Dienstag, 13. Februar 2018

Eleena Dress ähhh Tunika

Gut Ding will Weile haben. Diese alte Weisheit bewahrheitet sich immer wieder und doch fällt es mir echt schwer abzuwarten und auszuhalten, denn Geduld ist wirklich nicht meine Stärke. Aber manchmal ergibt sich das mit der Geduld zum Glück dann irgendwie ganz von allein.
Worauf ich eigentlich hinauswill? Auf die Spitze. Die wunderschöne Kragenspitze lag hier nun schon über ein Jahr. Damals hatte ich mir zwei Stück bestellt und die erste ziemlich schnell an meinen Toaster Sweater genäht. 
Aber für die zweite hatte ich nicht auf Anhieb einen Verwendungszweck. Die Spitze ist wirklich schön und ich wollte sie gern für ein besonderes Kleidungsstück verwenden. 
Doch die ganze Zeit über kam mir kein passendes Projekt in die Quere. Bis jetzt.
Das Eleena Dress ist ein wunderschön klassischer Schnitt mit einer Kellerfalte im Vorderteil und verschiedenen Ärmelvarianten. Dadurch kann man das Kleid für jede Jahreszeit nähen. 
Ich habe einen leichten Chambray verwendet und das Kleid auf Tunikalänge gekürzt. So kann es auch einfacher mal im Alltag getragen werden, was die C auch direkt genutzt hat.
Geschlossen wird das Kleid/die Tunika übrigens mit einem nahtverdeckten Reißverschluss. Es sieht einfach hübsch aus und mit ein bisschen Übung geht auch das Einnähen ganz leicht.

Das deutsche Ebook zu Eleena gibt es jetzt ganz neu auf deutsch bei Nähconnection, wie immer zur Einführung (bis nächsten Montag) zum Angebotspreis. Wenn ihr also noch einen etwas festlicheren Schnitt für eure Töchter braucht, schnappt ihn euch. Schaut euch auch unbedingt die anderen Designbeispiele an. Der Schnitt ist nämlich wahnsinnig vielseitig.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

Schnitt: Eleena (Werbung: Der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.)
Stoff: Chambray
Spitzenkragen: Namijda

Dienstag, 23. Januar 2018

Einhornfieber

Als Mädchenmama kommt man irgendwie nicht drum rum: Einhörner!
Ja klar, ich finde sie auch irgendwie süß, aber so begeistert wie meine Töchter bin ich ehrlicherweise nicht. Wenn es mir dann aber so leicht gemacht wird, meine Töchter glücklich zu machen, bin ich dann doch wieder begeistert. ;-)
Wobei leicht in dem Fall relativ ist. Auch wenn ich mittlerweile schon so einiges geplottet habe, ich immer mehr dazu lerne und es mir wirklich Spaß macht, ist das mehrfarbige Plotten dann auch immer wieder eine Herausforderung. Vor allem, wenn es so viele verschiedene Farben sind wie hier.
Weil ich das immer wieder gefragt werde: meine Plotterfolien beziehe ich fast ausschließlich über Plottermarie. Ich bin mit dem Service dort sehr zufrieden, der Versand ist eigentlich immer ziemlich fix und inzwischen bin ich mit den Folien gut vertraut, so dass ich selten die Einstellungen meines Plotters anpassen muss. 
Da kann sich das Plotten dann schon mal ein Weilchen hinziehen. Dafür wird man dann am Ende aber auch belohnt: ich mit einem mehr als glücklichen Kind und das Kind mit einem einzigartigen Shirt, ganz nach ihrem Geschmack. Wenn das nix ist. Der Ordnung halber sei übrigens erwähnt, dass die Einhornserie durchaus auch Dateien enthält, die nicht ganz so aufwändig sind. So kann man sich langsam rantasten. ;-)
Das Shirt ist übrigens Sara von Schnittreif. Seit meinem Farrah-Fieber letztes Jahr haben es mir Rüschen ja so ein bisschen angetan und so war ich schwer begeistert, als vor Weihnachten dieser Schnitt erschien. Und nachdem meine Töchter nun mal so richtige Mädchen sind, brauche ich sie zu Rüschenshirts auch nicht lange zu überreden. Hier könnt ihr übrigens sehen, wie die Rüschen nach der ersten Wäsche ausschauen. Mir gefallen sie so ganz gut muss ich sagen.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

