Freitag, 30. Juni 2017

Ash Jumpsuit

Tag fünf mit dem neuen Mädchenschnittpaket von Nähconnection. #machdensommerschönermitnaehconnection
Heute hier mit der einzigen Hose im Bunde.
Der Ash ist aber mindestens so süß wie all die Kleider. Und als Jumpsuit aus weichem Sommerjersey, wie bei uns, vom Gemütlichkeitsfaktor her sowieso unschlagbar.
Aber von vorn. Ash ist eigentlich ein 3-in-1-Schnitt, denn man kann sowohl den ganzen Jumpsuit als auch Top und Hose einzeln nähen. Dazu kommt, dass die Hose lang oder kurz sein kann. Dadurch ist der Schnitt eigentlich auch was für Jungs, denn bequeme Sommerhosen mögen die ja auch.
Seit ich im letzten Jahr für meine Mädels und mich den tollen Tante Klara Jersey vernäht hatte, habe ich immer nach einer Möglichkeit gesucht, die Reststücke zu verschaffen. Mir gefällt dieses Stoffdesign so wahnsinnig gut und ich wollte unbedingt ein Kleidungsstück nähen, das irgendwie besonders ist und bei dem die schönen Blumen auch gut zur Geltung kommen können.
Ash war dann dafür genau das richtige Projekt. Ich habe die Schnittteile so lange auf den Stoffstücken hin und her geschoben, bis alles einigermaßen gepasst hat. Um den Hut kam dann noch das einzig verbliebene Stück mit Muster, das lang genug war. Fertig war das Komplettoutfit.
Der Tunnel für den Gummi um den Hals- und Rückenausschnitt wird mit einem Beleg genäht. Das geht ziemlich einfach und so ist es auch angenehm zu tragen. Der Sommerjersey ist ja sowieso sehr weich, ich trage meinen Rock daraus wahnsinnig gern und die F hat auch direkt den Jumpsuit ins Herz geschlossen.
Wenn ihr jetzt auch einen Jumpsuit (oder das Top oder die Hose...) nähen möchtet, holt euch bei Nähconnection den Schnitt* im aktuellen Mädchenpaket noch bis Sonntag zum Angebotspreis. Nächste Woche gibt es die Schnitte dann einzeln und ich habe hier noch eine Nachlese für euch. Denn wer gut aufgepasst hat stellt fest, dass ich im Laufe dieser Woche einen Schnitt des Pakets hier noch nicht gezeigt habe. Das hole ich dann nach und freue mich, wenn ihr noch mal reinlest.

Macht's gut,
Catharina

*Werbung: Der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.

Verlinkt beim Kiddikram und den LilleLiebLinks

Donnerstag, 29. Juni 2017

Shandiin Tunic

Heute wird es hochsommerlich, auch wenn bei uns hier gerade der Sommer bzw. das Sonnenwetter mal eine kurze Pause einlegt. #machdensommerschönermitnaehconnection  In den letzten Tagen gab es ja schon das Bohemian Babydoll, das Cascade Maxi und zwei Polina Dresses zu sehen. Und heute gibt es den Sommerschnitt des Pakets schlechthin: die Shandiin Tunika.
Denn im Sommer mögen wir Tuniken und Kleider, die schön luftig sind und schnell mal übergeworfen werden können.
Während für mich natürlich praktische Erwägungen eine Rolle spielen, ist für meine Töchter neben einem guten Tragekomfort auch die Optik wichtig. Ganz entscheidend ist dabei die Farbgebung des Kleidungsstücks.
Seitdem das Elsafieber bei uns ausgebrochen ist, steht türkis ganz hoch im Kurs. An der einen oder anderen Stelle hatte ich das ja bereits erwähnt... Da traf es sich natürlich vortrefflich, dass ich noch diese beiden Stoffschätzchen von Hamburger Liebe samt passendem Schrägband mit Häkelborte im Regal hatte.
Und glücklicherweise habe ich mit den beiden Kleidchen genau ins Schwarze bzw. Elsafarbene getroffen. 
Mir gefällt ja die Schnittführung der Shandiin Tunic besonders gut. Eigentlich ganz klassisch in A-Linie, aber durch die Möglichkeit des Cutouts am Rücken doch mit einem kleinen special effect. (Das Rückteil kann übrigens auch ganz "normal", also geschlossen genäht werden.)
Den Schnitt* zur Shandiin Tunic bekommt ihr als Teil des neuen Mädchenschnittpakets bei Nähconnection. Das Paket gibt's noch bis Sonntag zum Angebotspreis, danach könnt ihr die Schnitte auch einzeln kaufen.
Für mehr Inspirationen und unzählige Bilder der vielen großartigen Beispiele klickt euch mal durch das Lookbook, das Annika erstellt hat. 
Morgen habe ich dann noch einen Post zum Mädchenpaket für euch mit dem Ash Jumpsuit. Wer sich die Bilder der letzten Tage hier auf dem Blog ganz genau angeschaut hat, konnte ihn schon entdecken.

