht, wie zum Beispiel hier bei meinem Farrahdress. Nun waren aber scheinbar Armbänder schon vergeben, also machte ich mir Gedanken über Alternativen. Cabochonschmuck fiel mir schnell ein; Haarspangen damit hatte ich nämlich schon mal gemacht. Tja und dann stöberte ich ein bisschen bei Pinterest. Klassischerweise wird diese Art von Schmuck ja hergestellt, indem ein Motiv auf Papier hinter den Glasstein geklebt und dieser dann in einer Fassung befestigt wird.
 
Für den Adventskalender wollte ich nun aber keine 0815-Steine verwenden, also überlegte ich zuerst, selbst Motive herzustellen mit Bildern oder Sprüchen oder sogar Stoff zu verwenden. Aber dann stieß ich auf die Idee, die Steine mit Nagellack zu bemalen und ich war sofort Feuer und Flamme. 
Für Nagellacke habe ich irgendwie eine Schwäche. Zwar habe ich dabei nicht unbedingt einen Hang zur Extravaganz, aber ich mag es schon, die Nägel immer wieder anders zu haben oder auch mal auf ein Outfit abzustimmen. Dementsprechend habe ich schon einen - nennen wir es mal - soliden Grundstock an verschiedenen Lacken. Für mein Projekt besorgte ich dann noch ein, zwei Lacke in Farben, die ich für gewöhnlich nicht trage, von denen ich aber dachte, dass sie sich als Schmuck sehr gut machen würden.
Bei Dawanda fand ich Rohlinge (Glassteine, Fassungen und Ketten) und legte eines Samstags einfach mal los. Der Ratschlag, den Lack immer gut trocknen zu lassen, ist wirklich wichtig. Ebenso wie ausreichend Schichten aufzutragen. Es ist also nicht unbedingt ein Projekt für auf die Schnelle, dafür aber superentspannt.

Man bepinselt die Cabochons mit Lack und lässt sie zwischen jeder Schicht trocknen. Dann stellt man sie erst mal beiseite; ich habe einfach eine Woche später weitergemacht, so war ich sicher, dass die Lacke wirklich durchgetrocknet waren. Inzwischen habe ich sogar die Erfahrung gemacht, was passiert, wenn die Farbe nicht lange genug getrocknet ist bzw. zu wenig Schichten aufgetragen worden sind: es lösen sich Stücke der Farbe ab und man sieht die Fassung durch, d.h. es entstehen quasi Flecken in der Farbe der Fassung.
Um es mir leichter zu machen, habe ich die Zutaten einfach auf ein Tablett gelegt, so dass ich alles Nötige beisammen hatte und gleichzeitig die Steine einen Platz zum Trocknen hatten.
Dann habe ich die Cabochons mit Schmuckkleber in die Fassungen geklebt. Dabei sollte man eher sparsam sein. Der Kleber hält die Teile gut zusammen und es ist schwer, Kleberreste, die zwischen Cabochons und Fassung hervorquellen, auf ansehnliche Weise zu entfernen. ;-)
Die fertiggeklebten Anhänger habe ich auch wieder eine Woche trocknen lassen, ein paar Tage tun es da aber sicherlich auch. Anschließend habe ich die Anhänger auf Ketten gefädelt - et voilà!
Das Schöne an Cabochonschmuck ist, dass man sich komplette Sets herstellen kann. Kette, Ohrringe oder -stecker, Ringe und Haarspangen. Dazu gibt es logischerweise verschiedene Größen, aber auch unterschiedliche Formen und verschiedene Fassungen. Man kann sich also echt austoben. Und eine prima Geschenkidee ist es auch.
Hier also noch mal meine Nagellackcabochon-Tipps zusammengefasst:
  • Cabochons, Fassungen und anderes Zubehör bekommst du online.
  • Trage den Lack in mehreren Schichten auf die flache Seite der Steine auf; zwischendurch und anschließend gut durchtrocknen lassen (mehrere Tage!).
  • Experimentiere ein bisschen mit den Lacken. Man kann die Lacke gut mischen bzw. Schichten in verschiedenen Farben auftragen, z.B. zuerst einen semitransparenten Glitzerlack und anschließend einen etwas dunkleren. So entstehen tolle Effekte.
  • Befestige die trockenen Cabochons mit wenig Schmuckkleber in den Fassungen. Lass auch den Kleber wieder gut trocknen.
  • Am Ende kann man die Glassteine mit einem Küchentuch und wenig Nagellackentferner noch einmal reinigen und mögliche Reste von Lack entfernen.

Am besten wirkt der Cabochonschmuck meiner Meinung nach auf schlichten einfarbigen Kleidungsstücken.
Und so war meine Frau Vega der perfekte Kombipartner für die neuen Lieblingsschmuckstücke. Das coolste daran ist ja immer noch, dass man sich die Nägel passend zum Schmuck lackieren kann.
Und cool ist Frau Vega ja allemal. Von vorne lässiger Winterpulli, von hinten dann mit dem gewissen Etwas in Form eines offenen Rückenausschnitts. Genäht habe ich ihn aus einem kuscheligen Strick, der sich zwar wunderbar tragen lässt, sich allerdings für das konkrete Nähprojekt als etwas tricky entpuppt hat. Für das Einfassband am Ausschnitt war der Stoff nämlich etwas zu dehnbar, so dass es ein bischen zu weit geworden ist und dadurch der Ausschnitt größer als beabsichtigt war. (Auf diesem Bild hier nicht so gut zu erkennen.) Inzwischen habe ich dieses Problem aber behoben, indem ich das Band gekürzt habe und so trage ich den Pulli richtig gern.
Um dem BH-Blitzer-Problem beim Rückenausschnitt vorzubeugen, habe ich mal wieder meinen BH-Verstecker bemüht (wie hier beim Bridgetown Backless Dress). Nachdem der Ausschnitt kleiner geworden ist, schaut er zwar nicht ganz so arg hervor, aber wenn man sich bewegt, lässt sich ein Verschieben der Stofflagen ja doch nicht immer verhindern. Die Lagen festzunähen habe ich übrigens probiert, hat mir aber nicht gefallen und mit dem Verstecker kann man ganz entspannt bleiben.

Und was ist euer erstes Nähwerk des Jahres? Meins zählt ja fast nicht, weil es ja schon letztes Jahr entstanden ist. Aber zwischen den Jahren brauchte ich jetzt einfach eine schöpferische Pause und gerade sammle ich schon wieder Ideen und schmiede Pläne.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Frau Vega
Stoff: Strick von Tante Hilde