Plotterdatei: Einhorn
Stoff: Jersey Jaro
 (Werbung: Die Plotterdatei wurde mir im Rahmen des Probeplottens zur Verfügung gestellt. Der Jersey wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.)
Schnitte: Sara, Orbis Skinny Harem
 

Dienstag, 16. Januar 2018

Orbis Skinny Harem Pants

Mehr Basics für den Kinderkleiderschrank waren nötig. Und mehr Basic als Jeans und Shirt geht kaum, oder?!
Das Schöne am Nähen ist ja, dass man sich auch Basics gestalten kann, wie es einem gefällt, in den Farben, die man gerade braucht oder möchte oder mit den Schnitten, die einem liegen bzw. gut passen.
Die Sache mit Basics ist nun aber, dass sie beim Nähen oft vernachlässigt werden. Zumindest ist das bei mir so. Das Faszinierende am Selbermachen - vor allem zu Beginn - sind ja die bunten Stoffe und Muster. Stoffdesigns, die sich von allem abheben, was man in den Geschäften so kaufen kann. Nach einer Weile hat man sich aber wohl daran sattgesehen und schwenkt zu leiseren Farben und dezenteren Mustern um. Ich glaube, dass es den meisten auch so geht bzw. ergangen ist, oder?!
Aber so richtige Basicteile (einfarbige Shirts, schlichte Leggings, Jeans, etc.) näht man immer noch viel zu selten. Zumindest ist das bei mir so. ;-) Also habe ich kurzerhand beschlossen das zu ändern und direkt als erstes Kinderklamottenprojekt des Jahres diese beiden Teile genäht, die zwar hervorragend zueinander passen, aber auch zu vielen anderen Stücken im Kleiderschrank passen.
Denn es gibt ja eigentlich nichts nervigeres, als wenn ein Pullover (in den man ja beim Nähen viel Arbeit gesteckt hat) am Ende nur mit einer bestimmten Hose getragen werden kann oder umgekehrt. Aber Jeans gehen ja nun mal fast immer und so gehe ich davon aus, dass diese Hose hier regelmäßig getragen wird. Ich habe dafür mal wieder den Jeansjersey von Lillestoff vernäht. Der ist butterzart und äußerst bequem, was ja bei Kinderkleidung durchaus wichtig ist.
Das Shirt habe ich mit einem Plot gepimpt, so ganz komplett basic geht dann halt doch nicht. Und mit Glitzer krieg ich meine Mädels ja immer. 
Den Schnitt für die lässige Hose gibt es jetzt ganz neu auf deutsch bei Nähconnection. Enthalten ist übrigens auch eine Variante mit coolen Taschen, mit denen man dann doch wieder einen Musterstoff in Szene setzen kann. Oder man näht die komplette Hose aus einem auffälligeren Stoff, so wie Johy. Auf dem Nähconnectionblog gibt es morgen jede Menge Beispiele der Hose und im Shop bekommt ihr das Ebook bis nächste Woche zum Einführungspreis.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei Creadienstag, HoT und Dienstagsdinge

Schnitte: Orbis Skinny Harem Pants, Beachy Boat Neck 
                  (Werbung: die Schnitte wurden mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.) 
Stoffe: Jeansjersey, uni Jersey
Plotterdatei: Sweet Life 