Macht's gut,
Catharina

* Werbung: Der Schnitt wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.

Verlinkt beim Kiddikram

Mittwoch, 28. Juni 2017

Polina Dress

Tag drei von #machdensommerschönermitnaehconnection!
Gestern und vorgestern gab es schon das Bohemian Babydoll und das Cascade Maxi Dress.
Und hier sind unsere Polina Dresses.
Ein bisschen "Unsere kleine Farm", "Nesthäkchen" oder "Trotzkopf". Auf alle Fälle wunderschöne klassische Mädchenkleider mit Rüschen, Schleifen und weitschwingenden Röcken.
Für mich mussten diese Kleider einfach einen Stoff mit Blumenmuster bekommen. Den lilanen hatte ich hier schon seit letztem Jahr liegen. Ich wollte daraus ursprünglich eine Miss Polly nähen, aber wie so oft kam es nie dazu. Und dann fiel er mir ins Auge, als ich einen Stoff für Polina suchte und schien mir perfekt dafür geeignet.  Den grauen Stoff* - eine wunderbar zarte Double Gauze - habe ich aus der Eulenmeisterei.
Die beiden Stoffe passen ganz ausgezeichnet zusammen, finde ich. Die Blumenmuster sind sehr ähnlich und die Farben ergänzen sich toll. Vor allem aber waren meine beiden Blumenmädchen sehr glücklich mit ihren neuen Kleidern. Das Tanzen kam dann von ganz allein.
Hier sieht man übrigens sehr schön den Unterschied der beiden möglichen Rockvarianten des Schnitts: die C hat ein gerafftes Rockteil (grau), während die F den schwingenden Rock (lila) bekommen hat.
Auch wenn mir der schwingende Rock etwas besser gefällt, haben beide Varianten etwas für sich. Nicht zuletzt die Tatsache, dass der geraffte Rock etwas weniger Stoff verbraucht, spricht für ihn. Denn - und das ist eigentlich das einzige Manko an diesem Schnitt - der Stoffverbrauch ist enorm. Je nach Stoffbreite kann man für ein Kleid in Größe 5 locker 2m verballern. Allerdings entschädigt das fertige Kleid dann auch dafür und weil es so klassisch-zeitlos ist, kann es ja auch sehr gut weitervererbt werden. Da lohnt sich dann schon mal die Investition von viel Stoff. Qualitativ hochwertiger Stoff lohnt sich ja sowieso immer.
Ein weiterer Vorteil des Schnitts ist, dass man ohne Reißverschluss auskommt. Im Rücken wird das Kleid mit einer Knopfleiste geschlossen. Entweder so wie hier ganz klassisch oder mit Schlaufen, die auf der einen Seite mit eingenäht werden.

Das Einnähen der Rüsche hatte ich mir anfangs ganz abenteuerlich vorgestellt. Aber am Ende ist auch dies viel einfacher gewesen, als ich es mir ausgemalt hatte, denn sie wird schlicht und ergreifend aufgesteppt. Es gibt übrigens auch noch eine andere Rüschenvariante, so dass man ganz unterschiedliche Polinas nähen kann.
Überhaupt ist auch dieses Kleid mal wieder ein Beispiel für einen Schnitt, der nach sehr viel mehr Aufwand aussieht, als er tatsächlich erfordert. Klar, es ist auch kein Projekt, das mal eben so nebenbei genäht ist, aber mit der guten Anleitung und ein bis zwei Nähabenden (oder -vormittagen) schafft man sich und seiner Tochter ein Kleid mit Lieblingsteilpotential. Ein Klassiker ist es sowieso.