Donnerstag, 11. Januar 2018

Maelice

Mein erster Hoodie!
Natürlich ist diese Maelice nicht wirklich mein erster Hoodie. Nicht der erste, den ich besitze und auch nicht der erste, den ich genäht habe. Aber es ist der erste, der es hier auf den Blog geschafft hat.
Die Gründe dafür sind einfach: einerseits ist die Begeisterung für Kapuzenpullover bei mir nicht ganz so ausgeprägt. Das heißt, ich trage sie gelegentlich ganz gern, aber eben nicht immer. Ich liebe sie im Winter zum Reinkuscheln oder bei meinen Laufrunden bei kälteren Temperaturen. Aber für meine regelmäßige Alltagsgarderobe sind mir Shirts lieber. 
Andererseits sind solche Pullis meistens nicht so auf die Schnelle genäht und haben einen hohen Stoffverbrauch, was mich dann oft auch abgehalten hat. 
Aber Maelice, ja, die hat mich irgendwie gekriegt. Schon als Claudia die ersten Bilder der besonderen Kapuze gezeigt hat, war ich begeistert. Dazu gefiel mir die körpernahe Schnittführung und als dann immer mehr Beispielbilder auftauchten, wollte ich auch eine haben.
Ziemlich spontan, zwischen den Jahren, als ich mein Weinachts-krea-tief überwunden hatte und eigentlich etwas ganz anderes hätte nähen sollen wollen, habe ich den Hoodie zugeschnitten. Ohne ein Probeteil zu nähen und in dem Wissen, dass mein Stoffstück 20cm kürzer war, als die Stoffverbrauchsangabe im Ebook. Aber no risk no fun, oder?!
Das sind doch oft die besten Nähprojekte und überhaupt die besten Dinge im Leben, die spontan passieren und dann tatsächlich noch viel besser werden als zuvor gedacht. Die dann sogar so toll sind, dass sie uns ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern. Am schönsten ist es natürlich, wenn das Erlebnisse oder Begegnungen schaffen. Aber so ein ziemlich perfekter Hoodie ist ja auch schon ein guter gute-Laune-Grund. ;-)
Das wünsche ich mir übrigens für dieses Jahr: mehr "gute Laune Nähen". Wie auch im echten Leben kann man das natürlich nicht erzwingen und eigentlich liebe ich ja nichts so sehr wie Überraschungen, aber ich habe mir vorgenommen, Stoffe gezielter auszusuchen und Schnitte zu nähen, die zu mir passen. Mit meinem vergangenen Nähjahr bin ich ja ehrlich zufrieden. Ich habe das Gefühl wieder mehr bei mir selbst zu sein, was meine Kleidung betrifft und wenn ich mich so durch die Posts des vergangenen Jahres scrolle, gibt es nicht viel, das ich nicht noch mal nähen würde bzw. ich trage tatsächlich fast alle Stücke immer wieder.
Andererseits heißt das auch, dass mein Kleiderschrank inzwischen tatsächlich reichlich gefüllt ist. Was ich nicht schlecht finde, denn in mir schlägt einfach ein Mädchenherz und ich mag es, Auswahl zu haben. Aber profane Platzprobleme und natürlich auch so ein Stück weit der Nachhaltigkeitsgedanke, lassen mich gerade etwas auf die Bremse treten. Vorgenommen habe ich mir jetzt ein bis zwei neue Teile pro Monat. Also für mich. ;-) Meine Kinder wachsen ja wie Unkraut und brauchen dringend immer mal wieder neue Sachen. Außerdem will ich jetzt endlich ein Langzeitprojekt angehen, das ich schon seit über einem Jahr umsetzen will. Vielleicht kann ich euch demnächst schon was dazu zeigen.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Maelice
Stoffe: Tweed Knit, Cuff me Glam

Donnerstag, 4. Januar 2018

Frau Vega und ein DiY-Tipp für Nagellackschmuck

Für mehr Blingbling im neuen Jahr!
Zuerst einmal wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr, voller Liebe, Gesundheit und Glück. Seid ihr gut rübergerutscht? Bei uns war es wieder einmal ganz locker, ohne große Party. Für die Kinder habe ich mir ein paar Programmpunkte überlegt, angelehnt an unseren Countdown von 2015. 
Aber wie jedes Jahr bin ich dann auch froh, wenn Neujahr ist und das neue Jahr endlich anfängt. So ein bisschen bin ich ja dann doch immer voller Tatendrang und möchte am liebsten 1000 neue Projekte anfangen. Heute zeige ich euch aber erst einmal noch mein letztes Projekt aus dem alten Jahr.
Dafür muss ich jetzt etwas ausholen, denn neben meiner neuen Frau Vega habe ich mir Schmuck selber gemacht. Strenggenommen habe ich ihn auch nicht (nur) für mich gemacht, sondern für 24 andere Damen. Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, hat mitbekommen, dass ich Teil des #dasADVENTure-Adventskalenders war. Diese Aktion wurde von Annelie von Herzlieb ins Leben gerufen. 25 Bloggerinnen haben mitgemacht und jeweils ein Adventskalendertürchen für alle anderen gefüllt. Das heißt, jede hat eine Sache 24 mal hergestellt und sie an Annelie geschickt. Die hat wiederum in einer sagenhaften Fleißbienchenaktion alles umgepackt und für jeden einen individuellen Adventskalender zusammengestellt. Sie selbst war der Joker und hat das Päckchen gefüllt, das man dann an dem Tag öffnen durfte, an dem man selbst dran war.
Die Aktion war wirklich herzerwärmend und ich fühle mich jetzt immer noch reich beschenkt durch die ganzen wunderbaren Dinge, die ich bekommen habe. Ausnahmslos alle haben sich Gedanken gemacht und wirklich liebevolle Päckchen gepackt. Seit Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Adventskalender und dann gleich so einen wundervollen. Ihr merkt, ich gerate schon wieder ins Schwärmen. (Falls ihr neugierig seid, könnt ihr euch in meinem Instagram- oder Facebookfeed die Bilder der ausgepackten Sachen noch anschauen.)
Jetzt aber zu meinem Beitrag. Als Annelie mich im Sommer (tatsächlich war ich gerade am Strand unterwegs) gefragt hat, ob ich mitmachen würde, war mein erster Gedanke, dass ich Schmuck machen könnte. Schließlich habe ich im vergangenen Jahr immer wieder Armbänder gemacht, wie zum Beispiel hier bei meinem Farrahdress. Nun waren aber scheinbar Armbänder schon vergeben, also machte ich mir Gedanken über Alternativen. Cabochonschmuck fiel mir schnell ein; Haarspangen damit hatte ich nämlich schon mal gemacht. Tja und dann stöberte ich ein bisschen bei Pinterest. Klassischerweise wird diese Art von Schmuck ja hergestellt, indem ein Motiv auf Papier hinter den Glasstein geklebt und dieser dann in einer Fassung befestigt wird.
 
Für den Adventskalender wollte ich nun aber keine 0815-Steine verwenden, also überlegte ich zuerst, selbst Motive herzustellen mit Bildern oder Sprüchen oder sogar Stoff zu verwenden. Aber dann stieß ich auf die Idee, die Steine mit Nagellack zu bemalen und ich war sofort Feuer und Flamme. 
Für Nagellacke habe ich irgendwie eine Schwäche. Zwar habe ich dabei nicht unbedingt einen Hang zur Extravaganz, aber ich mag es schon, die Nägel immer wieder anders zu haben oder auch mal auf ein Outfit abzustimmen. Dementsprechend habe ich schon einen - nennen wir es mal - soliden Grundstock an verschiedenen Lacken. Für mein Projekt besorgte ich dann noch ein, zwei Lacke in Farben, die ich für gewöhnlich nicht trage, von denen ich aber dachte, dass sie sich als Schmuck sehr gut machen würden.
Bei Dawanda fand ich Rohlinge (Glassteine, Fassungen und Ketten) und legte eines Samstags einfach mal los. Der Ratschlag, den Lack immer gut trocknen zu lassen, ist wirklich wichtig. Ebenso wie ausreichend Schichten aufzutragen. Es ist also nicht unbedingt ein Projekt für auf die Schnelle, dafür aber superentspannt.