Wenn ihr jetzt auch den Schnitt* zum Klassiker braucht, dann holt euch das komplette Schnittpaket bei Nähconnection. Wie immer gibt es alle Schnitte im Paket diese Woche zum Angebotspreis und ab nächster Woche die Schnitte einzeln. Annika hat sogar ein ganzes Fotoalbum zusammengestellt, in dem ihr euch all die bezaubernden Beispiele noch mal zusammen anschauen könnt. Schaut euch das unbedingt an. 
Morgen gibt es dann hier zwei Tuniken zu sehen. Schaut doch dann noch mal vorbei.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt beim AfterWorkSewing und Kiddikram

*Werbung: das Schnittmuster und der Double Gauze Stoff wurden mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.*

Dienstag, 27. Juni 2017

Cascade Maxi Dress

Und schon folgt der zweite Streich von #machdensommerschönermitnaehconnection.
Gestern habe ich schon das Bohemian Babydoll Dress gezeigt und heute gibt es ein Maxikleid der Extraklasse.
Das Cascade Maxi Dress ist der Mädchentraum schlechthin. Musste ich mich in meiner Kindheit noch damit begnügen, mir ein Badetuch überzuwerfen, um - wenigstens in der Phantasie - ein bodenlanges Prinzessinnenkleid zu haben, hat meine Tochter nun ein solches Kleid. In echt.
Tatsächlich habe ich erst einmal hin und her überlegt, ob meine Fünfjährige nun wirklich so ein Kleid braucht. Denn den Traum vom Prinzessinnenkleid zu haben, ihn dann aber auch tatsächlich in dieser Form erfüllt zu bekommen, sind zwei Paar Schuhe. So richtig alltagstauglich ist so ein Kleid nämlich zugegebenermaßen nicht.
Obwohl die C stetig bemüht ist, das Gegenteil zu beweisen und es so oft wie möglich tragen will und sogar schon eine Fahrradtour darin bestritten hat, sind wir übereingekommen, dass sie es nur bei besonderen Anlässen, zum Spazierengehen oder ins Schwimmbad anzieht. Besondere Anlässe gibt es bei uns seitdem recht häufig. ;-)
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich meine Tochter durchaus verstehen kann. Wenn es so richtig heiß ist, ist so ein Maximaxidress aus zartester Double Gauze das einzig wahre Kleidungsstück. Der Stoff ist angenehm auf der Haut, es drückt und zwickt nichts und trotzdem ist man fast komplett angezogen.
Tatsächlich bin ich ja ein bisschen neidisch, aber der Stoffverbrauch in Erwachsenengrößen wäre wohl astronomisch und da sind wir auch schon beim Wermutstropfen angelangt: so ein richtiges Prinzessinnenkleid braucht auch eine königliche Menge an Stoff. Für unser Kleid habe ich tatsächlich 2 komplette Meter gebraucht; bis auf das Streiflein, das die C ums Handgelenk trägt, war quasi nichts übrig.
Aber ich finde, der Einsatz von so viel Material lohnt sich in dem Fall durchaus, denn selten kann man schöne Stoffe so gut in Szene setzen. Sowohl kleine Muster als auch großflächigere Prints wirken auf so einem Kleid richtig schön. In diese Blümchen habe ich mich ja quasi auf den ersten Blick verliebt. Von Monaluna gibt es dazu eine ganze Serie mit verschiedenen Designs. Ein weiteres kriegt ihr gleich morgen beim nächsten Kleid zu sehen.

Wenn ihr jetzt auch eurer Tochter den Traum vom Prinzessinnenkleid erfüllen wollt, dann hüpft rüber zu Nähconnection und holt euch das Schnittpaket* noch bis Sonntag zum Angebotspreis 30% günstiger. Eine Sammlung aller großartigen Beispiele der Schnitte gibt es in Annikas Fotoalbum, schaut euch das unbedingt an!