Man bepinselt die Cabochons mit Lack und lässt sie zwischen jeder Schicht trocknen. Dann stellt man sie erst mal beiseite; ich habe einfach eine Woche später weitergemacht, so war ich sicher, dass die Lacke wirklich durchgetrocknet waren. Inzwischen habe ich sogar die Erfahrung gemacht, was passiert, wenn die Farbe nicht lange genug getrocknet ist bzw. zu wenig Schichten aufgetragen worden sind: es lösen sich Stücke der Farbe ab und man sieht die Fassung durch, d.h. es entstehen quasi Flecken in der Farbe der Fassung.
Um es mir leichter zu machen, habe ich die Zutaten einfach auf ein Tablett gelegt, so dass ich alles Nötige beisammen hatte und gleichzeitig die Steine einen Platz zum Trocknen hatten.
Dann habe ich die Cabochons mit Schmuckkleber in die Fassungen geklebt. Dabei sollte man eher sparsam sein. Der Kleber hält die Teile gut zusammen und es ist schwer, Kleberreste, die zwischen Cabochons und Fassung hervorquellen, auf ansehnliche Weise zu entfernen. ;-)
Die fertiggeklebten Anhänger habe ich auch wieder eine Woche trocknen lassen, ein paar Tage tun es da aber sicherlich auch. Anschließend habe ich die Anhänger auf Ketten gefädelt - et voilà!
Das Schöne an Cabochonschmuck ist, dass man sich komplette Sets herstellen kann. Kette, Ohrringe oder -stecker, Ringe und Haarspangen. Dazu gibt es logischerweise verschiedene Größen, aber auch unterschiedliche Formen und verschiedene Fassungen. Man kann sich also echt austoben. Und eine prima Geschenkidee ist es auch.
Hier also noch mal meine Nagellackcabochon-Tipps zusammengefasst:
  • Cabochons, Fassungen und anderes Zubehör bekommst du online.
  • Trage den Lack in mehreren Schichten auf die flache Seite der Steine auf; zwischendurch und anschließend gut durchtrocknen lassen (mehrere Tage!).
  • Experimentiere ein bisschen mit den Lacken. Man kann die Lacke gut mischen bzw. Schichten in verschiedenen Farben auftragen, z.B. zuerst einen semitransparenten Glitzerlack und anschließend einen etwas dunkleren. So entstehen tolle Effekte.
  • Befestige die trockenen Cabochons mit wenig Schmuckkleber in den Fassungen. Lass auch den Kleber wieder gut trocknen.
  • Am Ende kann man die Glassteine mit einem Küchentuch und wenig Nagellackentferner noch einmal reinigen und mögliche Reste von Lack entfernen.

Am besten wirkt der Cabochonschmuck meiner Meinung nach auf schlichten einfarbigen Kleidungsstücken.
Und so war meine Frau Vega der perfekte Kombipartner für die neuen Lieblingsschmuckstücke. Das coolste daran ist ja immer noch, dass man sich die Nägel passend zum Schmuck lackieren kann.
Und cool ist Frau Vega ja allemal. Von vorne lässiger Winterpulli, von hinten dann mit dem gewissen Etwas in Form eines offenen Rückenausschnitts. Genäht habe ich ihn aus einem kuscheligen Strick, der sich zwar wunderbar tragen lässt, sich allerdings für das konkrete Nähprojekt als etwas tricky entpuppt hat. Für das Einfassband am Ausschnitt war der Stoff nämlich etwas zu dehnbar, so dass es ein bischen zu weit geworden ist und dadurch der Ausschnitt größer als beabsichtigt war. (Auf diesem Bild hier nicht so gut zu erkennen.) Inzwischen habe ich dieses Problem aber behoben, indem ich das Band gekürzt habe und so trage ich den Pulli richtig gern.
Um dem BH-Blitzer-Problem beim Rückenausschnitt vorzubeugen, habe ich mal wieder meinen BH-Verstecker bemüht (wie hier beim Bridgetown Backless Dress). Nachdem der Ausschnitt kleiner geworden ist, schaut er zwar nicht ganz so arg hervor, aber wenn man sich bewegt, lässt sich ein Verschieben der Stofflagen ja doch nicht immer verhindern. Die Lagen festzunähen habe ich übrigens probiert, hat mir aber nicht gefallen und mit dem Verstecker kann man ganz entspannt bleiben.

Und was ist euer erstes Nähwerk des Jahres? Meins zählt ja fast nicht, weil es ja schon letztes Jahr entstanden ist. Aber zwischen den Jahren brauchte ich jetzt einfach eine schöpferische Pause und gerade sammle ich schon wieder Ideen und schmiede Pläne.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitt: Frau Vega
Stoff: Strick von Tante Hilde




Donnerstag, 21. Dezember 2017

Frau Yoko

Heute zeige ich euch meine Frau Yoko. Die erste, aber sicher nicht die letzte.
Nachdem ich von Schnittreif-Schnitten an sich durchaus angetan bin und Frau Yoko im besonderen schon oft bei anderen bewundert habe, wollte ich jetzt endlich auch gern eine nähen. Die tollen Eichhörnchen kamen da gerade recht. Eichhörnchen?
Jaaa, genau. Was von ferne - oder mit ausreichender Kurzsichtigkeit - eher wie ein Hahnentrittmuster aussieht, sind eigentlich unzählige kleine Eichhörnchen. Cool, oder?!
Auch fast mal wieder so ein Fall von "Hätte mir das vor einem Jahr jemand gesagt...". Denn ganz ehrlich, wenn mir tatsächlich jemand gesagt hätte, dass ich mir eine Eichhörnchenbluse nähen würde, hätte ich es mal wieder nicht geglaubt. Aber es hat ja nun auch keiner wissen können, dass Eichhörnchen auch so cool können.
Apropos cool. Ich finde ja die Rückseite der Frau Yoko ausgesprochen cool. Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs etwas Bedenken, ob durch die zusätzliche Weite, die durch die Falte entsteht, die Bluse nicht zu weit und unförmig wird. Aber im Gegenteil, die Falte ist ein toller Hingucker und die Bluse sitzt ziemlich perfekt. Einzig die Ärmel habe ich etwas enger genäht.
Was ich an der Bluse auch mag, ist, dass sie vielseitig kombiniert werden kann. Chic und leger, je nach dem. Und dadurch, dass sie eben nicht so arg figurbetont ist, kann man sie auch toll im Alltag tragen. Wenn mir das richtige Stöffchen über den Weg läuft, wird es sicher noch eine weitere Frau Yoko geben.
Zu der Bluse habe ich noch einen neuen Lisbon Cardigan genäht. Wieder in der gehackten Variante, wie ich sie im letzten Herbst schon mal genäht hatte. Ich mag das Lässige, das der Cardigan durch die offenen, fließenden Kanten erhält. Und so zum schnell mal drüberziehen habe ich Cardigans ja eh am liebsten. Dass er auf diese Weise auch rekordverdächtig schnell genäht ist, brauche ich sicher nicht betonen.
Und jetzt verabschiede ich mich in eine kleine Weihnachtspause. Ich wünsche euch allen wunderschöne Feiertage mit euren Lieben und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 
In den letzten Tagen habe ich mir schon ein paar Gedanken über das kommende Jahr gemacht, wie es nähtechnisch und überhaupt hier auf dem Blog weitergehen wird und ich habe mir auch schon ein paar Projekte überlegt, die ich hier mit euch teilen will. Mehr dazu verrate ich euch dann im Januar.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS

Schnitte: Frau Yoko, Lisbon Cardigan
Stoffe: Eichhörnchen Javanaise (leider ausverkauft), Viskosejersey