Macht's gut,
Catharina

Stoff: Eulenmeisterei Biostoffe

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT

*Werbung: Die Schnittmuster wurden mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.*

Montag, 26. Juni 2017

Bohemian Babydoll Dress

Vor ein paar Wochen, als ich die Sachen des Jungspakets von Nähconnection vorgestellt habe, habe ich euch ja versprochen, dass es auch bald wieder neue Schnitte für Mädchen geben würde und hier sind sie nun.
Ein wunderschöner Strauß aus sechs zauberhaften Schnittmustern, die alle miteinander romantisch, verspielt, ein bisschen hippie und vor allem ganz mädchenhaft sind.
Als Erstes stelle ich euch heute das Bohemian Babydoll Dress vor.
Ein romantischer Kleid- bzw. eigentlich eher Tunikaschnitt, der großartig ist für heiße Tage. Denn durch die geraffte Weite im Kleid und die Flügelärmel ist das Babydoll wunderbar luftig.
Ich kann mir das Kleid auch sehr gut aus Musselin vorstellen. In einer Boho-Hippie-Variante mit Bommel- oder Quastenborte, wie es gerade überall zu sehen ist. Oder bestickt, wie ich es ähnlich schon mal gemacht habe. Ach, ich glaube, mich packt das Stickfieber direkt schon wieder... 
Eine sehr süße Musselinversion des Kleides gibt es übrigens bei Herzlieb zu sehen.
Dieses Babydoll jedenfalls ist aus Webware, wodurch das Kleid nicht ganz so flatterig, sondern eher festlich wirkt. Die C hat sich leider erst mehr so auf den zweiten oder dritten Blick verliebt, obwohl ich eigentlich große Hoffnungen in das Kleid gesetzt hatte, weil es doch so blau (= elsafarbig) ist. War wohl nicht blau genug... ;-)
Zu nähen ist es übrigens gar nicht so schwer, vor allem weil es ohne jegliche komplizierte Verschlüsse auskommt. Der Ausschnitt ist groß genug, dass es bequem über den Kopf gezogen werden kann.

Wenn ihr euch jetzt schon so ein bisschen in das Babydoll verliebt habt, könnt ihr den Schnitt* als Teil des Mädchenschnittpakets bei Nähconnection bekommen. Bis Sonntag ist es noch satte 30% günstiger. Wenn ihr erst mal ein paar weitere Inspirationen braucht und nicht warten wollt, schaut euch mal alle anderen Schnitte des Pakets in unzähligen wunderbaren Beispielen in Annikas tollem Fotoalbum an.

Macht's gut,
Catharina

*Werbung: Das Schnittmuster wurde mir für das Nähen von Designbeispielen zur Verfügung gestellt.* 

Verlinkt beim Kiddikram


Donnerstag, 15. Juni 2017

Frau Ilvie

Wer denkt bei Ilvie auch immer gleich an Wickie?
Seit vor kurzem der neue Schnittreif-Schnitt erschien und überall Frau Ilvie - Versionen auftauchten, summte ich im Kopf jedes Mal direkt "Hey, hey Wickie, die Wikinger...". Zum Glück hat aber Frau Ilvie so rein gar nichts vom Gewand einer Wikingerfrau, so dass ich mich furchtlos ans Nähen gemacht habe. :-)
Meine Frau Ilvie ist aus Viskoseleinen, den ich von Clarasstoffe habe. Bevor Clarissa diese Stoffe bei Instagram zeigte, hatte ich davon auch noch nichts gehört und konnte mir zuerst nicht recht was darunter vorstellen. Das ist ja schon immer so ein bisschen aufregend beim online-Stoffshopping: wie fühlt sich der Stoff an? Wie schwer ist er? Taugt er tatsächlich für das geplante Nähprojekt?
Mit der Zeit entwickelt man zwar ein bisschen ein Gespür für Materialien bzw. ihre Zusammensetzung und kann sich dann schon ungefähr vorstellen, wie ein bestimmter Stoff sein wird. Aber Reinfälle gibt es trotzdem immer mal wieder. Und so macht man seine Erfahrungen und bleibt meistens einfach bei Bewährtem, d.h. bestellt immer wieder die gleichen oder zumindest ähnlichen Stoffe.
Der Viskoseleinen sah allerdings auf den Bildern so schön aus und der Name hörte sich für mich spannend an, dass ich schwach wurde. Letztes Jahr bin ich ja so ein bisschen zum Viskosefan geworden und in Kombi mit Leinen, also mit einem Baumwollanteil, konnte es ja nur noch besser sein. Oder?!
Ja, ich finde schon. Mir gefällt Viskoseleinen ausgesprochen gut. Tatsächlich fühlt es sich an wie eine Mischung aus Viskose und Leinen. Eine etwas rauhere, baumwollenere Viskose oder ein sehr weiches, geschmeidiges Leinen. Ihr könnt's euch aussuchen. ;-) Auf jeden Fall aber prädestiniert für leichte Sommerblusen oder auch Schals.
Der Clou an Frau Ilvie ist ja nun der Schlitz im Rückteil. Ihn zu nähen ist, wie die ganze Bluse an sich, nicht wirklich schwer. Man muss dann nur beim Tragen aufpassen, dass die Bluse immer richtig sitzt, d.h. hinten nicht zu weit runterrutscht, weil sonst ein Stück vom BH-Verschluss zu sehen ist. Also entweder achtet man stets auf den perfekten Sitz oder besorgt sich einfach ein paar hübsche Dessous. Oder näht sich welche...
Ich mag Frau Ilvie jedenfalls sehr und bin froh, sie in meine Sommergarderobe mitaufgenommen zu haben.

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS



Donnerstag, 8. Juni 2017

Ich näh mir ein Dirndl - Finale

Yeah! Hier isses: das Dirndl!
tracht
tracht
Ich habe lange überlegt, wie ich diesen Post beginne, aber ehrlich gesagt, fehlen mir so ein bisschen die Worte. Ungefähr zwei Monate lang habe ich an meinem Dirndl gearbeitet. Ich habe genäht, gestickt, überlegt und euch an - fast - allem teilhaben lassen. Tja und dann war es fertig. In einer spontanen spätabendlichen Nähaktion habe ich noch die Tasche genäht und dann war alles vollständig.
tracht
tracht
Alles war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Manches war sogar besser geworden bzw. manches habe ich tatsächlich besser hingekriegt, als ich anfangs gedacht hatte, manchen Plan habe ich während des Nähens umgeworfen, aber so im Großen und Ganzen ist das Dirndl so geworden, wie ich es haben wollte.
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tracht
Zu den hard facts: Schnittmuster ist das Miederdirndl Anna von Mondbresal. Alles in allem war es nicht wirklich schwer zu nähen. Selbstredend ist es kein Anfängerprojekt, aber wenn man ein bisschen Erfahrung hat, kann man sich anhand der Anleitung gut durch die einzelnen Schritte hangeln. Die Bluse habe ich lediglich an den Ärmeln minimal im Vergleich zum Originalschnitt verändert (was genau, hatte ich im Teil 4 beschrieben).
Das Dirndl selbst ist aus Chambray, das Mittelteil des Mieders aus Velours und die Schürze (sowie die Froschgoscherlborte und die Paspeln am Rückteil) sind aus Partysatin. Wie ihr seht, kann man so ein Dirndl also auch sehr gut ohne klassische Trachtenstoffe nähen.
Die Stickvorlagen sind von Hoffelt and Hooper.
tracht
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Da ich mich an diesem Projekt ja etwas austoben wollte, habe ich einige Details gestaltet. Die Froschgoscherln hatten es mir schon recht früh angetan und ich habe länger hin und her überlegt, ob es den Aufwand wert wäre. Aber ich finde, es hat sich auf jeden Fall gelohnt die Borte herzustellen und den Ausschnitt damit einzufassen.
Der Haarschmuck war so ein bisschen logische Konsequenz, um das Mädchenhaft-Romantische des Dirndls auf dem Kopf fortzusetzen. Ihn habe ich mit Kunstblumen, ein paar Trachtenknöpfen und einer nicht zu kleinen Portion Heißkleber zusammengestellt. ;-)
Worüber ich mich aber am meisten freue, ist die Stickerei am Mieder. Wie es dazu kam, dass ich mich der Handstickerei zugewandt habe, könnt ihr im ersten Teil noch mal nachlesen. Jedes Mal, wenn ich das Kleid anschaue, freue ich mich darüber, dass ich mich getraut habe, etwas Neues zu versuchen. Oft genug muss man eben einfach nur mal etwas wagen, sich trauen und dann wird man auch belohnt.
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Zusätzlich zum Dirndl habe ich noch eine Jacke und eine Tasche genäht.
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tracht
 Die Jacke kennt ihr ja schon. Sie ist der Cardigan mit Schalkragen von Lillesol und Pelle, genäht aus dem KnitKnit von Hamburger Liebe und Albstoffe.
tracht
tracht froschgoscherl