Sonntag, 17. Dezember 2017

Geschenke aus der Küche

Na, habt ihr schon alle Geschenke zusammen oder müsst ihr in den nächsten Tagen noch powershoppen gehen?
Falls ihr Lust habt, ein bisschen was Selbstgemachtes zu verschenken, das am Ende nicht nur rumsteht, sondern auch einen Zweck erfüllt (nämlich den gegessen zu werden), habe ich heute drei Vorschläge für euch.
Zwei der drei Rezepte habe ich schon mehrmals gemacht und verschenkt, das Gelee mache ich tatsächlich fast jedes Jahr seit ich das Rezept habe. 
Dann fangen wir damit doch gleich mal an: Glühweingelee.
Entdeckt habe ich das Rezept vor Jahren in einem Weihnachtssonderheft der Zeitschrift Essen&Trinken, ihr findet es aber auch online.
Ich finde es großartig, weil es relativ leicht herzustellen ist und perfekt in die Advents- und Weihnachtszeit passt. Am liebsten esse ich es zum Frühstück auf leicht süßen Hefebrötchen. Dieses Jahr werde ich es aber auch mal als Plätzchenfüllung verwenden.
Das Originalrezept ändere ich übrigens nur dahingehend ab, dass ich die Gewürze nicht mit in die Gläser gebe und dass ich meist roten Traubensaft verwende. Dadurch wird das Gelee etwas dunkler als auf den Beispielfotos des Rezepts. Ach ja, ich habe auch meistens 2:1 Gelierzucker genommen, da man jetzt im Winter oft keine große Auswahl hat (zumindest nicht bei uns hier...) und habe entsprechend der Zutatenmenge die Zuckermenge angepasst.


Weiter geht es mit etwas Fruchtig-leckerem: Mandarinen-Punsch-Likör
Auch dieses Rezept habe ich schon vor einigen Jahren in einer Zeitschrift entdeckt und direkt umgesetzt. Anschließend habe ich leider das Heft verlegt und so das Rezept verloren, es aber sehr bedauert, weil der Likör richtig lecker war. Zum Glück vergisst das Internet nichts und so fand ich das Rezept vor einiger Zeit auf Pinterest wieder.
Laut der Anleitung müssen insgesamt 10 Mandarinen ausgepresst werden, um ausreichend Saft zu erhalten. Ich habe diesmal etwas getrickst und mir mit fertigem Mandarinendirektsaft beholfen. Den kann man gerade in den Kühltheken der Supermärkte finden und spart sich dadurch das Auspressen. Ich, für meinen Teil, esse nämlich Mandarinen lieber und für Optimierung von Arbeitsabläufen bin ich immer zu haben. ;-)
Liköre gehören zu meinen liebsten Geschenken aus der Küche. Sie sind relativ einfach herzustellen und solange man sie in nicht zu große Flaschen abfüllt, können sie vom Beschenkten auch gut aufgebraucht werden. Da fällt mir ein, dass ich schon lange mal wieder Bratapfellikör machen wollte... Nächstes Jahr dann.

Mein dritter Vorschlag ist ein Mix für heiße Schokolade.
Die Idee habe ich auch bei Pinterest entdeckt. Zwar habe ich den Mix dieses Jahr zum ersten Mal gemacht, aber eine kleine Testportion war ausgesprochen lecker und hat sowohl mir als auch den Kindern geschmeckt.
Das Prinzip ist denkbar einfach. Die benötigten Zutaten werden dekorativ in ein Einmachglas geschichtet und verschlossen. Der Beschenkte bekommt dann zum Glas noch eine kurze Anleitung und schon kann's losgehen. 
Ursprünglich hatte ich vor, alle vier Varianten der Mischung herzustellen, aber bis jetzt bin ich nur zu der klassischen Version gekommen. Vielleicht schaffe ich in den nächsten Tagen wenigstens noch eine der anderen. Mich würde ja Pumpkin Spice oder auch Salted Caramel sehr reizen.

Verschenkt ihr denn überhaupt Selbstgemachtes? Wenn ja, habt ihr Tipps für mich? Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Ideen.
Jetzt wünsch ich euch noch einen schönen dritten Adventssonntag. Am Donnerstag melde ich mich hier noch einmal bevor es dann eine kleine Weihnachts- und Neujahrspause geben wird.

Macht's gut,
Catharina