Die Tasche ist ohne Schnittmuster entstanden. Ehrlich gesagt habe ich mein Reststück der Froschgoscherln als Grundlage genommen und mir daraufhin das Schnittteil gezeichnet. Genäht habe ich die Tasche aus 3mm-dickem Filz. Ich habe ihn ganz einfach, einlagig und mit offenen Kanten vernäht. Geschlossen wird die Tasche mit einem Magnetverschluss, den ich unter der Stickerei versteckt habe. Die Stickerei wiederum habe ich auf ein Stück des KnitKnit gestickt und dieses dann auf das Taschenteil appliziert. 
Bei dieser Stickerei habe ich übrigens den Jacquard auf der Rückseite mit Vlies verstärkt, wodurch das Sticken um einiges einfacher war und das Ergebnis auch sehr viel schöner und gleichmäßiger wurde, als das, was ich direkt auf die Jacke gestickt hatte. Das wäre nun auch schon die größte Lehre, die ich aus meinem Projekt gezogen habe: Dehnbare Stoffe sollten vor dem Besticken mit Vlies verstärkt werden!
tracht froschgoscherl stickerei
tracht
tracht
Tja, und dann, als ich die Tasche genäht hatte, ging es ans Bildermachen. Wir haben einen Tag mit Spitzenwetter erwischt, es war Christi Himmelfahrt - Vatertag. Und obwohl wir dachten, dass wir eine eher einsamere Stelle ausgesucht hatten, kamen dann doch einige Vatertagsausflügler vorbei. Sagen wir's so: sie hatten alle was zu gucken... ;-) Und einer hat dann tatsächlich noch gefragt, ob ich extra fürs Foto das Dirndl angezogen hätte?! Äh ja, habe ich. :D
tracht froschgoscherl paspel
tracht
Auf der Rückseite des Dirndls habe ich Paspeln eingenäht, die ich aus dem Satin der Schürze hergestellt habe. Auch das war eine weitere Premiere während dieses Projekts. Bis dato hatte ich noch nie Paspeln selber gemacht; da ich sie aber so gern vernähe und ich auch gern welche ins Dirndl integrieren wollte, die passen, blieb nur das Selbermachen. #allesmussmanselbermachen
Aber ich mag es einfach, wenn sich so ein roter bzw. in diesem Fall rosa Faden durch ein Outfit zieht.
tracht
Ach ja, Tanzen geht mit dem Dirndl natürlich auch. So langsam verstehe ich, was meine Töchter an Drehkleidern so mögen. Fehlt jetzt nur noch jemand, der mit mir tanzen geht.
Also, fürs nächste Volksfest bin ich jedenfalls gerüstet. Außerdem steht ja noch der Test aus, ob man nach ein oder zwei Mass Bier noch fehlerfrei Froschgoscherlborte sagen kann. Ich bezweifle das ja immer noch so ein bisschen... Aber wir werden sehen.

Was näht ihr denn gerade so? Ich werde jetzt erst mal ein bisschen in mich gehen und mir das nächste größere Projekt überlegen. Es gibt durchaus noch die eine oder andere Lücke in meinem Kleiderschrank, die ich schließen könnte. Vielleicht mache ich mich gleich mal an etwas für den Herbst?!
Ich muss ja gestehen, dass ich den Entstehungsprozess des Dirndls richtig genossen habe. Alles hat irgendwie gut funktioniert (bis auf die Stickerei auf der Jacke vielleicht), es gab nichts, was so richtig schiefgelaufen ist. Und nachdem da keine Deadline war und ich nur wusste, dass ich gern ungefähr bis zum Sommer fertig sein möchte, habe ich tatsächlich das Gefühl, dass es schnell ging. 
In den nächsten Wochen habe ich dann erst mal wieder ein paar neue Sachen für Mädels und Damen zu zeigen, die uns den Sommer verschönern. Da werden richtig tolle Kleider, aber auch Oberteile und Hosen dabei sein, über die ich mich gerade schon sehr freue. Und ein paar Sommerbasics für mich brauche ich auch noch. Es gibt viel zu tun...

Macht's gut,
Catharina

Verlinkt bei RUMS